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600000 v.Chr  -  1000 n.Chr.

 

600000-8000 v.Chr.    

 Ältere Steinzeit

8000-3000 v.Chr.   

  Mittlere Steinzeit

Um 5000 v.Chr.   

 Vorgeschichtliche Funde, Krüge und Geräte bei Duderstadt - Bandkeramiker

3000-1800 v.Chr   

 Jüngere Steinzeit:
beim Ausschachten für das Poltewerk (Kraftwerk) in Rhumspringe 1939 wurde auf dem Gelände eine Steinaxt gefunden, die in das Heimatmuseum in Duderstadt gegeben wurde.

3000 v.Chr.    

Beginn der Geschichte im alten Orient

2000 v.Chr.    

Vorgeschichtliche Funde in Obernfeld

1800-800 v.Chr.   

Broncezeit

1200 v.Chr.    

Die Welt des Alten Testaments, Geburt und Ausbreitung des Hellenentums (Griechenland)

1000 v.Chr.    

Errichtung des Königtums in Israel

800- 0 v.Chr.   

  Eisenzeit

776 v.Chr.   

  Beginn der Olympischen Spiele (Griechenland)

753 v.Chr.   

  Gründung Roms

700 v.Chr.   

  Die keltische Bevölkerung unseres Gebietes wird von germanischen Stämmen verdrängt

500-350 v.Chr.   

  Blütezeit Griechenlands

500-200 v.Chr.   

  auf den Höhen des Eichsfeldes entstehen etwa 60 Wall- oder Fliehburgen - Seeburg, Hünstollen, Hasenburgen, Pöhlde (Vogelherd)

200-30 v.Chr.   

Errichtung des römischen Weltreiches

0   

Geburt Christi Beginn der Zeitrechnung

0   

[Schna] Um Christ Geburt ist eine große Anzahl westgermanischer Stämme-Völkerschaften im hiesigen Gebiet. Sie vereinigen sich zu ethischen oder kultischen Gruppen, haben aber keine dauernden politischen Bindungen untereinander

9   

[Schna] Schlacht im Teutoburger Wald. Durch den Sieg Arminius gegen die Römer wird die Einführung in das Römerreich verhindert. Völkerstämme: Cherusker an der Bergkette Niedersachsens von der Oker bis über die Weser, südlich Chatten, Angrivarier an der mittleren Weser, zwischen Ems und Elbmündung Chauken, beiderseits der Elbe (heutiges Lüneburg-Mecklenburg) Langobarden. Südlich davon Sweben und Hermunduren (Thüringen)

66- 300   

  Christenverfolgung

150   

[Schna] Sachsen - erstmals von dem griechischen Geographen Ptolemeus genannt

- 200   

   

  [JWo] Chauken ziehen von Norden durch das Tor bei Lindau durch unser Gebiet bis an das Ohmgebirge

[Schna] I. Siedlungsperiode

- 531   

[WoLö] 1. Siedlungsperiode auf dem Eichsfeld. Siedlungen mit guten Talböden, mit guter Weide und Wasser. Gekennzeichnet durch Endungen -eti, -iti, -ingen, -a (ha,-wasser).

313   

Toleranzedikt Kaiser Konstantins zum Schutz des Christentums

375   

   

   

Beginn der Völkerwanderung, Errichtung eines Germanischen Staates

[Schna] Gliederung in Edelinge, Frilinge, Laten. Oberstes Stammesorgan ist die Stammesversammlung: Allthing (Marclo-Marklohe)

Die Küsten Westeuropas werden von Seeräubern beunruhigt

486   

Entstehung des Frankenreiches unter Chlodwig

531   

Franken und Sachsen besiegen Thüringer in der Schlacht an der Unstrut

531-850   

  2. Siedlungsperiode, in bevorzugten Tallagen, Endsilben sind -hausen, -bek, -bach, -born, -beche, -springk

590-604   

  Papst Gregor I. (der Große)

-600   

   standen die Sachsen mit den Franken in Grenzkämpfen u.a. an Eder und Fulda sowie in Thüringen. Die äußere Abgrenzung des sächs. Raumes kommt erst um 700 zum Abschluß.

-700   

   [WoLö] Von der Leine führt ein Gau seinen Namen. Zu den ältesten Dörfern können jene an Leine und Rhume gerechnet werden

715-731   

  Papst Gregor II.

