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1400 n.Chr.  -  1600 n.Chr.

 

1400-1409   

  [Ho] Bernhard und Heinrich gem. Herzöge v. Brschwg.

1404   

  [Max] Herzog Erich gehörte die andere Hälfte von Lütgenhausen, die er dem Kloster Pöhlde für immer überließ, wozu Herzog Otto 1405 seine Zustimmung gab.

1406   

  [Kü] Rumespringe fn UBDud

02.02.1406   

[UBDud 229] Zeuge Heinrik von Rumespringe, Bürger zu Duderstadt .

1408-1425   

  [Za] Johannes Bommel, Propst im Kloster Pöhlde

1408   

  [Ma 166] erhielt das Kloster von Heinrich Noren einen Platz (in Duderstadt) geschenkt, auf welchem mit Erlaubnis des Raths der sog. Pöhlder Hof errichtet wurde.

1409-1428   

  [Ho] Bernhard, Herzog v. Braunschweig

1412   

  [Göbb] Conradue Romesprongh Textor

1412   

  [Kü] Romespringh fn ke

1412   

  [Göbb] Conradue Romesprongh textor

07.12.1412   

[Göbb] im Göttg. Neubürgerbuch: Conradus Romesprongh Textor, als Bürgen emit Gilde. Text. die crastina Nycolay

14.09.1413   

[UBDud 246] im Rat zu Duderstadt Heyse Wenningenhagen

1419-1434   

  [GM 4/70] Konrad II. Rhein-und Wildgraf zu Dhaun, Erzb. v. Mainz

1421   

  [UBLb 218] nach dem Lehnsbrief für die Lutterberger der Herzöge zu Braunschweig gehört das Burglehn zu Gieboldehausen zu diesen Gütern.

1422   

  [Kü] Rumespringh fn UBDud

25.01.1422   

[UBDud 257] Hinrik van Rumespringe mit Dethard van dem Twynge im Rechtsstreit gegen Bertolde van dem Rode. Hans van dem Twinghe hat Alheyde beerbt, die nun Hinrik Rumspringes Ehefrau geworden. Dethard, sein Sohn mit einem Haus, und einem Hof mit Haus .

1423   

  [Kü] Rumespringhe fn UBDud

29.05.1423   

[UBDud 261] Rechtsbescheid von Braunschweig in Sachen des Hinrikes vamme Rumespringhe

1424   

  [UR GM2] Ludolf von Medehem erhält vom Erzbischof Burglehen zu Gieboldehausen

1425   

  [Ehr 32] Güterverzeichnis der Äbtissin zu Quedlinburg: darin keine Güter in und um Rhumspringe

1425-1458   

  [Za] Ernst von Hagen, Propst im Kloster Pöhlde

1428   

  [Kü] Wenyngehay vWi

25.02.1428   

[vWi] Herzog Otto von Braunschweig belehnt Heinrich von Wintzingerode "med Hennigis und Henrichs von Espelingerode Gude, also so dy, or Eldern und sy von uns und unß Eldern und unser Herschaff" zu Lehen gehabt haben. Unter diesen Gütern befinden sich "drey Hube Landes czu dem Wenyngehay med orme Nucz und Czubehorunge". In den späteren für die von Wintzingerode von den Herzögen von Braunschweig bezw. den Kurfürsten von Hannover ausgestellten, bis zu Beginn des 19. Jh. erhaltenen Lehnbriefen werden stets die 3 Hufen zu Wenigenhagen als Lehnstücke aufgeführt .

1428-1432   

  [Ho] Wilhelm (der Siegreiche), Herzog v. Brschwg.

1432   

  [Kü] Rumespringhe fn UBDud

01.09.1432   

[UBDud 276] Rechtsbescheid in Sachen Henricke Rumespringhe.

1432-1473   

  [Ho] Heinrich (der Friedfertige), Herzog v. Brschwg.

1433   

  [UR GM 3] Herzog Otto belehnt Hermann von Minnigerode mit Lütgen(rode)hausen im Gericht Herzberg

1434-1459   

  [GM 4/70] Diether I. Schenk zu Erbach, Erzbischof von Mainz .

17.09.1434   

[UBDud 281] im Rat der Stadt Duderstadt Heise Wenigenhagen .

29.04.1438   

[UBDud 294] genannt Heise Wenigenhagen

1439   

  [UBDud 298] Bericht über einen Einfall der Braunschweiger Herzöge in das Untereichsfeld während der Fehde mit dem Erzbischof von Mainz

1440 -1480   

[KuO] Zeit des wirtschaftlichen Rückganges. Orte werden freiwillig aufgegeben und verwüsten.

1440   

  [Kü] Romespringk fn ke

1440   

  [Göbb] Cord Romespringk genannt

1441-1449   

  [Za] Heinrich Barke, Propst im Kloster Pöhlde

1441-1493   

  [Za] Heinrich Hellmold, Propst im Kloster Pöhlde

1441   

  [Max] als der Convent den Heinrich Helmold als Propst erwählt hatte, setzten in der Eigenschaft als Lehnsherren der Advocatur und Patronats des Klosters, die Herzöge Ernst und Albrecht von Braunschweig den Heinrich Barke gewaltsam zum Propst ein. Die Mönche flohen auf ihren Hof in Duderstadt und es entstand ein siebenjähriges Schisma.

23.07.1449   

klagt in Erfurt gegen die Stadt Osterode, die wegen des Streites Zinsen innebehalten hatten, die nunmehr an Helmold auszuzahlen waren. Heinrich Barke mußte nach diesem weichen.

1450   

  [WOLÖ] Pestjahr

1452   

  [UBDud 360] im Rat zu Duderstadt Heyse Wenyngenhagen

1453   

  [Kü] Wenigenhagen vWi

21.01.1454   

[UBDud 362] im Rat zu Duderstadt Heyse Wenigenhagen

14.09.1456   

[UBDud 368] im Rat zu Duderstadt Heyse Weningenhagen

29.09.1458   

[UBDud 377] der Bürger zu Duderstadt Kurd Wenigenhagen hat 1/4 des Zehnten zu Rüdershausen innegehabt.

1458-1493   

  [Za] Heinrich Hellmold, Propst im Kloster Pöhlde

1458-1493   

  [Za] Heinrich Barke, Propst im Kloster Pöhlde

1459-1461   

  [GM 4/70] Diether II. Graf von Isenburg-Büdingen, Erzb. v. Mainz

1459   

  [Kü] Romesprinck fn UBDud

13.01.1459   

[UBDud 378] im Rat Duderstadt Henrick Romesprinck

n. 1460   

  [UBDud 332] Vergehen der Duderstädter gegen den Erzbischof:..."über diese Dörfer haben die Duderstädter keine Gerechtigkeit oder kein privilegia, sunder dissen Behelfe, da die von Plesse ihr Geld an u. Rhumspringe in den Zeiten die von Medem (Medenheim). Und nun sprechen die Duderstädter, diese Dörfer haben mit ihnen Fehde, Raub und Brand gelitten, und haben anders keine Fürsprecher oder Behelf, die da wahr sin, bisher gehabt. Und wer Herr des Landes sei oder werde, der solle sich davor verwahren, den Duderstädtern keine Garantien oder Privilegia anders zu geben, als sie von den Herzögen zu Braunschweig an die Mainzer gekommen seien, sonst nehme das Stift zu Mainz großen Schaden. Darnach möge man sich richten.

