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1800 n.Chr.  -  1900 n.Chr.

 

1800-1815   

  [KBRh] Johannes Becker, Pfarrer in Rhumspringe, aus Esplingerode, Gymnasiallehrer und Caplan zu Duderstadt, versetzt nach Rohrberg, dort 1827 versorben.

1800-1823   

  Papst Pius VII.

1802-1803   

  [GM 4/70] Karl Theodor Freiherr von Dalberg, Erzb. von Mainz

1802   

  Durch den Reichs-deputations-Hauptausschuß wird der Kreis Duderstadt Preußen zugeschlagen, am 25.2.1803, aber schon einige Monate vorher in Besitz genommen.

1803   

  Säkularisation

1804   

  [Za] die letzte Hinrichtung in Herzberg: Achtermann Rhumspringe und Lohrengel aus Lütgenhausen.???

1807   

  Eichsfeld Kreis Duderstadt wird dem neu gegründeten Königreich Westfalen zugegliedert, das Napoleon seinem Bruder Jerome übergab.

1811   

  [Glei] Rhumspringe 457 Einwohner

1811-1812   

  [STAH] Im Findbuch: Kirch- und Schulsachen, Belege zu den Zivilstand Registern von Rhumspringe unter Nr. 23

1812-1822   

  [KBRh] Kirchbau in Rhumspringe

23.9.1815   

  Nach Auflösung des Königreiches Westfalen wird der Kreis Duderstadt erneut dem Königreich Preußen zugeschlagen.

2.1.1816   

Auf dem Wiener Kongress kommt der Kreis Duderstadt an das Königreich Hannover.

1815-1823   

  [KBRh] Johann Joseph Hackethal, Pfarrer in Rhumspringe, aus Reinholterode, vorher Pfarrer zu Rohrberg, danach in Nesselröden.

1815   

  [GM 4/75] dem Fabrikanten Ludwig Hertwig aus Duderstadt gehören 51 Webstühle für Chamelott, 43 für Wollene Bänder. In Rhumspringe stehen davon 5 für Coating und Wollene Decken, 2 Std. von Duderstadt entfernt, im Amt Gieboldeehausen.

1816-1818   

  [Wollchr] sind Hungerjahre.

1817-1818   

   

   

   

   

  [STAH] Im Findbuch: Rhumspringe Akten über den Zustand der Pfarrgebäude zu Rhumspringe und die Beteiligung der Tochtergemeinde Hilkerode an ihrer Unterhaltung. Unter Nr. 219

  [STAH] Die Errichtung einer 2. Pfarrstelle 1858 unter Nr. 220

  [STAH] Die von dem Pfarrer Küstner zu Rhumspringe auf die Herzberg-Duderstädter Straße zu leistenden Landfolgedienste, Nr.221

  [STAH] Verschiedene von der Pfarre zu Rhumspringe vorzurechnende Reparaturen unter Nr. 222

  [STAH] Die Anschaffung einer neuen Orgel in der Kirche zu Rhumspringe unter Nr. 223

1818-1824   

  Bau der B 247, Duderstadt - Gieboldehausen - Northeim

1820   

  [ChrA] Abschrift aus dem Lagerbuche der Gemeinde Rhumspringe, wie solches von dem Lehrer Christoph Arend daselbst aufgestellt ist im Jahr 1820.

Die Lage des Ortes Rhumspringe betreffend:

Das Dorf Rhumspringe, welches zum Königlich Hannoverschen Amte Gieboldehausen gehört und 1 1/2 Stunde von selbigem Gieboldehau-sen, von Duderstadt aber 2 Std. von Göttingen 6 Std entlegen ist grenzet gegen Osten an den Rothenberg, gegen Süden an die Duderstädter Gerichtsdörfer Hilkerode und Breitenberg, gegen Westen an das Gieboldhäuser Amtsdorf Rüdershausen und Kurbraunschweigisch-Lüneburgische Dorf Lüttgenhausen, gegen Norden das Kurbraunschweigisch-Lüneburgische Dorf Pöhlde.


