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1000 n.Chr.  -  1200 n.Chr.

 

1001   

  [Gud] Synode zu Pöhlde. Durch den Päpstlichen Legaten wird verlangt, Erzbischof Willigis seines Amtes als Primas und Kanzler des Deutschen Reiches zu entheben.

30.04.1002   

[Gud] Königsmord in Pöhlde. Die Bewerber um die Königskrone, Heinrich II. Herzog von Bayern, Markgraf Eckbert von Meißen, Herzog Hermann von Schwaben. Eckbert, der Schwager von Hermann Billing. Auf dem Fürstentage zu Frobe fielen viele Stimmen auf Eckbert. Durch sein hoffartiges Wesen verletzte er die Sachsenfürsten, sodaß auf Betreiben Bernhards auf dem neuen Fürstentage zu Werla Heinrich von Bayern zum Könige gewählt wurde. Eckbert von Meißen war mit dieser Wahl nicht einverstanden. Er reiste nach Duisburg, um sich hier von seiner Anhängerschaft krönen zu lassen. Als er vom Bischof Rotharia in Paderborn erfuhr, daß der Tag in Duisburg nicht stattfände, kehrte er um. In Pöhlde kehrte er zur Nacht ein. Sein Feind, Graf Siegfried von Northeim erfuhr davon, drang nachts mit seinen Leuten in das Schlafgemach ein, und Siegfried selbst erstach ihn mit seinem Jagdspieß. (Abt. Alfker las eine Seelenmesse. Za). Von den Grafen Siegfried von Northeim und Benno von Katlenburg in Pöhlde ermordet. (nach anderer Quelle)

1002   

  Tod Otto III. auf der Burg Sorento

1002-1024   

  [Ho] Heinrich II.

1002   

  [Gud] Heinrich II. zu Weihnachten in Pöhlde

1003   

  [Gud] Heinrich II. in Pöhlde

1003   

  [UBE 22] Heinrich II. stellt in Gieboldehausen Urkunde aus.

1005   

  [Gud] Heinrich II. in Pöhlde

1006   

  [Gud] Synode zu Pöhlde, um den alten Streit zwischen Willigis von Mainz und Bernward von Hildesheim über das Stift Gandersheim beizulegen.

1007   

  [Za] zu Weihnachten dichtet Pater Laurentius in Pöhlde das Weihnachtslied: "Es ist ein Ros' entsprungen", als Kaiser Heinrich gerade in Pöhlde weilte. 1621 von Michael Praetorius vertont.

1009   

  [Hi] Brand des Willigisdoms zu Mainz

1009-1036   

  [Hi] Meinwerk, Bischof von Paderborn

1010   

  [Hi] Grundsteinlegung der Michaeliskirche zu Hildesheim und Schaffung der Goldenen Madonna zu Hildesheim

1010   

  [UBE 23] Heinrich II. schenkt Desingerode an Magdeburg

1011-1059   

  [Ho] Bernhard II. (Billing)

1011   

  [Gud] Heinrich II. in Pöhlde

1012   

  [Hi] Heinrich II. in Pöhlde

1012-1024   

  Papst Benedikt VIII.

1013   

  [UBE 24] Heinrich II. schenkt der Kirche zu Paderborn den Hof in Bernshausen.

1013   

  [UBE 25] Heinrich II. nimmt die Besitzungen des Michaeliklosters, darunter Renshausen in seinen Schutz.

1013-1022   

  [WoLö] Gaugraf des Lisgaus ist Udo, den Scheidt für einen Grafen von Katlenburg hält.

1014   

  [Hi] Heinrich II. in Pöhlde

1015   

  [Hi] Schaffung der Broncetüren am Hildesheimer Dom

1016   

  [Gud] Heinrich II. in Pöhlde

1016   

  [UBE 26] Heinrich II. schenkt den Hof zu Bernshausen der Kirche

1017   

  [Gud] der große Brand der Pfalz, die bis auf Reste zerstört wird

1020   

  [Hi] Kaiserkrönung Heinrich II.