1461-1475   

  [GM 4/70] Adolf II., Graf von Nassau, Erzb. v. Mainz

1462   

  [Kü] Romespringe fn UBDud

25.11.1462   

[UBDud 396] Heinricke Romespringe besitzt Land im Sibickesfelde bei Corde Bading.

1465   

  [Kü] Rumspringk fn UBDud

21.09.1465   

[UBDud 411] im Rat zu Duderstadt Cord Weningenhaghen, Henrick Nigerod und Henrick Rumspringk

1467   

  [Kü] Rumespringe fn UBDud

1471   

  [Kü] Rumspringk fn UBDud

15.06.1471   

[UBDud 437] im Rat zu Duderstadt Cord Weningenhagen, Henrick Nigerodt, Henrick Rumspringk

1473-1482   

  [Ho] Wilhelm (der Siegreiche), Herzog v. Brschwg.

1475-1482   

  [GM 4/70] Diether Graf von Isenburg Büdingen, Erzb. v. Mainz .

1476   

  [UBDud 520] ist Heinrich Rhumspringe Kämmerer in Duderstadt.

10.11.1477   

[UBDud 455] Kurd Wenigenhagen und seine Frau deponieren beim Rathe ihr Testament.

1481   

  [Kü] Rumespringk fn UBDud

14.03.1481   

[UBDud 471] im Rat zu Duderstadt Henrich Rumespringk

1482-1484   

  [GM 4/70] Adalbert, Herzog von Sachsen, Administrator des Erzbistums Mainz

1482-1491   

  [Ho] Wilhelm (der Jüngere), Herzog v. Brschwg.

1484   

  [Kü] Romesspringe UBDud

10.11.1484   

[UBDud 484] im Diebstahlurteil wird als Zeuge Kord Blomenrod, itzund wohnhaftich to Romesspringe genannt.

1484-1504   

  [GM 4/70] Berthold, Graf von Henneberg, Erzb. von Mainz

1488   

  [Nbb] wird in Northeim Conradus Berkhage aus der Wüstung Klapperode bei Pöhlde eingebürgert, zahlt 1/2 Mark

1491   

  [Nbb] wird in Northeim Hans Klapproth eingebürgert. Zahlt 1/2 Mark

1491-1514   

  [Ho] Heinrich (der Ältere), Herzog v. Brschwg.

1492   

  [Kü] Wadderod fn Max

1492   

  [UBLb X] Heinrich von Wadderode und sein Bruder Friedrich, Knappen, übertragen ihre Rechte am Zehnten zu Scharzfelde dem Kloster Pöhlde.

1493-1505   

  [Za] Johann Bommel II., Propst im Kloster Pöhlde

1496   

  [Kü] Romspringe UBDud

21.05.1496   

[UBDud 596] Protokoll über die Rhumspringer Stein- und Holzfuhren: Hans Ludeken, Hans Fricken und Jacob Durstoch van Romspringe berichten vor dem Rat, daß die Dorfschaft von Rhumspringe von Alters her haben und noch haben die Gewohnheit, alljährlich ein etzelich Fuhren Steine für die Steinwege oder andere Steine oder Holz in die Stadt zu fahren. Dafür ist die Gemeyn zollfrei, wenn sie Bier holen zu Pfingsten oder an dem groten Fastelafendesdaig.

23.04.1498   

[UBE 513] das Kloster Pöhlde, Propst Johann Bommel, Gottfried Prior, dem die Stadt erlaubt hat die Stätte zu bebauen, verpflichtet sich, in seinem Hofe zu Duderstadt einen Ochsen für die Stadt zu halten.

1500   

  [Max 166] an Gehölzen besaß das Kloster u.a. den Rodenberg, den Petersberg, das Stechenthal und den Werbcke, in welchem es zur Reparatur der Burg Gieboldehausen dem Mainzischem Amtmanne Johann v. Minnigerode unentgeltlich Holz zu fällen gestattete.

1503   

  [KBRh] die Rhumspringer Kirche erhält eine Glocke, Gewicht 440 kg, mit einem unteren Durchmesser von 96 cm. (Dieselbe ist am 26. Juni 1917 an das Heer abgeführt worden).

1504-1508   

  [GM 4/70] Jakob von Liebenstein, Erzbischof von Mainz

1505-   

  [Za] Johannes a Sessen, Propst im Kloster Pöhlde

1505-1512   

  [Za] Henning Wulff, Propst im Kloster Pöhlde

Henning Wulf stand dem Kloster 7 Jahre vor. Während dieser Zeit erbaute er eine neue Stiftsscheune sowie die Kreuzgänge mit dem Schlafhause. Aus dem Patronatsverhältnis der Brschwg. Herzöge bestand die Verpflichtung, jährlich 2 junge Hunde aufzuziehen und in der Fastenzeit die Meute der Jagdhunde zu füttern. Diese Last kaufte 1510 der Propst durch Abtretung des Zehnten zu Hagen bei Herzberg und jährliche Lieferung von je 3 Maltern Roggen und Hafer ab.

1508-1514   

  [GM 4/70] Uriel von Gemmingen, Erzbischof von Mainz

1512-1515   

  [Za] Gotsvinus, Propst im Kloster Pöhlde

1513-1521   

  Papst Leo X.

1514-1545   

  [GM 4/70] Albrecht, Markgraf von Brandenburg, Erzb. von Mainz

1514-1568   

  [Ho] Heinrich (der Jüngere) Herzog v. Brschwg.


NACH OBEN

1515-1522   

  [Za] Hermann Vollbrecht, Propst im Kloster Pöhlde

1516   

  [Kü] Wadderode vWi

1516   

  [Kü] Wenigenhagen vWi

1516   

  [Kü] Abbenrode vWi

1516   

  [Kü] Rume Springe vWi

1516   

   

  [vWi] notate ein desolat Abbenrode genannt im Zinsregister des Klosters Pöhlde "notate ein desolat Abbenrode gnant vorkofft men alle Jar. Hebben dat Jar XV gehat unde gemeget to hauwe Hinrich Apelen, Hans Dimermann, Kersten Korner in Rume Springe wonende for V. Marc Duderst. Adam Zebode acceptavit ista bona VI. annis annuatim dabit V. Marcas Duderst.; incepit colere Anno XVI, in quo Anno et dabit pecuniam...