A. Grenzen Zwischen Rhumspringe und Pöhlde und Lüttgenhausen: Die durch die beiderseitigen Deputatos Anno 1743 beschehene Berichtigung deren Grenzen zwischen dem Amte Gieboldehausen und Amt Herzberg befindet sich noch jetzt in den nemlichen Stande bis zu jener Zeit und fanget an: 1. An der Tagegrubenwiesen neben dem Ellerbach, von diesem Stein rechter Hand an den Pfingstanger hinauf auf 2. An der Länderei, das Ellerholz genannt, und den Rhumspringer Pfingstanger, dann unters im Graben fort auf 3. Zwischen vorbenanntem Grundstücke noch weiters an diesen Bache hinauf bis 4. Unter der Kleinen Buchtwiesen, ferner in selbigen Bach hinauf auf 5. Auf gedachten Pfingstanger, sodann ohnweit quer über den Bach auf 6. Zwischen der Herzbergischen Breitenwiesen und dem Rhumspringer Hirtenbleek, weiter in gerader Linie auf 7. Zwischen gedachter Wiesen, sodann rechter Seits zwischen diesen Grundstücken hinauf bis vor 8. Einen Weißdornbusch, da zwischen denen Vorräthen und sofort in der Angelfurche hinauf bis 9. Auf den Spitzenröder Berg neben den alten Stein, sodann linker Hand an denen Vorrathsstücken und Herzberger Zinslande den Berg hinunter bis 10. Zwischen Hans Jürgen Schmalz zu Rhumspringe Vorrath, modo Adam Gerlachs Erbenöde Vorrath sub No.600 Lage 81 a des Rhumspringe Flurenbuchs und Herzberger Zinslande, von diesen Steine quer durch das Feld und über das Große Thal in gerader Linie auf 11. Oben in Großen Thal vor den Papenberge an der Hecken, von da schrad durch deren Rhumspringer Eigen und Herzberger Zinslande hinauf bis 12. An der Vorrath bei einen alten Stein, unters zwischen diese Länderei über den Treisch die Strutenbreiten genannt auf 13. Bei einen alten Steine auf den Treische, sodann linker Seits quer durch die Länderei, die Strutenbreiten genannt, auf 14. Bei einen Weißdorn-Busch an Berge unters durch die Länderei fort bis 15. an die Hecke. Über den Rähelsgraben, diesen Grund hinab auf 16. Bei einen alten Stein vor der Quelle, woraus der Fluß, die Rhume genannt, entspringet und schrad durch zwei Kämpe auf 17. Auf dem Rasen über dem Fischer Kampe, so dann durch den Pöhldischen Weg in den Heilitzgraben hinauf bis 18. Am Ende des Heilitzgraben auf den Rasen weiters in gerader Linie auf 19. Vor den Neuenberger Felde den kleinen Graben hinauf bis 20. Zwischen Jakob Diederichs zu Rüdershausen und Adam Lindau zu Rhumspringe Länderei weiters hinauf auf 21. Unter Johann Jost Zieglers von Lüttgenhausen Vorrath, von hier linker Hand ohnweit 22. Zwischen dieser Vorrath und den Rhumspringer Lande sodann zur Rechten in der Furche obiger Vorrath hinauf bis 23. An die Ecke des Rhumspringer Holzes, der Pöhlder Dicke Busch genannt, weiters in gerader Linie zwischen diesen Holze und der Vorrath auf 24. Bei einen alten Steine, am Ende gedachten Holze, ohnweit davon 25. An Pöhlder Stiege, von da in Ekkerfelde, auf den Mittelrücken des Rhumspringer Contributions-und zehntfreien Ackerlandes hinunter auf 26. An Ende dieses Stücklandes von diesen Stein zur Linken quer durch das Eckerfeld nach den Henneckenberge zu in gerader Linie auf 27. Bei einen alten Steine an Dornbusche, von dannen den Berg hinunter in den Anger, der Henneckenbühe genannt, auf 28. am Ende gedachten Bühes bei einen alten Stein, von da ferner gleich 29. Vor die Rhume.