1020   

  [Hi] Christussäule von Bernward in Hildesheim geschaffen.

1022   

  [UBE 27] Bernward von Hildesheim bestätigt die Güter in Renshausen und Germershausen dem Michaelikloster

1022   

  [UBE 28] Heinrich II. nimmt die Güter des Michaeliklosters in seinen Schutz.

1022-1038   

  [Hi] Godehard, Bischof von Hildesheim

1024   

  [Hi] Tod Heinrich II. auf der Burg Grona/Göttingen

1024   

  [Gud] Kloster Pöhlde wird mit Prämonstratensern besetzt.

1024   

  [Gud] der große Brand der Pfalz zu Pöhlde, die bis auf Reste zerstört wird.

1024   

  Graf Uto erhält als Lehen die Grafschaft im Lisgau, die ihm, seiner Ehefrau Beatrix und seinen Erben beständig verbleiben soll.

1024-1032   

  Papst Johannes XIX.

1024-1039   

  [UBEIN] Kaiser Konrad II.(Salier)

1029   

  [Gud] wird Graf Werner von Lutterberg als Vogt im Kloster Pöhlde genannt.

1029   

  [Za] verlebt Kaiser Konrad das Weihnachtsfest in Pöhlde

1029   

  [Gud] soll Graf Werner von Lutterberg das Jagdschloß Herzberg erbaut haben.

1032-1045   

  Papst Benedikt IX.

1033   

  [Hi] Tod der Kaiserin Kunigunde im Reichsstift Oberkaufungen

1036-1044   

  [Hi] Dithmar, Bischof von Hildesheim

1044-1054   

  [Hi] Azelin, Bischof von Hildesheim

1046   

  [Hi] Synode in Sutri und Rom

1046-1047   

  Papst Clemens II.

Mich.1048   

  [Za] Gottesurteil von Pöhlde. In der Begleitung Heinrich III. befindet sich auch Thietmar, der Bruder des Herzogs Bernhard von Sachsen, der von seinem Dienstmann Arnold des Verrats gegen den Kaiser beschuldigt wird.

1048   

  [ATe] Gedicht über den Königsmord (Ggö)

Freie Männer vom Rhumesprung sind anwesend, Gerichtsherr ist der Graf des Lisgaues.

1048   

  [Za] Heinrich III. erhält im Kloster Pöhlde die Nachricht von der Vergiftung Papst Clemens II., der von ihm eingesetzt war. Er setzt den in seiner Begleitung befindlichen Damasius II. zum Papst ein.

1049-1054   

  Papst Leo IX.

1050   

  [Hi] Bau der Stiftskirche zu Goslar

1052   

  [Za] berief Heinrich III. die deutschen Fürsten nach Pöhlde, um die Wahl seines Sohnes Heinrich durchzusetzen.