  To Amkerode Adam Zebode wonende to Hilckerode heft de Wische, genannt der Kersebrock, dabit annuatim 1 Ost. Pullum..idem habet desolat Abbenrode, dabit annuatim V. Marc Duderst. (Zinsregister des Klosters Pöhlde, begonnen 1516, im STA Hann.)

1516   

   

  [vWi] in Hilkerode besitzt das Kloster Pöhlde die große Wiese auf dem sogenannten Kersebruch,...... bruken myt oren Fei der Wad to dem Wenigenhagen, davor ein iklick Holt hawet (Register der Einkünfte des Klosters Pöhlde, angefangen durch Pater Hermann Vollbrechts 1516.)

  Hiernach scheint der Hof Wenigenhagen sich auch an dem linksseitigen Nebenflusse der Rhume, die Eller hinauf, bis in die Nähe von Hilkerode erstreckt zu haben. Der Klosterhof wurde wohl schon im Jahre 1516 nicht mehr vom Kloster bewirtschaftet und lag wüst, da sonst die Weide in der Wüstung von dem Hofe ausgenutzt und nicht den Bewohnern von Hilkerode zur Nutzung überlassen sein würde

1516   

  [vWi] de Flor to Lutkehusen hefft IX Morgen Hoveland in Luttkenhusen (sic) Villa nostra des Klosters Pöhlde, Villicus Gunderam Holtman, dabit annuatim XII Florenos Michaelis von der Meygerstad to Wadderode un to Lutkenhusen, Land und Gras gehören in die Meigerstad, idem XVIII Morgen Land: Zins 6 Malder, idem XV Morgen Land: Zins 5 Malder... habemus piscaturam ibidem in Wadderode, angehende von des Pentzers Wische, wenten to Rumespringe ut postea sagnatum - Hans Cock to Rodershusen, hic habet piscaturam nostram in Lutkehusen super Rumam et in Wadderode angehende Pentzers Wische wente to Rumspringe.(Bl. 49 und 58 des Zinsregisters 1516), auf Blatt 70 wird noch verschiedener Zinspflichtiger Grundstücke gedacht, welche in Lutekenhusen, Wadderode, Abbenrode und Rumspringe liegen und deren Bebauer in Wenigenhagen, Lutekenhusen, Rumspringe, Rüdershausen und Woldershausen wohnen.

31.10.1517   

Thesenanschlag Luthers zu Wittenberg

1519/1520   

  [Kü] Wennighagen kr

1519/1520   

  [Kü] Rhumenspring kr

1520   

  [GM] nach einem Subsidienregister des Kommissarius Johannes Bruns zu Göttingen gehört Rhumspringe zur Sedes Berka. In der Reformation ging das Archidiakonat Nörthen unter.

1522-1530   

  [Za] Werner Schmedichen, Propst im Kloster Pöhlde

1523   

  [STAH] Holzung/Weide/Trift Rhumspringe

Wir Botho, Graf zu Stollberg und Werningeroda, Wolf von Schomberg, Herr zu Clausthal und Walkenburgh bekennen und tun kund, amtlich mit diesem Brieve:

Als sich zwischen dem Hochwürdigsten, Durchlauchtigsten, Hochgeborenen Fürsten und Herrn Albrecht, der Heiligen, Römischen Kirchen Priester, Cardinals, zu Mainz und Magdeburg Erzbischofs, Churfürsten und Primaten, Administrators zu Halberstadt und Markgrafen zu Brandenburg, unserm Gnädigsten Herrn an einem:

Und dem Durchlauchtigsten, Hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Philippen, Herzogen zu Braunschweig, unserem gnädigen Herrn:

Auch dem Würdigen und Andächtigen Herrn Wernern, Propst und Convent des Klosters Pöhlde, anderen Theils,

etlicher Grauen Gericht, Erholzung, Trift, Huth und Fischerey halber, davon sich Hochgedachter, unser gnädiger Herr von Mainz von wegen Sr. Churfürstlichen Gnaden Eichsfelder Underthanen zu Gieboldehausen und Rhumspringe in Pönes und Gebrauch zu sein angemast, da solch unser Gnädiger Herr, Herzog Philippe und der Propst zu Pöhlde Sr. Churf. G. nit geständig sein wollen, Irrung, und ja Pön guter Zeit her erhalten haben, derhalb wir als Unterhändler ihrem Chur- und Fürstlichen Gnaden zu unterthänigen und dem Propste zu gütigem Gestalten, Weiterung zu erkennen und in die, solche zuschlagen, sei gegeneinander in der Güte verhöret, und nach Besichtigung der genauen und teilgehabten Unterhandlung obberürte Partheyen solcher Irrung und Gebrechen mit ihrem guten Wissen und Willen gütlich dominizirt und vertragen haben, dieweil auch hiermit Craft dieses Brieves gütlich vereinigen und vertragen, zumaßen wie hiernach folget, nemblic:

 

Zum 1., des Orts halber bei Gieboldehausen, in der Rum, an der Wüstung, den Didershusen Grunt, hinauf bis an das Geholz am Rodenberge, da der Acker went, und vor dem Holze her bis an die Elbinger Wüstunge, wie das vereint, versteint und verlegt werden soll. Das derselbige Orth in Holz gegen Gieboldshusen zu unserm Gnädigsten Herrn von Mainz mit aller Obrigkeit, Gericht und Gebrauch allein zuthan. Und soll das Didereßholz Seiner C.F.G. und Stift Mainz, hiermit ohnbenommen sunders erblich und Eigen bleiben, und darin zu befinden haben über die Gericht in dem Diderssen Holze, auch des Rotenberges. Und sunst allenthalben sollen unserm Gnädigen Fürsten und Herrn Herzog Philippen und Sr. F. G. Erben und Nachkommen mitsamt der Jahet allein zustendig sein .

 

Zum 2. der Trift am Rodenberge belangende. Soll allein ein Ambtmann zu Gieboldehausen mit seinem Vieh und Schafen am Rodenberge, vom Hinwerfschoner Stiege ausserholze, zu der Türken Brandt, näher Russhusen, und hinauf zu der Koch'schen Brandt, im Holze näher Elbingen zu halten Macht haben. Derhalb Elbingen und Russhausen gebauet wurden, alsdann jedermann seiner Gerechtigkeit ohne Schaden, und derselben die Einwohner zu Gieboldehausen in dem Gehölz des Rodenberges nicht zuhörten noch zu treiben Auswahl haben, sonder allein sich des Erhalts mit Huth und Trift gebrauchen.... jetzt Ackerholz bis dem Rodenberg..ein Ambtmann zu Gieboldshusen jährlich zu lassen.

 

Zum 3. das Brennen-und Bauholz am Rodenberge und des Propstes zu Pöhlde Geholze belangend. Soll einem Ambtmann zu Gieboldshusen zu seiner häuslichen Nothdurft ins Schloß jährlich acht Acker Holz aus dem angezeigten Holz gegeben, und solch Recht wirken durch unsers Gnädigen Herrn Herzog Philippßen, S.F.G. Erben, auch des Propst zu Pöhlde fürder alle ihrer angezeiget werden. Und woher es saihe, das solch acht Acker Holz nit abgehauen werden, waß damals stehen bliebe, soll unserm Gnädigen Fürsten und Herrn Herzog Philippen, S.F.G. Erben und dem Propst zustendig sein.