B. Die Abzehndung der Länderei, so in das Braunschweigisch-Lüneburgische Land schießend, betreffend:

Weilen in der Feldmarkung Rhumspringe die Grenze quer durch verschiedene Felder gehet, als von Grenzsteine sub No. 13 bis 15, dann von No. 19 bis 20, dann von No. 26 bis 27, so ist 1743 verabredet worden, daß es künftighin bei voriger Verfassung mit der Abzehndung, da nemlich von beiderseitigen Zehntsammlern grüne Büsche gestecket werden, gelassen werden solle.


C. Dieselbe ferner betreffend:

Ferner ist verhandelt, und in oben besagten Jahr verglichen worden, besage des darüber abgehaltenen Grenze-Protokolles, daß ratione deren durch vorstehende Versteinigung in anderseitiges Territorium ausgefallkene Grundstücken alle darauf haftende respective Utilitäten und Onera, auch der Domina Privatorum, soweit selbige in der Grenzbeschreibung mit deren Interessenten Genehmhaltung nicht reguliert sind und alle Gerechtsame in saldo verbleiben sollen.


D. Die Abgaben deren Grundstücken, so in jenes Territorium schießen, anlangend:

Die sub No. 65 einschließlich 76, sodann zwischen den Grenzesteinen sub No. 19 und 20. liegenden Grundstücke, welche in jenes Territorium durchschießen, sind völlig in das Flur-und Lagerbuch eingetragen, 1. weil es nicht viel importirt und 2. man aus dem ao 1610 auf sonderbaren Befehl des damals Gnädigst Regierenden Kurfürsten Hw. Herrn Johann Schweikard von Schultheisen Andreas Reuter verfertigten und bei hiesiger Kurfürstl. Hochpreislich Landesregierung aufbewahrten Lagerbuch des ganzen Eichsfeldes Pag. 934 No. 1 ersehen, daß diejenigen Grundstücke, so in jenes Territorium schießen, sowohl dem Amte Herzberg zehnt- und zinsbar, als dem Kurfürstl. Amt Gieboldehausen mit den gewöhnlichen Abgaben beschwert seien.


E. Die Grenzen zwischen Hilkerode und Rüdershausen.

Die Grenze zwischen hiesigen und den angrenzenden Gemeinheiten Rüdershausen, dann Hilkerode sind in bester Ordnung und werden lediglich durch den Ellerfluß bestimmet, welcher von Hilkerode unter dem grenzesteine sub No. 1 vorbei zwischen der hiesigen Tagegruben, dann an Hilkeröder und respective Rüdershäuser wiesen fließet, und sich über den Stege, bei den Ende der Tagegrubenwiesen, so weit genannt die Große Eller in zwei Arme theilt, wovon einer auf Rüdershausen, genannt das Mühlenwasser auf Rüdershausen, anderer aber, so ferner die Grenze zwischen hiesiger und der Gemeinde Rüdershausen scheidet, genannt die kleine Eller, seinen Lauf zwischen der den Rüdershäuser Einwohnern zugehörigen Wiesen und den diesseits sub No. l.d. liegenden Scharfenbühe fortsetzet und sich endlich unten am Ende der mit lt. a bemerkten Rhumebucht mit der Rhume vereinigt. 