719   

   

[Fla] ernennt Papst Gregor II. Wynfrith zum Heidenmissionar und gab ihm den Namen Bonifatius.

Es haften noch große Volksteile an dem althergebrachten Götterkulte bei Baum und Quelle, pflegen weiter heidnischen Brauch wie Vogelschau und Zeichendeutung in den verschiedensten Formen.

723   

[Fla] an einem stürmischen Herbsttag fällt Bonifatius die Donareiche in Geismar.

745   

[Ho] auf der Feste Hoseoburg wird der sächsische Edeling Theoderich genannt

748-814   

  Karl der Große

754   

[Fla] Bonifatius in Friesland ermordet.

772-795   

  Papst Hadrian I.

772   

[Ho] Auf dem Reichstag zu Worms wird der Krieg gegen die Sachsen beschlossen, der 30 Jahre andauert. Zum Schutze des eroberten Landes werden Wehrburgen erbaut

774   

[Ho] Einfall Wittekinds in Fritzlar/Hessen.

775   

Karl d.Gr. dringt über die Weser bis zur Oker vor ins Land der Ostfalen. Deren Führer ist Hassio. Der Führer der Engern ist Bruno.

777   

Reichstag zu Paderborn. Viele Freie lassen sich taufen

778   

[Ho] Wittekinds Zug bis zur Eder

779   

[Ho] Karl der Große bringt wiederum Engern und Ostfalen zur Unterwerfung.


NACH OBEN

780    

[Ho] bei Nohrun/Oker werden die Sachsen zur Taufe gezwungen

780/782    

  [Fla] von Papst Hadrian I. wird Mainz zum Erzbistum erhoben

782    

[Ho] auf dem Reichstag zu Paderborn wird das "Capitulare de partibus Saxoniae" erlassen, von dem die Sachsen sagen, es sei mit Blut geschrieben, denn damit wird die Todesstrafe in Sachsen eingeführt. Statt der bisherigen selbstgewählten Gaugrafen werden teilweise vom König Gaugrafen eingesetzt. Alle Volksversammlungen werden verboten oder nur auf Befehl des Königs von dessen Sendboten abgehalten. An die Kirche muß der Zehnte von allen Früchten und Tieren gezahlt werden. Das Fränkische Heer- und Gerichtswesen wird eingeführt, das Land in Gaue und Grafschaften eingeteilt. Sächsische und Fränkische Edelinge werden als Grafen eingesetzt. Für die Kirche wird das Land in Bischöfliche Sprengel eingeteilt: Archidiaconate-Parochien.

783    

[Ho] die Sachsen mit Wittekind wenden sich gegen den Heerbann, der gegen die Sorben aufgestellt war und vernichten ihn an der Weser bei Hameln vollständig. Karl der Große übt Vergeltung und schlägt die Sachsen bei Verden. Hier sollen 4500 Sachsen hingerichtet sein (Sachsenmord). Darauf strömen Liten und Halbfreie, die sonst nicht zum Kriegsdienst verpflichtet, zu Wittekind. Die 1. Schlacht bei Detmold endet unentschieden. Doch dann erringt Karl der Große an der Haase den Sieg.

783    

[Ho] Zahlreiche Freie Sachsen werden nach Franken entführt

785    

[Ho] Taufe Wittekinds in Attingny

793    

[Ho] Erneuter Aufstand in Ostsachsen

795-816    

  Papst Leo III.

797

[Ho] es wird die Rechtsordnung wie in Franken gehandhabt, Einteilung in Gaue (bereits unter den Merowingern) wie es in Franken üblich war. Gaue: Lisgau, Leinegau, Ohmfeldgau...

  [Ma] Lisgau ist unstreitig ein sächsischer Gau, die Ämter Lindau und Gieboldehausen gehören hinein

  [Schna] Über den Gauen standen größere Gebietseinheiten, die in Quellen gewöhnlich als Proviniae bezeichnet werden. Besser ist die altsächsische Bezeichnung " hereskepi = Heerschaft". Die Namen dieser Heerschaften: Auf beiden Seiten der Weser - Engern (Angrivarier), In Enger/Herford ist Widukinds Grab. Westlich von Engern - Westfalen, östlich - Ostfalen (Ostarliudi) Osterleute.

800    

Kaiserkrönung Karl des Großen in Aachen

804    

Ende des Sächsischen Krieges ohne Friedensvertrag.