 

Zum 4. soll der Orth, so unsers Gnädigen Herrn, Herzog Philippßen Maien vergangenen Jhars, auch jezo, denen vom Rumbspringer Zugang haben, unserm Gtl. Herrn von Mainz mit Obrigkeit, Gericht und Gebrauch allein zustendig sein. Doch was außerhalb des Gerodt, vorher oder wurde, soll mit des Propstes Willen sothann und verzinßet werden. Und derart, so die von Rumbspringe derzeit und jezo vergangenen Jahrs, soll unserm Gnädigen Herrn, Herzog Philippssen, S.C.F.G. Erben und dem Propst mit aller Obrigkeit, Gericht, Gebrauch und Jagd allein zusten. Doch sollen die von Rumbspringe sich zu ihrer heußlichen Nothdurft fernerwerts und zimblicher Gebürs in dem obberürten Gehölzen gebrauchen. Doch nit furter Verkaufes und jedes Jahrs einem aus der Gemeint vonn ihrent wegen bey dem Propst ansuchen lassen, soll zudem das zusammen gezeigte ihnen auswurff angelegener Orter unangeweißet und nit geweigert werden. Darzu solchweiser in dem Bezirk, als von dem Teich an biß auf die Fünf Linden, und also fürthann bis auf die Breite Wiesen, mit ihrem Viehe und unsers G'sten Herrn Schafe zu hüten und zu treiben Macht haben, wie das allenthalben vereint, versteint und verlecht werden soll. Dargegen sollen die vonn Rhumbspringe dem Propst zu Pöhlde jehrlichs 7 Duderstädtische Mark abführen, jeden Sanct Martinstag geben, und auf sein Ansuchen aus jeglichem Haus, ein Mann oder Weib, das Handdienst mit der Sicheln, zu schneiten oder Heu oder Haberen, zusambten einen Tag thun.

 

Zum 5. soll unser Gnädigster Herr von Mainz, auch die vonn Rumbspringer inn dem obbemelten Geholz, zu Nothdurft und Gebau, des Schlos Gieboldshusen und des Dorfes Rumbspringe, Ton und Kalk zu nehmen und zu brennen Macht haben. Doch unserm Gnädigen Herrn Herzog Philippssen, und Sr. F. G. Erben an ihrer Obrigkeiten und dem Propst um seinem Eigentums ohnschetlich.

 

Zum 6. sollen der Gonigk, wie von Alters her, in dem obengezeigten Geholzen, Gebrauches gemacht, erhaltsam und verhütet werden. Doch unserm Gnädigen Herrn Herzogen Philippßen und Sr.F.G. Erben ann ihren Obrigkeiten und dem Propst an seinem Eigenthums unschetlich.

 

Zum 7. soll ein Ambtmann zu Gieboldehausen, der Hasen Jagt hier derseit des Rodenberges haben. Doch dem Propst an seiner Jagt zu Lüttingenhaußen ohnschetlich. Dergleichen soll unser Gnädiger Herzog Philipps und Sr.F.G. Erben des Orts auch zu Husenn und zu Parßen Macht haben nach Ihrer F.G. Gefallen.

 

Zum 8. soll es mit dem Zoll und Straßen hier diesseits des Rodenberges gehalten werden, wie von Alters Herkommen. Doch unserm G.sten Herrn von Mainz ann Sr. Churf. G. Obrigkeit unschetlich.

 

Zum 9. soll dem Propst zu Pöhlde das Fischwasser vonn dem Spring an, als ferner ihr das vonn Alters gebraucht hat, allein zustehn. Und fürter soll es zwischen dem Propst und denen vonn Rumbspringe lauters Vertrags durch weilandt Johann von Myngerodt und Hansen von Grona aufgericht, gehalten werden.

 

Zum 10. soll der Propst neben dem Wehre eine freiene Stramb lassen, der auch umgekeert sein und bleiben soll, damit der Fisch so auf- und abgestiegen mögen.

 

Zum 11. soll auf unsers Gnädigsten Herrn von Mainz oder Sr. Churf. G. Rhäte, so auf das Eichsfeld kommen werden, soll der Propst auf Ansuchen in der Rums so auf seinen Wasser zero (eine) Nacht sichren, und was er also fangt, das soll er unßerm Gnädigsten Herrn oder Sr. Churf. G. Rhäten schicken.

 

Zum 12. soll der Propst mit dem Kan oder Schiff zu Lüttingenhaussen mitfischen lassen, er habe denn jederzeit seiner teglichen gebrotenden Gesinde eins dabey.

Und damit selben obberürten Partheyen dießer Irrung und Gebrechen halber genzlich Gericht und Vertragen sein und bleiben, sonder Geverde. Und wir, Albrecht, Cardinal und Erzbischof zu Mainz und Magdeburg, Churfürst, Philippe, Herzog zu Braunschweig, Werner Propst und Convent des Klosters Pöhlde, bekennen in Craft dieses selven Brieves, das dießer Vertrag mit unsrem guten Wissen und Willen zugangen und beschreven ist, verreden und versprochen. Drum achten Erzbischof Albrecht und Herzog Philippe bey unserm Fürstlichen Ehren und Würden, und Wir, Werner, Propst und Convent in gütigem treuwirkenden Glaubens vor uns und unßerer Nachkommen und Erben diesen aufgerichteten Vertrag in allen seinen Puncten und Particcels recht fest und unverbrüchlich zu halten, darwider nicht zu thun noch schaffen Grahm werde durch und solches, noch Jemants von Ambtens wegen in Zuemahl.....udkeit, sonnder Allzuferde und Arglist das zu stetiger Haltung und Wahren verkündt haben.

 

Wir Erzbischof Albrecht und Herzog Philipps zuvorderst,

Wir Botho Graf zu Stolberg und Wolf von Schomberg als Tedinges Männer, darnach Herr Werner, Propst und Convent zu Pöhlde zu Ende dieses Vertragsbrieves, der ongleich lautendt, unsere Insiegel gehangen, den wir Erzbischof Albrecht eignent und wir Herzog Philippe den anderen behalten haben.

 

Gegeben auf Montag, Sanct Ludger, des Heiligen Apostelstag, nach der Geburt Christi, unseres lieben Herrn, tausend fünfhundert und im drey und zwanzigsten Jhare.

1524   

  [Gud] süddeutscher Bauernkrieg

1525   

  [Gud] Thüringischer Bauernkrieg

1525   

  [Max] Im Bauernkrieg wurde das Kloster abermals verwüstet, sodaß die Mönche auf ihren Hof in Duderstadt flohen.