1054   

  [Hi] Abspaltung der Ostkirche

1054-1079   

  [Hi] Hezilo, Bischof von Hildesheim

1055   

  [Kü] Wadderuoth UBE

1055   

  [Kü] Wandunruoth UBE

1055   

  [UBE 30] Nörthen

Im Namen der heiligen und unzerteilten Dreifaltigkeit. Den gegenwärtigen und zukünftigen Christen will ich hiermit zu wissen tun, daß ich, Lupold, von Gottes Gnaden Erzbischof von Mainz, nach dem Rate meiner Klerisei und mit Zustimmung der Vasallen und Dienstmannschaft derselben Kirche, ein Münster (Coenobium = ein Ort, wo man ein gemeinschaftliches Leben führt, ein Kloster), in Nörten, zur Ehre der Mutter Gottes und Jungfrau Maria, und zur Ehre des Heiligen Petrus, des Fürsten der Apostel, zu bauen angefangen und 12 Chorgeistliche, damit sie Gott dienen sollen, mit Zuwendung meiner unten angeführten Tafelgüter (zum Bischöflichen Stuhle gehörig) angestellt habe. Erstens habe ich den Brüdern die Plätze von dem Bache Biver (Bever) an, welche durch das Dorf fließt, gegen Süden bis an die alte Brücke, und abwärts an der Leine hin, den einzigen Bischofshof, der dazwischen liegt, ausgenommen, um ihre Gebäude nah an den Münster setzen zu können, frei von aller Weltlichen Gerichtsbarkeit, gegeben. Die Mühlen an demselben Bache (Papenmühle) mit 2 Rädern inwendig und 2 Rädern auswendig, die Fischerei in der Leine, von dem untersten Ende des Dorfes an, wo der Wall anfängt, hinaufwärts bis dahin, wo die Rode in die Leine fällt, habe ich als Eigentum den Brüdern zu ihrem Gebrauch gegeben. Um auch die Einkünfte der Brüder mit dem Ertrage des Jahrmarkts zu vermehren, so habe ich in dieser Absicht die Marktgefälle, welche jährlich an meine Tafelgüter kamen, so mit ihnen geteilt, daß zuerst das Bischofsmaß, womit Salz, Geld, Eisen, Fässer und andere in der Haushaltung brauchbare Dinge eingenommen werden, vorausgehen. Dann das Maß der Brüder in gleicher Größe für Salz, Geld, Eisen, Fässer usw. folgen solle. Den Zehnten aber vor dem Dorfe Nörten selbst, ausgenommen den Zehnten von dem Bischöflichen Vorwerke, welcher dem St. Victorstift zugehört, habe ich dem Stifte Nörten überhaupt geschenkt, nebst anderen Zehnten, die ich nach ihrer Beschaffenheit hier habe abschreiben lassen. Überdies haben dieselben Brüder alles von der Landstraße ostwärts am Meinsberge (Papenberg) hin bis an die Quelle im Immigetal, die zuweilen austrocknet, .......angebaut werden kann (?) zu ihrem Gebrauch erhalten, wie auch acht halbe Hufe und 1 Vorwerk, welches 1 ganze Hufe ausmacht. Den Zehnten von dem Dorfe Osterschneen (Groß-Schneen), von dem Dorfe Sulingen (Seulingen), den Zehnten von Rothershusen (Reddersen, zwischen Bovenden und Parensen), den Zehnten von Ascha (Asche), von Abtigeroth (Kloster bei Sebexen), von den beiden Hiddehusen (Hettensen), von Muningerinhusen (Mörlinghausen bei Großenrode), von Aspe (Feldmark Gillenheims), von Hossesroth (Holzerode), von Hildolveshusen (bei Dassel), von Dudingeroth (Duderode), einen Teil von Hildeshum (Hillerse), einen Teil Nigenstede (Nienstedt), von Waddanroth (Pöhlde), von Klein-Rotwigeshusen (Rüdershausen), von Oishusen (St. Margarethe), von Hatheberingeroth (im Langfast Herbrechterode-Barlin), von Schuirigeshusen (Schwiegershausen), in Bischoppeshusen (Bishausen) drei halbe Hufen, in Muningerinhusen (Mörlinghausen) vier halbe Hufen und ein Vorwerk, in Volpontigeroth zwei ganze und eine halbe, in Medehem (Medenheim) eine halbe, in Berchinevelt (Birkefeld, Eichsfeld) sechs ganze, in Dalewinthun (Talwenden, Eichsfeld) zehn halbe slawische, in Hattenroth (Hottenrode) sechs halbe, in Selmanroth (Schelmenrode beim Hanstein) ein Vorwerk, in Roriberch (Rohrberg, Eichsfeld) vier halbe und eine Mühle mit der Bedingung, daß der Propst um Michaelis dem Müller ein Schwein zuschicke, welches dieser bis Weihnachten mästen soll, und einen bei erwähnten Gütern liegenden Buchenwald. Auch habe ich ihnen an zwei Orten, Thepolteshusen (Depoldshausen) und Haßenroth (Holzerode) mit Holz bewachsene Felder gegeben, nebst Wiesen, Waldung, Wegen, Aus- und Eingang und Hüteweide für Schweine.