814    

Tod Karls des Großen in Aachen

814-840    

  Ludwig der Fromme

815    

Errichtung des Bistums Hildesheim

815-834   

 Gunthar, I. Bischof von Hildesheim

815    

Gründung des Klosters Corvey

827-844    

  Papst Gregor IV.

834    

Rembert, Bischof von Hildesheim

836    

[UBE 3] Königshof in Bernshausen, eine Frankensiedlung

840    

[Ho] von Lothar aufgereizt erheben sich die Sachsen gegen den König. Gründung des Bundes "Stellinga"

840-876    

  Ludwig der Deutsche

843    

[Ho] Reichstag zu Verdun. Aufteilung des Reiches. Ludwig erhält die Gebiete östlich des Rheins, losgelöst vom Frankenreich. Entstehung des deutschen Reiches. Entstehung des Herzogamtes und des Höheren Adelsstandes.

845-851    

  [Hi] Ebo, Bischof von Hildesheim

845    

Verlegung des Erzbistums Hamburg nach Bremen

850-1200    

   [WoLö] 3. Siedlungsperiode, zur weiteren Besiedlung waren Waldrodungen notwendig, daher Endungen wie -rode(n), -hagen.

851-874    

  [Hi] Altfried, Bischof von Hildesheim

852    

[Hi] Liudolf erhält die Sächsische Herzogswürde

852    

[EHst IX 76] Auf dem Hoftag in Minden werden Sachsen, Harzgau, Swebengau, Hessengau und Engern gesondert genannt, die eine Sonderstellung einnehmen

852    

Gründung des Damenstiftes Gandersheim Brunhausen

870    

Auf dem Reichstag zu Mersen wird der "Vertrag von Mersen" abgeschlossen.

874-880    

  [Hi] Markwardt, Bischof von Hildesheim

874    

[UBE 4] Auf der Reichsversammlung zu Ingelheim bestätigt Ludwig der Deutsche dem Kloster Fulda den Thüringer Zehnten

876    

die Söhne Ludwigs: Karlmann, Ludwig und Karl teilen das Reich. Ludwig erhält Sachsen und Thüringen. Nach dem Tode seiner Brüder erhält Karl, genannt der Dicke, das gesamte Reich, mit der Kaiserkrone das gesamte Reich Karls des Großen.

880    

[Ho] wird der Sächsische Heerbann unter Bruno von den Normannen besiegt. Bruno, sein Bruder Dankwardt (Söhne Liudolfs) und der Bischof von Hildesheim finden in der Schlacht den Tod.

880-903    

  [Hi] Wigbert, Bischof von Hildesheim

880-912    

  [Ho] Otto der Erlauchte, Herzog von Sachsen gilt als der Begründer des Sächsischen Herzogtums.

887    

[Schna] auf dem Reichstag zu Tribur erklären Thüringer und Sachsen Karl des Thrones für unwürdig und erwählen Arnulf, seinen Neffen, zum König.

889    

[WoLö] Gaugraf im Lisgo ist Adalger

891    

[WoLö] Sieg Arnulfs über die Normannen bei Löwen

897    

[UBE 5] Kaiser Arnulf bestätigt einen Gütertausch des Klosters Fulda - pago Eichesfelden.

898-911    

  [Ho] Ludwig das Kind wird mit 7 Jahren zum Könige gewählt


NACH OBEN

900    

[UBE 6] In einem Verzeichnis des Klosters Fulda werden der Gau Ohmfeld und Barkefeld genannt.

900-911    

  [Ho] Nach dem Tode Arnulfs wird Ludwig das Kind mit 7 Jahren zum Könige gewählt. Einfälle der Ungarn in Thüringen und Sachsen

903-919    

  [Hi] Walbert, Bischof von Hildesheim

911-918    

  [Ho] Konrad I.

Als mit Ludwig dem Kind die deutsche Linie der Karolinger erlosch, galt Otto als der mächtigste Fürst im Ostfrankenreiche. Aber nicht ihm, sondern dem Frankenherzog Konrad fiel die Königskrone des Deutschen Reiches zu, das von den Stämmen Franken, Schwaben, Bayern und Sachsen gebildet wurde. Konrad hat sich bei ihnen nicht durchsetzen können, am wenigsten in Sachsen.