1525   

  [Za] Von den Horden Thomas Müntzers wird das Klster Pöhlde zerstört. Von der Kirche blieben nur die untersten Mauern. Noch heute ist an der Pöhlder Kirche ein zum Teil vermauertes Fenster zu sehen (gotisch). Außerdem tragen noch viele Zierrate der Kirche das alte, katholische Gepräge. Von der Einrichtung sollen 26 Chorstühle und ein Bild Heinrich I. sein.(Landesmuseum Hannover) Flügel- Schnitzaltar, 5 Reliefs einer Kanzelfigur, 5 Chorstuhlwangen, ein zweisitziger Chorstuhl mit Baldachin und Seitenwangen. Die Mönche flohen nach Duderstadt auf ihren Hof.

1526   

  [Letzner] ... von der Kirche nichts zu sehen als die bloßen Mauern und Wände, die Wappen der Kaiserin Mathilde und ihres Gemahls, und die 1284 hergestellten künstlerisch aus Eichenholz geschnitzten 24 Stühle auf dem Chor, deren eine Hälfte zur Linken 12 Propheten, die andere zur Rechten Bildnisse der 12 Apostel gezieret war.

14.03.1530   

   

[Max 167] Tod des Propstes Werner Smedechen. Nach seinem Tode unterbleibt eine Neuwahl bis zum Jahre 1534.

  [Max 167] zur Zeit des Probstes Heinrich Hellmold und des Priors Johann Wünnecke soll nach Hoffmanns Angabe auch in Pöhlde die klösterliche Reformation vorgenommen sein.

1530   

  [ChrWoll] führte Hans von Minnigerode die Reformation in Wollershausen ein,(wahrscheinlich eine Filia des Klosters Pöhlde). 1560 wurde Heinrich Höfel Prediger in Wollershausen. Die Rhume trennt beide Religionen, jenseits der Rhume ist das gehässige Frankreich.

1532   

  [Kni] begann man im Fürstentum Grubenhagen die Protestantische Religion einzuführen

1532   

  [Max] Die drei Klöster Katlenburg, Osterode und Pöhlde hatten miteinander gleiches Schicksal. Herzog Philipp, vielleicht wie so manche Fürsten und Stadträte durch den Gewinn an Gütern gelockt, reformierte und säcularisierte die geistlichen Stiftungen, die nicht mächtig genug waren, ihm Widerstand zu leisten, und zwar, wie es scheint, gleich nachdem er durch den Tod seines Bruders Erich am 14.5.1532 freie Hand bekommen haben mochte.

1534   

  [Kü] Rumespringe ge

1534   

  [Max] Das Kloster Pöhlde ist nach der gewöhnlichen Angabe 1534 von Herzog Philipp reformiert. Auf sein Geheiß mußte dasselbe von den Mönchen geräumt werden, die nun ihren Klosterhof in Duderstadt bezogen.(Leu ap 168/354).

In einem Rescript auf der Königl. Bibliothek in Hannover heißt es aber wohl richtiger: Anno 1533 haben die Fürsten zu Braunschweig und Herren zu Grubenhagen das Kloster Pöhlde eingenommen und einen Vorratshof daraus gemacht. Und dieweil das Dorf daneben fast ergrößert, hat man die (noch vom Bauernkriege her zerstörte) zerrissene und verwüstete Kirche wiederum ausgebaut und eingerichtet, auch soviel von den Klostergütern genommen, daß man daselbst einen sonderlichen und eigenen Pastor halten kann.

In einem Schriftstück des Jahres 1621 heißt es: Als die Mönche nachts heimlich entwichen, nahm Herzog Philipp alle Güter an sich, die Glocken, 14 Kelche etc. Die Orgel wurde in die Schloßkirche zu Osterode transferiert.

1534   

  [Kni] ist das Kloster Pöhlde aufgehoben.

1534   

  [Max] Nach dem Tode des Propstes Werner Schmedichen wurden die Mönche von der lutherischen Secte aus dem Kloster Pöhlde vertrieben, und nahmen Residenz auf unserem Hofe zu Duderstadt. Hier ward Symon Geilhar, ein Mönch dieses Klosters zum Propste erwählt in Gegenwart des Herrn Johannes Kurlebeck, Commissarius zu Heiligenstadt und des Ehrw. Herrn i.Chr. Pancratius, Abts zu Gerode, indem uns unser Ehrw. Herr von Mainz hiezu nöthigte. Geschehen aber ist die Wahl in der Capelle der Jungfrau Maria in Duderstadt am 12.03.1534, am Tage des Hl. Gregor und die Confirmation zu Erfurt am 17. desselben Monats, das ist am Tage der Hl. Gertrudis, erteilt.

1534   

  [Nbb] Hans Kalen von deme Rumespringe, gratis admissus propter obitum Hermen Bestiannen, Patris Sponse sue qui obiit in Servitio Dominorum.

Übersetzung: Hans Kalen aus Rhumspringe ist gratis als Neubürger in Northeim zugelasen des Todes des Hermann Bestian, dem Vater seiner Frau, der im Dienste der Herren starb.

1534

  [Za] Simon Geilharden, Propst des Convents Kloster Pöhlde, in Gerblingerode gewählt.

1538   

  [STAH] in einem Zinsregister des Erzbischofs Albrecht ist aufgeführt: 4 Mark Duderstätischer Wehrung in der Herbstbede zu Rhumspringe zum Burglehen Gieboldehausen.

19.04.1542   

[Max 168] in einem Schreiben ersucht der Osteroder Bürger Tile Lentferdt den Vogt Friedrich Koch in Gieboldehausen, in der Streitsache zwischen ihm und den Herren zu Pöhlde über den Graswuchs bei Germershausen, die Herren noch einmal vorzubescheiden, um dem Gebrechen ein Ende zu machen. So scheinen die Mönche damals noch in Pöhlde, oder doch im Besitz der Klostergüter zu sein. Offenbat ist hier aber nur die alte Bezeichnung gebraucht und die Güter, unter Mainzischer Hoheit gelegen, hatte Herzog Philipp ihnen nicht nehmen können.

1545-1555   

  [GM] Sebastian von Heusenstamm, Erzbischof von Mainz

1549   

  [Kni] Akten über die Kirchenvisitation für das Dekanat Seeburg. Unter ladula 619 zu h.1240.1274 in Würzburg. Rhumspringe gehört in dieses Dekanat.

1546 - 1547   

   [Gud] Der Schmalkaldische Krieg

1549   

  [UBEKG 51] Erzbischof Sebastian will den (reform) Comissarius noch nicht entlassen, aber die lutherischen Pastoren abgeschafft wissen.

1550   

  [GM 1/65] gehören die Dörfer Brochthausen und Breitenberg zur Pfarrei Rhumspringe als Filialen.

1555   

  Augsburger Religionsfriede

1555   

 [GM] Pest auf dem Eichsfelde

1555-1582   

  [GM] Daniel Brendel von Homburg, Erzbischof von Mainz .

-1577   

  [Za] Peinemann, Propst der Pöhlder Mönche in Duderstadt .