Und damit ich meine Andacht gegen denselben Ort, welchen ich aus Vertrauen auf die Fürbitte des Fürsten der Apostel zu einer Stiftskirche erhoben habe, tätig bezeige, so habe ich zwei Mutterkirchen, eine ebendaselbst, die andere zu Geismar (bei Göttingen) mit ihren Zubehörungen den gedachten Aposteln als Schutzpatron übergeben, so zwar, daß der zeitige Propst diese zu besetzen, dem Chorbischofe aber seine Gebühren von dem Kirchenzehnten entrichten solle. Die im Felde stehende Kapelle Steine, welche der Stiftskirche zu Heiligenstadt bisher zugehörte, wofür diese Elwingen (bei Gieboldehausen) mit beigefügtem Bann bekommen hat, habe ich mit dem sämtlichen Opfer nach Nörten gegeben. Diese übergebenen Güter sind auf meinen Befehl in mein Messbuch eingeschrieben worden. Dasselbe Buch, zwei Messgewande von verschiedenen Farben, einen purpurnen Teppich und noch einen anderen mit eingewirkten Figuren von Tieren, den Altar damit zu bedecken, welchen ich errichten lassen und selbst geweiht habe, habe ich zur Bestätigung meiner Stiftung geschenkt.

In Kraft meiner Gewalt, die ich ohne allen Verdienst, bloß der Gnade und Barmherzigkeit Gottes verdanke, habe ich gegen jeden Frevler, der sich erfrechen möchte, dieses zu übertreten, den Kirchenbann erlassen.

Gegeben nach der Geburt unseres Herrn im Jahre 1055, in der 8ten Indiktion.

1056-1071   

  [UBE 35] das Zinsregister des Abtes Saracho von Corvey über Güter in der Germarmark

.05.1058   

[Max] Papst Gregor VI. weilt anläßlich der Weihe von Bischof Gundokar von Eichstätt im Kloster Pöhlde.

1059   

  [UBE 31] König Heinrich IV. übergibt Erzbischof Lupold von Mainz zur Beendigung des Zehntstreites in Thüringen Güter, darunter Bernshausen.

1059-1071   

  [Ho] Ordulf(Otto) Billing folgt nach dem Tod seines Vaters Bernhard II.

1070-1080   

  [Schna] der sogenannte Sachsenkrieg. Das Bestreben Heinrichs IV. in Sachsen das Reichsgut wieder zusammenzubringen, stieß auf heftigen Widerstand der sächs. Großen,, aber auch der Bauern, die sich durch den Bau von Königsburgen rings um den Harz bedrückt und bedroht fühlten. Bei den Aufständen des Sachsenstammes gegen die Königsgewalt der Salier sind es jedoch nicht die Billinger, die die Führung hattnen, sondern andere wie der Graf Otto von Northeim.

1071-1106   

  [UBE 34] Magnus Billing, Herzog von Sachsen, dessen Tochter vermählt sich mit Heinrich dem Schwarzen.

1073-1085   

  Papst Gregor VII.

1076   

  [Hi] Investiturstreit Heinrich IV. mit Papst Gregor VII.

   

  [Schna] Mit den Wirren des Investiturstreites zwischen dem Königs- und Papsttum fiel dieser sogen. Sachsenkrieg zusammen.

1077   

  [Hi] Heinrich IV. in Canossa

1079-1114   

  [Hi] Udo, Bischof von Hildesheim

1080-1100   

  Papst Clemens III.(nicht gezählt)

1083   

  [UBE 36] Hegilhard, Vogt der Heiligenstädter Kirche

1085-1107   

  [UBEIN 2] nach dem Tode Graf Dietrich II. von Katlenburg folgt ihm als letzter Graf des Lisgaus Dietrich III.