912    

[Ho] Nach dem Tode des Markgrafen Burchard von Thüringen dehnte Otto seine Macht auch über Thüringen aus

Nach dem Tode Ottos ging das Herzogtum Sachsen auf seinen Sohn Heinrich über

912    

[Ho] mit Ottos Sohn und Erben, Herzog Heinrich, hatte Konrad heftige Kämpfe zu bestehen. Konrad übergibt die thüringischen Güter den Söhnen Burchards. In dem beginnenden Kriege siegt Heinrich bei Eresburg/Diemel und Grona bei Göttingen

918    

[Ho] auf seinem Todesbette beauftragt Konrad seinen Bruder Eberhard, die deutschen Fürsten zur Wahl Heinrichs von Sachsen zu stimmen.

919-928    

  [Hi] Sehard, Bischof von Hildesheim

919-936    

  [Ho] Heinrich I. (der Vogler)

wird zu Fritzlar von den deutschen Fürsten zum Könige gewählt.
Seine 1. Frau, Hatheburg nimmt den Schleier. Das eingebrachte Gut behält Heinrich. Seine 2. Frau, Mathilde, Tochter des Grafen Thiaderich aus dem Geschlecht Widukinds. Während des 9 Jahre andauernden Waffenstillstandes mit den Ungarn baut er Pfalzen, Burgen, Schlösser zum Schutz des Landes. Damit legt er den Keim zur städtischen Lebensweise. Ein Drittel der Ernte wurde auf den Burgen aufbewahrt. Dieselben mußten immer besetzt sein. Anstelle des Volksheeres errichtete er das Ritterheer, um den Ungarn begegnen zu können.

13.05.927    

  [UBE 7] Urkunde Pölde

König Heinrich I. schenkt seiner Gemahlin Mathilde sein Eigengut zu Quedlinburg, Pöhlde, Nordhausen und Duderstadt, sowie den Zins in Woffleben und Gudersleben im Zorgegau.

928    

[WoLö] legt Heinrich I. den Grund zur Entwicklung von Duderstadt. Herzöge waren die Liudolfinger. Nach seinem Tode wird seine Gemahlin Mathilde Herrin der Mark Duderstadt.

928-954    

  [Hi] Dithard, Bischof von Hildesheim

16.09.929

  [UBE 8] Urkunde Duderstadt

Im Namen der heiligen und untrennbaren Dreieinigkeit. Heinrich, durch die Gunst der göttlichen Barmherzigkeit König: Wissen sollen es alle unsere Getreuen, die jetzt lebenden und die späteren, in welcher Weise wir, durch die Fügung der Göttlichen Barmherzigkeit zur Königswürde erhoben, uns bemühen, alle rings umher wohnenden Getreuen in billiger und gerechter Verwaltung zu leiten und alles im Hinblick auf Gott zu regieren. Es gefiel uns auch, unser Hauswesen unter Beihilfe Gottes ordnungsmäßig zu bestellen. Unter gesetzmäßiger Maßhaltung, unter dem Beistand unserer Getreuen, unter Einwilligung und mit dem Gelöbnis unseres Sohnes Otto, und auf Bitten der Bischöfe, Fürsten und Grafen übergeben und schenken wir deshalb unserer geliebtesten Gattin Mathilde kraft unserer obrigkeitlichen Gewalt alles, was wir an eigenem Erbgut zur Zeit besitzen an den hierunter aufgeführten Orten, und zwar: Quedlinburg, Pöhlde, Nordhausen, Grona und Duderstadt. Wir haben sie mit ihrem Gemeindebezirk und allem zu den vorgenannten Orten gehörigem Gebiet zu eigenem Rechtsbesitz übergeben mit den Hörigen und Dienstmannen, den Leibeigenen beiderlei Geschlechts, mit den Gebäuden, bebauten und unbebauten Feldmarken, mit Land, Wiesen, Weiden, Wäldern, Gewässern oder den Wasserläufen, mit Mühlen, Wegen und unerschlossenem Gelände, mit den Ausgaben und Einkünften, den erworbenen und noch zu erwerbenden. Und wenn sie uns überleben sollte und in der Ehrbarkeit des heiligen Wittums verharrt, übertragen wir ihr die vorgenannten Gebiete durch diese Übergabe, damit alle es wissen, in der Art und Weise, daß sie den freien und sorgenlosen Besitz mit dem ganzen in diesen Gebieten einkommenden Ertrage zeitlebens glücklich genießen soll. Ebenso erklären wir auch zu ihrem dauernden Besitz das Ingesinde mitsamt dem ganzen Hausrat und den vorhandenen Pferdezuchtanstalten. Und damit unsere Schenkung von Dauer und Bestand sei, haben wir sie hierunter mit eigener Namensunterschrift bestätigt und mit unserem Insiegel versehen lassen.