1557   

  [Kü] Weningenhagen vWi

10.03.1557   

[vWi] Äbtissin Elisabeth von Quedlinburg gibt auf den Todesfall der Herzöge Wolfgang und Philipp von Braunschweig-Grubenhagen, wenn diese Lehnserben nicht hinterlassen, dem Kurfürsten August von Sachsen Lehnsanwartschaft auf das Haus Hertzberg und dessen Zubehörungen. Unter den letzteren werden die Wüstungen, darunter Weningenhagen genannt.

1559   

  [UBGru 133] Herzog Ernst von Grubenhagen befiehlt die Luth. Religion im Fürstentum Grubenhagen

1562   

  [STAH] Mühlenverkauf Rhumspringe

Ich, Johannes Dieterics Richter und Schultheiß zu Rüdershausen auf dem Eicsffelde im Ampt Gieboldenhausen gelegenem bekenn öffentlich und thun kundt aller menniglich mit diesem Brief, das vor mir im sitzendem Gericht erschienen seindt:

Die ehrbaren Jost Ludirichs Schultheiss, Wolcksmar Conradt, Lunderrat Bömer, alle zum Rumspring, alls Verordnete und bestätigter Vormünder, Hanns, Andressen, Georgen und Bastian Leidner, Gebrüder, Ratmann Johann Leidners, Müllers, daselbig 7 nachgelassener Söhne.

Und bekannten vor mir und meinen Gerichtsschöffen: Wie sie unumscheidenen und Unvortheils, in Vormundersweiß, von wegen irer bemelter irer Pflegsamen, und ires besten mögens, und sichtbarlicher Notdurfft derselben, für sie irer Erben und Erbnehmen und Nachkommen aus auffrechtem redlichen Strebens, besten Meinens und unwiderruflichen Erbkauffs, wie denselbig in beiden, geistlichen und weltlichen Gerichten und Rechtens zum allerchrefftigsten, und beständigsten. Immers zwischen kont und möchte Verkaufft und zu Kauff geben hatten, und geben hiermit zu Kauffen dem Ehrhafften Joachim Salgen, dieser Zeit Vogt zu Gieboldenhausen, alls treulich und Gewalthabender des Hochwürdigsten in Gott Vatters Fürsten und Herrn, Herrn Daniels, des Heiligen Stuls zu Mainz Erzbischoffen, des Heiligen Römischen Reichs auch Germaniens Erzcanzlers und Churfürstens, der dem irer Churfürstlichen Gnaden, deren Nachkommen, und Erzstift Mainz, zu dem Hauss und Keller zu Gieboldenhausen Rechtens sicherlich kaufft hat:

Nemblich die Mül an obgenanntem Dorff Rhumspring, auff dem Fluß der Rhum, zwischen der Herren zu Pöhlde Vorwerk eins und Volckmar Conrads Hauß andrestheils. Sonst einen Morgens Graß oder Wiesen, oberhalb der Mülen, auch an der Rhum gelegen. Dieses gehörendt, mit allen irer Rechten, Gerechtigkeiten und Beschwerung, wie dieselbig von Grundtverkäuffer, unmündigen Pflegsamen Voreltern, biß auff sie gewachsen und sie heutigen Tags im guten eigenthumblichen erfaßlichem Herbringens, außerhalb noch bestendes Erbzinß, sonst aller Beschwerung frey, inngehabt und beseßen haben. Welche irerlichs auff Sanct Michaelis, des Erzengelstages zu Rechtem Erbzinss den Herren zu Pöhlde und iren Nachkommen oder Inhabern des Hoffs zu Duderstadt, vier Malter Korns, und ein halb Stübchen Öl gibt, sonst ledig Eigen.

Und ist der Kauff hierüber beschlossen und zugangen, für und umb einthausentneunhundertundzwanzig Thaler, überdies jetzund ganz und gar.

So in unsers Hochermelts Churfürsten, meines Gnädigsten Herren, deren Nachkommen und Erzstifft obgemelter Voggt der Käuffer, den vorgedachten Vormündern innamen aller obengemelter irer Pflegsamen zu iren gebotenen Genügens vor dargezelt, und erzallt hat. Sonst und sunderlich vor mir dem Richter und Schöffen, und das solches den Kindern zu Nutz beschehen, auff Vorgang gerichtlich derart offendtlich erkant, welche Summa sie denn fürder zu irer Pflegkinder Nutz Notdurfft und Fürnemens, alls gleich wieder angelegt. Umso mehr, so Ehrenwerter Churfürst irer Churfürstlichen Gnaden Nachkommen, Erzstifft Mainz und deren Vogt, solche Kauffsumme dis obgedachten Verkauffs alls Vormündern oben gemelts, für sich, irer Pflegkinder, deren Erben, Erbnehmen und Nachkommen vor mir öffentlich und unumscheidentlich quitirt, sonder Geverde.

Und haben hierauf die Verkauffer alls Vormünder, von wegens irer Pflegson versteen, für sie, irer Erben und Erbnehmen, gemeinlich und unumscheidenlich obgemelte Müle, Mülstet und ein Morgens Wiesen, wie das jetzo in Bau und Verstein seindt, sonst aller irer daran Habenden und Herbrachter Recht und Gerechtigkeit, nichts davon außgenohmen, mir obgenanndten Richter und Schultheißen mit Mundt und Handt an den Gerichtsstab auffgegeben, davon abgestanden und dasselbig alles und jedes, in Hochermelts meines Gnädigsten Churfürsten und Herren, deren Nachkommen und Erzstifft Mainz Gewer und Gewaldt zugestellt.

So vorgedachter Voggt allso zu vorgedachtem Hauß und Kellerei Gieboldenhausen empfangen, dieselbig nhun hinfürs zu Ewigen Zeiten, bei angeregter Kellerei zubehallten zuverliehen und alls mit anderen, das Erzstifft eigenen Gütern damit zuhandlen zuthun und zulassen. Und versprechen hierauff obgemeldte Verkäuffer in Vormünders Weiß, für sich irer Pflegsone und deren Erben und Erbnehmen, mir obgedachtem Richter an eines Rechten geschworenen Eidts stadt über diesen Verkauff und Kauff guter erbarer verschafft, in und außerhalb Rechtens zutragen, wie solches vermag der Rechten, auch sonst landtgewöhnlich und obgemelter Kauffer in Namens very tati schadloß zuwendt haben, dafür fürgedachte Verkauffer alls Vormünder obgedachter irer Vormundigen Pflegson, nicht fristens, freien Fürtragens noch verhelffen soll, niemehr welcher der Rechtens Geistlicher und Weltlicher, wie dies für und gegen dieses ausgemachten Verkauffs und Kauffs von Pabsten, Kaisern, Königen, Fürsten, oder Obrigkeiten erlangt und aufpracht versuch.. möchten. Denn solch vorgedachter Verkauffer in Namen irer Pflegkinder. Ersteen denselbigen allerseits der Inrede, das sie waltens Vormunden, sie verfahren anstatt irer Pflegsones, über den selbentheils üblich & nichts übervortheilt und derhalb Ergenzung bitten. Oder das Gelt über im Gericht dargehabt oder somit genzlichen Hindergang, sonderlich aber des Rechten gemeiner Versprechung, ohne vorgenanndte Sonderung Widersprechende genzlich verziehen und begraben haben.