1089   

  [UBE 37] wird Erzbischof Adalbert von Mainz genannt

1089-1109   

  [UBE 45] Ruthard, Erzbischof von Mainz

1090   

  [WoLö] Baubeginn des Klosters Gerode unter Graf Widelo(+1095). Er und sein Sohn schenkten eine Reihe von Stiftungen zum Bau des Klosters. Vollendet wurde der Bau 1114 unter Riggardis, der Frau des Markgrafen Rudolf von Stade, der Nordmark (1106-1114). Sie schenkte ihre Güter samt dem Kloster Gerode dem Mainzer Erzstift, wie dieses Adalbert I. in einer Urkunde besagt. Die Stammgüter Graf Widelos, genannt das Eigen. Sohn Rüdiger und 2 minderj. Söhne

1091   

  [Max] wird die Vogtei des Klosters Pöhlde mit der Burg Scharzfeld verbunden. Heinrich IV. gibt die Burg samt dem Kaiserlichen Offizium imperiale, dessen Einkünfte 1500 Pfund ausmachen, zu Lehen an Wittekind von Wolfenbüttel (Leibn. script II p 16)

1091   

  [Gud] Wird Schatzfeld an Wittekind von Wolfenbüttel verlehnt

1093   

  [UBE 39] Erzbischof Ruthart v. Mainz bestätigt die Gründung des Klosters Bursfelde

1095   

  [Hi] Aufruf des 1. Kreuzzuges

1096   

  [Max] In einem Pöhlder Memorienbuch werden Johann von Berckefeld und dessen Sohn Sighard aufgeführt


NACH OBEN

1105   

  [UBE 43] Erzbischof Ruthard bestätigt dem Kloster Katlenburg Güter, die vom Grafen Dietrich und seiner Gemahlin Adala geschenkt sind. Er verleiht dem Kloster den Zehnten.

1106   

  [Schna] starb mit Herzog Magnus der Billingsche Mannesstamm aus. Die Tochter Wulfhild war die Frau des Bayernherzogs Heinrich der Schwarze aus dem Welfengeschlecht.

1106-1137   

  [Schna] Lothar von Süpplingenburg wird Herzog in Sachsen. Seine Frau, Rikenza von Northeim bringt große Teile des Hausguts als Erbe der Brunonen und Katlenburger in die Ehe.

1112   

  [UBE 46] Adalbert I. Erzbischof von Mainz

1115   

  [Schna] nach der verlorenen Schlacht Kaiser Heinrich V. am Welfesholze ist Sachsen ein der Königsgewalt so gut wie entzogenes Aufruhrgebiet.

1115-1119   

  [Hi] Bruning, Bischof von Hildesheim

1118   

  [Gud] fällt Scharzfeld an das Reich zurück, Lothar gibt es dem Erzbischof von Magdeburg

1119-1130   

  [Hi] Berthold I. Bischof von Hildesheim

1122   

  [Hi] Wormser Konkordat, Ende des Investiturstreits

1124-1130   

  Papst Honorius II.

1125-1137   

  [Schna] Lothar von Süpplingenburg zum Deutschen Kaiser gewählt

1126   

  [Za] Papst Honorius II. beruft den Begründer des Prämonstratenser-Ordens, Norbert von Gennep, zum Erzbischof von Magdeburg.

1127   

  [Za] unter Herzog Heinrich dem Wunderlichen erfolgt eine Teilung des Herzogtums Braunschweig. Das Fürstentum Grubenhagen wird gegründet.

1130   

  [Gud] wird Sigbodo von Scharzfeld genannt

1130   

  [Max] auf dem Reichstage zu Goslar übergibt Lothar der Kirche zu Magdeburg die Abtei Alsleve an der Saale und erhält zum Nutzen des Reiches Schloß Scharzfeld zurück mit allem Zubehör.

1130-1143   

  Papst Innozens II.

1130-1153   

  [Hi] Bernhard I. Bischof von Hildesheim

1131   

  [Max] Erzbischof Norbert übergibt das Kloster Pöhlde seinem Orden, von da ab hieß der Vorsteher Propst, während vorher ein Abt an dessen Spitze gestanden hatte. Nach dem Propst war der Prior nächster Würdenträger.

1131-1138   

  [Za] Conrad I. Propst im Kloster Pöhlde.