(Siegel) des Herrn Heinrich, des erlauchtesten Königs.

Ich, der Notar Simon, an Stelle des Erzkaplans Hiltibert, habe das Schreiben geprüft.

Gegeben am 16. September im Jahre des Herrn, von seiner Menschwerdung an 929, 2. Indiktion, im zehnten Regierungsjahre unseres glorreichen Königs Heinrich.

Verhandelt am Orte, der Quedlinburg heißt, im Namen Gottes. Amen.

932-1001   

[Hi] Rhoswita von Gandersheim

933

[Ho] Heinrich I. Sieger über die Ungarn in der Schlacht an der Unstrut.

933

[Za] In der Merseburger Schlacht wird der Ritter Wedekind von Rosdorf von einem vornehmen Knecht, Kuno von Rhuma, begleitet. Als nach der Schlacht König Heinrich I. in Göttingen weilt, wird Cuno von Ruma mit anderen Knechten in den Adelsstand erhoben. Er erhielt als Wappen einen gesenkten Schiffsanker in grünem Felde und sieben aufgerichtete Helmzeichen. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er von Wedekind von Rosdorf einen großen Hof neben seinem Burgsitz in Hardegsen geschenkt.

933

[Koch] gründete Mechthildis, Kaiserin, eine geborene Gräfin von Ringelheim, das Kloster Pöhlde. Sie ernannte den Ritter Burchardt Riem zum ersten Marschall und Graf Günzel von Lauterberg zum Vogt. Bis 1558 blieb das Marschallamt beim Geschlecht der Rieme.(Minnigerode).

935

Schlaganfall in Bothfeld am Harz

02.07.936

  Tod Heinrich I. in der Pfalz Memleben/Unstrut Kinder aus 1.Ehe: Otto, Heinrich, Liudolf, Liutgart, aus 2.Ehe: Thankmar

936-973

  [WoLö] Otto I., der Große

950

[Max] bei Falcke: trad corb pag 747: das die Königin Mathilde ein Kloster in Engern (Monasterium in Angari) gegründet, erhellt aus unserem handschriftlichen Corveyschen Chronicon. Adelgerus ist zum 1. Propst aus dem Corveyschen Chor angenommen. Wie Corvey ist Pöhlde mit Benediktinern besetzt. Das Kloster ist zu Ehren der Heiligen Johannes der Täufer und Servatius geweiht.

951

[Ho] heiratet Otto I. Adelheid, die Wwe. des Kaisers Lothar des Jüngeren.

952

[Kü] Abbederode, etwa 2.5 km n.w. Zwinge

952

[Kü] Abbaterot UBE

952

[UBE 9] König Otto I. stiftet Kloster Pöhlde und bestätigt den Besitzstand u.a. in Eichsfeldischen Orten: Abbaterodt, Watterodt

952

[Wi] Schenkungen an Kloster Pöhlde: Abterode, Wadderode

952

[Max] Schenkungen an Kloster Pöhlde: Watterod

952

[UBE 10] in der Urkunde Otto I. wird Desingerode genannt

952

[Za] Otto I. schenkt dem Kloster Pöhlde die St. Albanikirche in Göttingen, damit der Prälat allzeit das Jus Patronatus von derselben exerzieren sollte.

16.04.952

  [UBE 9] König Otto I. schenkt dem von ihm gestifteten Kloster Pöhlde den dritten Teil des königlichen Hofes daselbst, bestätigt den Besitzstand und die Einkünfte des Klosters und verleiht ihm die Immunität. Darunter Güter in Abbaterot und Wadderod.