Und für solches hiermit wissentlich in Kraffs diß Brieffs, alles sunder Arglist und Geferde, und das sie Urkundt, hab ich obgedachter Schultheiss und Richter mein Amptssiegel, und ich, Frantz von Mingerode auff Bitt obgedachter Vormünder mein Petschafft an diesen Brieff gehangen.

Der gegeben ist Mittwochen nach Trium Regum, nach der Geburt Christi Fünfzehnhundert und im zweiundsechzigsten Jar. (Coldwiß:)

1562   

[STAH] Ledigzelung des Erbzinß auf der Müle zu Rumspringenn.

Ich, Georgius Peinemann, Propst dieser Zeit des Closters Pölda, Premonstratensic Ordens, bekenn öffentlich und thun kundt allermenniglich mit diesem Brieff:

Alls der Hochwürdigst in Gott Vatter, Fürst und Herr, Herr Daniels, Erzbischof zu Mainz und Churfürst, mein Gnädigster Herr Landfürst und Ordinarius, die MMlen zu Romspring, samt einem Morgen Grases oder Wiesen bei dem Hauss und Kellerei Gieboldenhausen erkauffen lassen, wie solches der Kauffbrieff darüber aufgericht aussweiset, welch Mülenbesitzer meinen Vorfahren seligen, und mir treulich auff Sanct Michaelis, des Heiligen Erzengelstag, vier Malter Korn und ein halb Stübchen Öls, zu echtem Erbzinss geben hatt. Das sich dann hochermelter Churfürst, mein Gnädigster Herr und Landfürst, obvermelter vier Malter Korn und des halben Stübchen Olig gnediglichen, und zu meinen guten Genügen verglichen, um auch denselben auff die Kellerei Gieboldenhausen verweisen haben lassen, darein ich dann für mich und meiner Nachkommen, mein Bewilligung geben. Und hierauf, so erfur ich für mich, meiner Nachkommen obgemelter Mülen und Wiesen des obvermelten Erbzinss halben, frey, ledig und loß bekenn, mich auch desselbigen gegen dieser Vergleichung, hiermit in bester Form rechtsams wissentlich Verzeihens und Vergebens, derselben dieselbigen mich auch dero so setzen nit mer anzusprechen, oder Zuvorkommen mit oder ohne Recht in keinsweiß noch Weg, sondern nach dieser Vergleichung genzlichen erfertigen lassen, alles sonder Arglist.

Und das zu mehrer Urkundt, hab ich, obgemelter Propst für mich und meiner Nachkommen und Anderen, diesen Brieff besitzet mit der Propstei Insigel auch mit eigner Handt underschrieben.

Der gegeben ist zu Duderstadt, nach der Geburt unseres Herrn und Seligmachers Jesu Christ, im Thausent fünfhundert und zwei und sechzigsten Jar, Sonnabend nach Trium Regum, dem zehenden Januaris. (Collwiß).

1566   

  [Kni] Im Subsidienregister des Kommissars Kindervater: Pfarrer zu Rumspringe Scymperus Schneehagen (Steinhage). Als Lutheraner bezeichnet 23a Eichsfeld 41 zu Magdeburg

An die Kanzel hatte er mit großen Buchstaben schreiben lassen: Erhalt uns Herr bei deinem Wort und steu'r des Papst's und Türken Mord! 23b513 daselbst; 1590 lebte er noch.

1566   

  [Kü] Romsprink kr

1568-1589   

  [Ho] Julius, Herzog v. Brschwg.

1568-1590   

  [KBRh] Scymper Steinhage, Pfarrer in Rhumspringe, wurde mit der Betreuung von Breitenberg beauftragt. Ist in der Reformation abgefallen.

1570   

  [Gud] Ende der Reformation auf dem Eichsfelde, Beginn der Gegenreformation.

1574   

  [Wüst] Durch die abgefallenen Pfarrer in den Orten des Eichsfeldes ist 1574 die Protestantisierung des gesamten Untereichsfeldes abgeschlossen und das gesamte Eichsfeld lutherisch. Erzbischof Daniel hat 20 Jahre seiner Regierungszeit verfließen lassen, ehe er die Gegenreformation in Angriff nahm. Er berief die Jesuiten.

1575   

  [Max] Grubenhagener Landtagsabschied

1575   

  [GM 1/65] gehörte Hilkerode als Filiale zur Pfarrei Rhumspringe. Rhumspringe kommt zur Sedes Duderstadt

1576   

  [STAH] Protokollkopie der Verhandlung: Mandati zu Gefangene, auch abgepfändt Wagen, Bier und Buchsen belangend. Vom 23. Januar bis 9. Februar in Lüneburg.

1577   

  [Kü] Weningenhagen Max

1577   

  [Max] zählt die Äbtissin Elisabeth von Quedlinburg, die Lehnsherrin des Hauses Herzberg, als zu dem gehörend auf: Scharzfeld, Herzberg, Kloster und Dorf Pöhlde, Hattorf, Wolffern, Dorst, Schwidershausen, Eisdorf, Hörne, Elbingerode, das Vorwerk Düna, das Dorf Lütkenhausen und die 5 Wüstungen Ratzhausen, Helvershausen, Elbingen, Wenningenhagen und Berckfelde.

10.03.1577   

[Max] am Sonntag Oculi belieh die Äbtissin Elisabeth von Quedlinburg den Kurfürst August von Sachsen mit dem Hause Herzberg, u.a. Dorf und Kloster Pöhlde, Lütkenhausen und Wenningenhagen. Herzog Julius von Wolfenbüttel wußte den Verlust abzuwenden.

1577   

  [Za] Mit dem Tod des Propstes Peinemann zu Duderstadt löst sich der Convent auf. Der Erzbischof von Mainz übernimmt die Güter.

1581   

  [GM] Pest auf dem Eichsfelde

1582-1601   

  [GM 4/70] Wolfgang Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, Erzbischof von Mainz.

   

  [WoLö 299] Einführung des Gregorianischen Kalenders. In den darin vorgeschriebenen Feiertagen wurden durch die Stadt und den Eichsfeldischen Adel Bürger und Bauern zur Fronarbeit angehalten, weil der Adel von diesem Kalender nichts halten wollte.

1583   

  [Kni] das Eichsfeld wird um verschiedene angrenzende Gebiete erweitert bis es im Jahre 1583 den heutigen Umfang erreichte .

19.07.1583   

[STAH] Vertrag zwischen den Unterthanen des Ambts Gieboldehausen auf dem Eichsfeld und Herzog Wolffgangen zu Braunschweig Underthanen allerhand nachbarlichen Irrungen wegen.