1133   

  [UBE 62] Güterverzeichnis über die Güter, die Erzbischof Adalbert I. dem Martinsstift zu Mainz zugewandt hat.

1137-1139   

  [Ho] Heinrich der Stolze, Herzog von Sachsen, Sohn Heinrichs des Schwarzen

20.04.1138   

[Za] nach Norberts Tod ist Propst Konrad bemüht, das Ansehen des Klosters Pöhlde aufrecht zu erhalten und eine Bestätigung der Klosterstiftungen und aller damit zusammenhängenden Güter durch den Papst zu erhalten. Diese wird an diesem Tage durch Papst Innocenz II. ausgesprochen.

1141   

  [UBE 70] Markolf, Erzbischof von Mainz bestätigt das vom Grafen Siegfried von Boyneburg gestiftete Kloster Northeim

1142   

  [UBE 105] Heinrich I. Erzbischof von Mainz

1142-1195   

  [Ho] Heinrich der Löwe, Sachsenherzog, Sohn Heinrich des Stolzen

1143   

  [Gud] Hermann von Lutterberg als letzter derer von Lutterberg verstorben.

1143   

  [UBE 75] Durch ein Gottesgericht befreit Erzbischof Heinrich I. Kloster Gerode von den Bedrängnissen durch Bezelin von Bockelnhagen und dessen Söhnen.

1144   

  [UBE 87] Erzbischof Heinrich I. belehnt nach dem Tode des Grafen Siegfried von Boyneburg den Gemahl von dessen Wwe., den Grafen Heinrich von Plesse und seinen Bruder Hermann mit dem erledigten Lehen und erhält dafür von diesem die Abtei zu Northeim und Reinhausen.

1148   

  [UBE 96] in einer Urkunde Erzbischofs Heinrich I. als Zeuge Sigbodo von Scartvelde

1153-1161   

  [Hi] Bruno, Bischof von Hildesheim

1154   

  [UBE 106] Arnold, Erzbischof von Mainz

in der Urkunde als Zeuge Sigbodo de Schartefeld

1154-1159   

  Papst Hadrian IV.

1157   

  [Max] Kaiser Friedrich I. übergibt Heinrich dem Löwen Grafschaft und Wald des Harzes außer dem Wildbann, den er zu Lehen hat. Für andere Güter werden aus dem Reichsvermögen Schloß Herzberg und das Schloß Scharzfeld, auch der Hof Pöhlde mit allem Zubehör getauscht.

01.01.1157   

[UBBr]