16.04.952

  [STAH] Kloster Pöhlde

In nomine sancte et individue Trinitatis. Otto divina favente clementia imperator Augustus. Omnium fidelium tam praesentium quam futurorum pie devotioni pateat, quomodo nos ob amorem regni eterni nostrique imperii stabilitate nec non sanitate nostra ac dilecte coniugis nostre ac dilectissime sobolis atque pro remedio animarum parentum nostrorum in quodam loco nostro Palithi nominato Abbatiam Monalchorum in honore sancti Johannis Baptiste sanctique confessoris Servatii constructam consensu ac voluntate venerabilis Hattonis, Maguntinensis Ecclesie videlicet Archiepiscopi, fieri concessimus ac nostra regia vel imperiali munificencia stabiliri decrevimus. Ad huius ergo abbatie praefate augmentum ac perpetue soliditatis firmitatem tertiam partem curie nostre Palithi cum omnibus ad hanc rite pertinentibus eidem Ecclesie imperpetuum perdurandum donamus, hoc est areis, terris, cultis et incultis, viis et inviis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, agris, campis, pratis, pascuis silvis piscationibus, venationibus, molendinis, mobilibus, et in mancipiis utriusque sexus cuntisque aliis rebus que ad hec aliquanus dici vel accomodari possunt, at eandem abbatiam et at sustentationem. Monachorum in ea deo famulantium nostra regia vel imperiali maiestate integre ac perpetualiter tradimus. Ad hec vero supradicta eandem supradictam Ecclesiam per diversa loca augmentare et honorifice ditare devotissimi curavimus atque ab omni vexatione seu oppressione liberam permanere decrevimus unde etiam Ecclesias et nonas ad eandem praedictam c curiam rite pertinentes cum praediis atque novalibus eidem Ecclesie assignavimus. Placuit vero nichilominus scripto nostro confirmare praedia vel reditus praedicte Ecclesie sive per nos seu per alios quosque fideles collatos, in his sicilicet locis: Schartfelde, Aluingen, Punrodt, Runigerodt, Monickerodt, Abbaterot, Rudolferodt, Tuferodt, Ammeckerodt, Watterodt, Albingen, cum omnibus ad hec rite pertinentibus silvis pascuis agris piscationibus sive aliis quibusque commoditatibus, tertiam partem ville Palithi, tertiam partem ville Berckevelt, tertiam partem ville Hattorpp, tertiam partem Bilßhußen, in Herste Ecclesiam et septem mansus, in Lengede sex mansus, in Popfum sex mansus, in Grone Capellam regalem et quinque mansus, in Gottingen Ecclesiam et Theolonium et unum mansum, in Seborch unum mansum; In Westfalia: in Brakele et in Thunede decem mansus, in Drutmunde duas curias, in Culisin unum mansum et quatuor vineas ad sacrificium altaris; In Frisia: in Wiefort, in Unewerde, in Colmerhorn viginti quatuor talenta, in Frankenhusen unum mansum et duas patellas; Hec omnia vel per nos vel per alios quosque fideles Palidensi Ecclesie tradita ad stipendium fratrum regia vel imperiali munificentia corroboramus. Decimas sane per Parochiam Palidensis Ecclesie et per quedam novalia eiusdem Ecclesie a monachis novellata a venerabili Hattone Maguntinensis Archiepiscopo nostra admonitione et utili Maguntinensis Ecclesie recompensatione eidem praenominate Ecclesie irretractabiliter consessa nichilominus sanccimus. Statuimus autem ut nullus Comes nullus Miles nullus iudex, nullus prorsus persona in praefata Ecclesia sive in eius bonis exinde habeat potestatem exercendi quod velit vel eiusbona quoquo modo iniuste invadere ninuere vel alienare, sed omnia integra consistant et ad eorum usus quorum sustentationi tradita sunt, perpetualiter permaneant. Quod si quis arte aliqua sive dolo seu violentia queque bona praenominate Ecclesie minuere praesumpserit, anathemasit et a regno Dei et consortio sancte Ecclesie nunc et semper segregatus et sitportio eius cum Sathana et Angelis eiusque in eternumfiat, fiat. Ut autem hec nostre auctoritatis traditio a cunctis fidelibus omni tempore stabilis firma et inconvulsa permaneat, hoc praeceptum inde conscriptum sigilli nostri impressione signari iussimus manuque propriaut infra videtur corroboravimus.

Signum Domni Ottonis invictissimi imperatoris augusti.

Data XVI. kals. Maii Anno dominice incarnationis DCCCCLII, anno regni Ottonis magni XVIIII

Actum Palithi; feliciter. Amen. (m.)