Für Rhumspringe

 

6. nach dem Vertrage von Anno 29. ist vereinbart, daß das Wehr, das kurz unter dem Springe ist, an den Ufern allezeit offen gehalten werden soll. Dagegen soll der Müller zu Rhumspringe, wenn er das Wasser nicht alles zum Mahlen benötigt, wenigstens ein Schutt offen zu halten, damit dem Fisch sein freyer Auf- und Abgang gestattet und nicht versperret sein möge.

 

Zum 7. ist vertragen, daß Herzog Wolffgangen nach altem Herbringen die Fischerei auf der Rhume vom Springe an bis an die Mühle allein zusteht. Und weil berichtet, daß durch die Rhumspringer, befür an den itzigen Pfarrer und Andere davon viel Beeinträchtigungen beschehen und ungestraft blieben, ist dem Ambtmann zu Gieboldehausen gedachten Rhumspringern, so fischen nochmals, ersten Tages bei der Rügen 20 Taler Buße, auch entlicher Thurm, Hafft und dermaßen zu verbieten und mit allem Ernst darüber anzuhalten, anbefohlen. Den Braunschweigischen Förstern oder Fischern, die jemand bei der Tat antreffen ist befohlen, den- oder dieselbigen gegen Gieboldehausen oder dem Schultheißen zu Rhumspringe gefenglich einzuliefern.

 

Zum 8. nach dem Vertrage von anno 23. ist die Gemeine zu Rhumspringe die Fischerey auf der Rhume von dem obbemelten Stücke, so dann um das Dorf und auf die Mühle gangen an, biß da die Aller in die Rhume fließt, nachgelassen So soll ihnen solche Fischerey auch nach Aussage des erwähnten Vertrages, hinfüro unverhindert bleiben, derselben mit Angelen, Korben, Luchten, Netzen oder sonsten, zum Besten ihres Gefallens, doch ohne Schiff gebrauchen.

 

Zum 9. soll das Einsteigen ins Wasser, wie von Alters her Gebrauch, weil das Wasser ist sehr verwüstet worden, so soll nun hinfurd von Mainzischen und Braunschweigischen Fischern solch Einsteigen ins Wasser ernstlich verboten sein.

 

zum 11. weil der Müller in der Rhumspringer Mühle in den Rinnen, darin die Räder gehen, Bretter gesetzt, womit man die Schutze zugesetzt und Körbe gehängt zu Zeiten, da der Fisch springt, um die Fische abzufangen, darüber sich der Fürst beschwert, der Müller aber dieses Punctes nicht geständig, so ist abgehandelt und verglichen: Daß hinfüro der Müller in der Rhumspringer Mühlen oder seine Nachkommen keine Bretter auf die vorgemelden Rennen, noch auf der Neuen Flüss setzen, er mit Luchten, Stechen und Hames auf das Springen der Fische warten soll, mit diesem ausdrücklichen Vorbehalt, daß darüber nicht alle in Churf.G. sondern auch Frstl.G. beiderseits, nachdem jedes Orts zwölf der Ältesten eidlich abgehört, deren Aussage ihne igene Disputation von Unparteiischen Juristen zugesandt, und was dermaßen Jeder für seinen zuständigen Teil zu gebrauchen und halten solle und zu beiderseits Willen diese Mittel jederzeit vorzunehmen. Nachdem auch vor zwei Jahren durch Braunschweiger Diener zwei Körbe dem Müller beider Mühlen auf Mainzischer Hoheit zerhauen, ist solches nachbarlich verglichen und soll nicht wieder vorkommen. Da dem entgegen durch den Müller oder seiner Nachkommen etwas gehandelt oder gefrevelt wurde, soll er nach Befindung jederzeit, mit Ernst unweigerlich angesehen und gestraft werden, daß Andere ein Abscheu daran haben.

 

Zum 12. ist auch bewilligt und verabschiedet, daß jeder Müller in der Rhumspringer Mühle, in Zukunft für den Neuen Fluß gantze Schutz und keine einzelnen Bretter, die aufeinander gesetzt werden, haben und halten soll. Doch dermaßen zuhalten und freihalten, wie des Wassers Gelegenheit und Notdurft erfordert, dasselbe darüber fallen könne und möge. Sonsten soll auch die Mühle bei ihrer Hergebrachten Zeichens Gerechtigkeit, so weit derselbig unter dem Wehr und Schutzen, in den Kuleken, und sonsten ungehindert ruhig sein und bleiben.

 

Zum 13. wird von den Braunschweigern vorgebracht, das die von Rhumspringe entgegen der Verträge gegen die vereinbarte Hurt in den Gengen, ihren versprochenen und schuldigen Dienst und jährlichen Zins nicht leisten teten, und deshalb sich der Hurth verlustig gemacht hätten. Es wird verhandelt, daß die Rhumspringer crafft der Verträge bey diesen Gengen gegen die vertragliche Gebühr fortan bleiben soll, und weil den Dienst und Zinsen des vergangenen Jahrs noch hinterständig, solches neben jetzigen Jahrs richtig machen, und in Zukunft zu rechter Zeit auf einen Tag mit tauglichen Personen zum Dienst wirklich einstellen, auch der Zins zu Martini erbracht wird.

 

Zum 14. die Wüstung Wingenhagen, die nach Angabe der Rhumspringer ihnen gehöre, und darin Braunschweiger Förster die Rhumspringer gepfändet. Weil diese Wüstung an den Gengen gelegen und daher sich am Gewende viel Mißverstand und Pfändungen zutrugen. Hierüber keine Einigung.

1583

  [Gottl] aus Ankerrode zog eine Familie nach Rhumspringe. Bis 1583 wohnte in Ankerrode noch ein einzelner Kohlenbrenner, Namens Gerlach. Das Familienarchiv derer von Minnigerode zählt 14 Namen auf. Von diesen ist nur der Name Gerlach noch vorhanden, der in Rhumspringe und Hilkerode zahlreich vertreten ist. Die Grenze ging von da, wo das Wässerchen, von dem Kirchbruch in die Eller fließt, die Eller hinunter bis an die Büsche am Rhumspringer Pfingstanger, dann hinauf nach dem Ankerroder Holze bis an die Holzecke, von hier bis an die Trift, dann hinunter an den Winkelgraben, von da bis an den Kirchbruch, wo die Erlen stehen und dann hinunter bis dahin, wo das Flüßchen in die Eller fließt.

1587

  [UBEKG 64] Kurfürst Wolfgang befiehlit dem Eichsfeldischen Adel, den Gregorianischen Kalender anzunehmen.

Ende 16.Jh.

[Kü] Rumspring k 27

1589-1613

  [Ho] Heinrich Julius, Herzog v. Brschwg.

1597

   [UBEKG 66] Erzbischof Wolfgang läßt den Kleinen Katechismus einführen.

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