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit. Friedrich, von Gottes Gnaden Römischer Kaiser und allzeit Mehrer des Reiches. Obwohl ein Tausch von Gegenständen bereits auf Grund körperlicher Übergabe rechtswirksam ist, so daß solche gesetzmäßig vorgenommenen Handlungen hinsichtlich ihrer Rechtsgültigkeit nicht in Frage gestellt werden können, so soll doch unsere Kaiserliche Beurkundung dazukommen, damit die Übergabe oder der Tausch nicht angezweifelt wird. Es sei also allen -sowohl gegenwärtigen wie zukünftigen- Getreuen Christi und unseres Reiches folgendes kundgetan: Unser viellieber Vetter Heinrich, Erlauchter Herzog von Bayern und Sachsen, hat von der schwäbischen Erbschaft seiner Gemahlin Clementia das Schloß Baden sowie 100 Ministerialen und 500 Hufen Landes uns zu Eigentum übergeben und zwar mit der Maßgabe, daß wir ihm dafür gewisse Reichslehen schenkweise übertragen, die wegen der Nachbarschaft für ihn besonders geeignet waren. Weil es nun aber der Kaiserlichen Majestät obliegt, den Staat immer zu mehren und niemals um einer Sache oder Person willen in etwas zu mindern, so haben wir nach dem Rate und Urteil der Fürsten, entsprechend dem Vorschlage des Markgrafen Albrecht, dem die übrigen Fürsten zustimmten, einige unserer Allodialgüter, die wir teils durch unsere väterliche Erbschaft, teils vom Grafen Rabod für nicht geringen Kaufpreis erworben haben, in das gesetzmäßige Eigentum des Reiches überführt, um dafür einige Reichslehen an unseren vorgenannten liebwerten Vetter ungehindert übertragen zu können. Hiernach haben wir diejenigen Güter, die wir dem Reichsvermögen hinzugefügt haben, nachstehend besonders aufgeführt: Das Schloß Liznich mit dem Lehen des Burggrafen Heinrich und mit allen dazu gehörigen Einkünften, das Schloß Coliditz samt unserem Ministerialen Temo und seinen Kindern und mit seinen insgesamt 20 Dörfern, ferner das Festungswerk Luzeche nebst Marktflecken und den dazu gehörenden übrigen Einkünften; den Hof Zolen mit dem Marktflecken und den übrigen dazu gehörigen Einkünften; die Bergfeste Genzege; das Schloß Morungen mit den dazu gehörigen Einkünften. Nachdem somit diese Güter dem Reich zugefügt sind, haben wir gemäß Rat und Urteil der Fürsten im Austausche dafür folgende Güter dem Reichsvermögen entnommen und unserem viellieben Vetter Heinrich, Herzog von Bayern und Sachsen zu dauerndem Eigentum übertragen: Das Schloß Herzberg und das Schloß Scharzfeld, auch den Hof Pöhlde mit allem Zubehör außer dem Wildbann, welchen er im Harzwald von uns zu Lehen hat. Auch haben wir Adelhard von Burgdorf, für welchen wir den obenerwähnten Temo von Codilitz dem Reich überwiesen haben, unserem vorgenannten Vetter mit seinen Kindern, seinem Allodialbesitz und seinem Lehnsgut, das er vom Reiche hat, übergeben. Damit aber dieser unser Übertragungsakt und Tausch für uns und das Reich und auch für unseren ofterwähnten Vetter von beständiger Dauer bleibt, haben wir darüber vorliegende Urkunde fertigen und mit unserem goldenen Siegel versehen lassen, unter Beifügung des Handzeichens unseres Siegels und unter Hinzuziehung geeigneter Zeugen, deren Namen sind: Wichmann, Erzbischof von Magdeburg, Hartwig, Erzbischof von Bremen, Bruno, Bischof von Hildesheim, Markgraf Albrecht; Friedrich, Herzog von Schwaben, Markgraf Dietrich; Friedrich, Pfalzgraf von Wittelsbach und dessen jüngerer Bruder Otto; Friedrich, Pfalzgraf von Sommerschenburg; Graf Heinrich von Wettin; Graf Otto von Ravensberg, Florenz, Graf von Holland; Graf Bertolf von Andechs; Graf Boppo von Blankenburg und seine Söhne Konrad und Siegfried; Ludolf von Dassel, des Kanzlers Bruder; Marquard von Grumbach, Luttard von Meinersheim; Heinrich von Wieda; Luppold von Herzberg.

 Siegel des Herrn Friedrich, unbesiegten Römischen Kaisers. Ich Reinald, Kanzler anstelle des Erzbischofs Arnold von Mainz, habe dies beglaubigt. Gegeben zu Goslar an den Kalanden des Januar, im 6. Jahr der Indiction, im Jahr der Menschwerdung des Herrn 1157, unter der Regierung des Herrn Friedrich, ruhmreichen Römischen Kaisers, im 6. Jahr seines Königtums und im 3. Jahr seines Kaisertums

1158   

  [UBEIN] Belehnung Heinrich des Löwen mit der Grafschaft im Lisgau

1159-1181   

  Papst Alexander III.

1161-1170   

  [Hi] Hermann, Bischof von Hildesheim

1162   

  [UBE 115] Heinrich der Löwe bestätigt dem Kloster Northeim Besitzungen ... que dicitur Ruma, et alliam aquam piscosam.

1162   

  [UBE 119] Graf Ernst von Tonna bekennt, daß er das Zistersienser Kloster Reifenstein, genannt Albolderode gegründet und ausgestattet hat.