953   

[Kü] Abderodt UBE

14.04.953   

  [UBE 11] Erzbischof Hatto von Mainz bestätigt auf Ansuchen des Kaisers Otto die Gründung der Abtei Pöhlde und übergibt ihr den Zehnten daselbst und die Novalien zu Monneckerodt, Abderodt, Tuserodt, Ammekerodt und Rudolferodt. Datum XVIII kalendas Maii anno Dominice incarnationis DCCCCLIII. Actum Palithi. (Ammecherodt.)

04.953   

   [UBE 12] König Otto I. schenkt dem Moritzkloster zu Magdeburg den von seinen Vasallen Billing erhaltenen Besitz, u.a. Desingerode.

954-984   

  [Hi] Othwin, Bischof von Hildesheim

955   

[Hi] Otto I. besiegt die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfelde

961-973   

  [Ho] Hermann Billing I. Übergang der Sächsischen Herzogswürde von den Liudolfingern.

962   

[Schna] wird Otto I. in Rom zum Kaiser gekrönt. Beginn des Heiligen, Römischen Reiches Deutscher Nation, gleichberechtigt neben dem Oströmischen Reich in Byzanz.

965   

   

[WoLö] ist Burkhard Gaugraf des Lisgaues, als Otto I. dem Kloster Magdeburg die Münze und den Zoll in Getlide (Gittelde) schenkte

  Grafengeschlechter: Die Brunonen saßen um Braunschweig bis zum Harze und in Thüringen. Die Grafen von Northeim und Katlenburg: deren gemeinsamer Stammvater Graf Siegfried I. im Grubenhagenschen und im Göttingschen. Süpplingenburger am südlichen und östlichen Abhang des Harzes. Alle diese Grafengeschlechter vielfach nahe miteinander verwandt.

968   

Gründung des Bistums Magdeburg. Nach dem Tod seiner Mutter Mathilde wird das Kloster Pöhlde von Otto I. an Magdeburg gegeben.

969   

[Max] beim Tode von Graf Werner dem Älteren von Lutterberg erhält bei der Teilung Werner der Jüngere u.a. den Rothenberg und die Advocatie über das Kloster Pöhlde

972   

[Hi] Heirat Otto II. mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu

27.03.973   

  [Ho] Tod Hermann Billing zu Quedlinburg

973-983   

  Otto II.

973-1011   

   [Ho] Bernhard I., Sohn Hermann Billings, vermählt mit Hildegard, Tochter Heinrich des Starken

974   

[UBE 15] Otto II. schenkt dem Servatiuskloster Quedlinburg Güter in Duderstadt in der Grafschaft Bernhard

974   

[UBE 14] Otto II. schenkt seiner Gemahlin Theophanu Güter in der Germarmark (Eichsfeld)

975-1011   

   [Hi] Willigis, Erzbischof von Mainz

981   

[Max S.165] übergibt Otto II. die Abtei Palithi mit allen Nutzungen dem Hl. Mauritius und den Erzbischöfen der Magdeburgischen Kirche. Daher die Magdeburger Kirche in einer Urkunde des 13. Jh. die Mutter des Pöhldischen Klosters genannt wird und im 15. Jh. noch der Propst des Marienklosters zu Magdeburg eine gewisse richterliche Autorität in Pöhlder Klostersachen ausübte.

983-1002   

   Otto III.

17.06.983   

  [Do] Otto schenkt der vom Erzbischof Gisalhar geleiteten Abtei des Hl. Servatius in Pöhlde sein Gut in Bonnrode. (Diese Urkunde diente der gefälschten Gründungsurkunde des Klosters zur Vorlage.)

985-989   

  [Hi] Osdag, Bischof von Hildesheim

989   

[Za] schenkt Otto III. dem Kloster Pöhlde einige Intraden, um damit seine Zuneigung zu beweisen.

990   

[WoLö] Gaugraf des Lisgaus ist Siegbert

990-992   

  [Hi] Gerdag, Bischof von Hildesheim

993-1022   

   [Hi] Bernward, Bischof von Hildesheim.

15.01.993   

  [Hi] wird Bernward von Hildesheim in Heiligenstadt von Erzbischof Willigis von Mainz die Bischofsweihe erteilt.

994   

[UBE 20] Otto III. schenkt seiner Schwester Sophia Besitz in der Germarmark.

997   

[UBE 21] bestätigt Otto III. dem Kloster Hilwartshausen Güter in Bernshausen und Germershausen.

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