1164   

  [UBEIN 12] Heinrich der Löwe hat aus altem Haß gegen die Grafen von Dassel Einbeck eingenommen

1170   

  [Schna] kommt es zwischen Friedrich I. und Heinrich dem Löwen zum Streit, der zum nachfolgenden Sturz Heinrich des Löwen führte.

1171-1190   

  [Hi] Adelog, Bischof von Hildesheim

1174/95   

  [Kü] Cleppincheroht vWi

1174   

  [vWi 100] im ältesten Güterverzeichnis des Domstiftes zu Goslar wird Cleppincherod (Clapperod) genannt, das anscheinend 1181 an Pöhlde verkauft wurde.

1180   

  [Schna] beim Prozeß gegen Heinrich den Löwen werden ihm in Abwesenheit alle Lehen, Würden und Besitzungen aberkannt.

13.04.1180   

[Schna] auf dem Reichstag in Gelnhausen wird das Herzogtum Braunschweig geteilt in Engern (Askanier) und Westfalen. Die Advokatie des Klosters Pöhlde wird von Friedrich I. den Grafen von Scharzfeld/Lauterberg als Lehen übergeben, unzweifelhaft an Sigbodo von Scharzfeld, da er sehr angesehen war.

1181   

  [Za] befindet sich Herzog Heinrich der Löwe in Pöhlde zu Tisch mit dem Propst. Als dieser den Gegner Barbarossas erkennt, zerschneidet er das Tischtuch und weigert sich, mit ihm zu Tische zu sitzen.

1181   

  [Schna] unterwirft sich Heinrich der Löwe in Stade Kaiser Friedrich I. Nach Aufhebung der Acht und Oberacht werden ihm die Eigengüter zurückgegeben.

1182   

  [Schna] Heinrich der Löwe geht nach England in die Verbannung.

1184   

  [Za] Kaiser Barbarossas Sohn, Heinrich IV. schenkt dem Kloster Pöhlde den sogenannten Schierenberg zur Beackerung, worauf der Erzbischof Konrad von Mainz den ihm gebührenden Zehnt dem Kloster übergab.

1184   

  [UBE 165] Äbtissin Agnes von Quedlinburg (1184-1203) kauft Besitzungen zurück. Duderstadt, Immingerode, Obernfeld, Minnigerode.

1186   

  [UBE 135] als Zeuge genannt Sigbodo de Scartfeld

1187-1191   

  Papst Clemens III.

1188   

  [Za] weilt Sigbodo von Scharzfeld bei Kaiser Friedrich in Goslar

1190   

  [Za] Graf Sigbodo II. von Scharzfeld nennt sich auch Graf von Lauterberg. Seine Enkel sind Heidenreich I. und Burchard II.

1190   

  [Hi] Kaiser Barbarossa auf dem 3. Kreuzzug ertrunken

1190-1194   

  [Hi] Berno, Bischof von Hildesheim

15.04.1191   

[UBBr] wird Heinrich zum Kaiser gekrönt

1191-1198   

  Papst Cölestin III.

1194-1198   

  [Hi] Konrad I. Bischof von Hildesheim

1195   

  [Hi] Grabstein des Priesters Bruno im Hildesheimer Dom

1195-1202   

  [Ho] nach dem Tode Heinrich des Löwen erhalten die Söhne die Güter. Sachsenherzog wird Heinrich der Pfalzgraf, Otto IV. und Wilhelm verwalten Braunschweig gemeinschaftlich

1198   

  [Ho] wird Otto IV. König

1198-1216   

  Papst Innozens III.

1199-1216   

  [Hi] Hartbert, Bischof von Hildesheim

1200   

  [WoLö] Erdbeben auf dem Eichsfeld

1200   

  [Za] erhielt Propst Johannes I. des Klosters Pöhlde von dem Bischof Conrad I. in Hildesheim eine Bulle, für sein abgebranntes Kloster im ganzen Lande zu sammeln. Von Cardinal Hugo S. Sabinae, der vom Papst Innocentio III. nach Deutschland abgesandt war, 40 Tage Ablaß.

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