F. Huth- und Triftrecht der Gemeinde Rhumspringe

a, die Comun Rhumspringe genießet das Huth- und Triftrecht in ihrer Feldgemarkung auf 400 Stück Schafe gegen jährlich an das Königliche Amt Gieboldehausen zu erlegende 12 Rthlr Triftgeld. b, hat dieselbe die Koppelweide auf Kurbraunschweig- Lüneburgischen Gebiethe, und zwar in der sogenannten Breitenwiese, jedoch mit der Einschränkung, daß an diesem Orte nur alleinig das große Hornvieh aufgetrieben werden kann, sofort der Kälberhaufen ausgeschlossen bleibe, es wäre dann, daß dieselbe unter das große Hornvieh getrieben würden und mit selbigen eine Herd ausmachten, von Michaeli anfangend, solang das Vieh geweidet werden kann, im Frühjahr von Zeit des Viehaustreibens bis zu alten Walburgis, und muß dafür alljährlich den zeitigen Grenzwärter 2 Scheffel Korn und an das Kurbraunschweigische Amt Herzberg 10 Ggl 8 ch Erbzinß bezahlen. Besagte Wiesen nimmt von dem unter der Kleinen Buchtwiesen stehenden Grenzsteine sub No. 4 ihren Anfang, läuft an den Busch der Breitenwiesen Bergs hinauf bis oben vor den Kuhlen, so dermalen Adam Diederich sen. besetzet, gehet von hier weiter fort durch die bemeldete Kuhlen bis an den auf den Spitzenröderberg sub No. 9 befindlichen Grenzsteine, exerziret ferner die Koppelhuht mit allen Vieharten auf jenen Territorio auf den Gödeckenberg von letzt beschriebenen Grenzsteine, hinter den Gödeckenberge, hinunter bis vor die sogenannten Köchschen Grund, von hier über die Jütten Köppe vor der Herrschaftlichen Breiten hin, auf den vor den 2. Grund stehenden Eichelnkampe, gerade unter diesen hinweg über das Bleek auf die Triftsecken, von diesen auf den Mittelrücken des Bornbergs, hinunter über die Haderteichsbrücken, jenseits der Hailit und diesseits des Bohlteichs hinauf an der Plantage des sogenannten Rüdershäuser Kopps bis oben in das Trogthal, aus diesen in den Fahrweg über das Hailitsfeld, oben vor die Hailitswiesen, mitten in derselben fort auf den Hailitsgraben, in diesen hinauf vor den diesseits des Graben stehenden langen Dornbusch, an diesen linker Seits zwischen Heinrich Andreas Rott zu Lüttgenhausen und Caspar Arends Erben zu Rhumspringe Ländern auf den Post zu, wo der Fahrweg von Lüttgenhausen und der Fußweg von Pöhlderstieg zusammen laufen, von besagten Post quer auf den Pöhlderstiegsweg vor das unter den Weg liegende 4. Stück Land, auf diesseits desselben, läuft bis auf die 2. Angelfuhr zur Rechten, dann erstreckt sich weiter durch das kleine Hölsgen, genannt die Trümper Kuhle, in den Helmesthalgraben hinab vor den 2. Kopp von unten an gerechnet, auf dessen Mittelrücken hinauf bis vor das Rhumspringer Feld, allwo sich dieselbe endiget. Auf vorbeschriebene Art hat also die Gemeinde Rhumspringe die Koppelweide. Auf nachstehenden in Kurfürstlich Braunschweigisch-Lüneburgischem Gebiete liegenden Orten nebst der Breiten Wiesen, a. auf dem Gödekenberge, b. hinter dem Gödeckenberge, d. in.Hainkoppes Winkel, e. vor der Kochschen Grund, f. vor der Kochsbreiten inclusive ppter 2 Morgen Landes von dieser Breiten, g. vor der Vorwerksbreiten, h. vor der Grund unter den Eichelnkampe, i. vor und in dem Eichelnkampe, k. auf dem sogenannten Bleeke und dem ganzen Dreische, l. auf dem halben Bornberge, in dem Röhlsgraben und Gehren, m. in der Krebsgrund oder sogenannten Kahlen Bach, n. auf ganzen Hailitskoppe, o. in den Trogthale, p. in den Hallitsfelde, r. in dem Hallitsgraben, s. über dem Pöhlder Stiege bis an Kasper Arends Erben Land ausschließlich, t. vor dem Rothenberge, u. in dem Hilmesthale.

Für den Genuß dieser Koppelhuht muß die Gemeinde neben obigen Erbzins und Huthkorn aus 52 Gerechtigkeitshäusern, und zwar aus jedem eine Person, an das Amt Herzberg gehörige Vorwerk Pöhlde stellen, so unter der Aufsicht des Schultheisen und beiden Vorstehern, Schultheis und beide Vorsteher sind aber den 52 Personen mitbegriffen, einen Tag Korn schneiden müssen, bekommen diesen zum Imbiß, Schultheis und Vorsteher a Person 1 1/2 Pfd. Brod, 1/2 Pfd. Speck, 1/2 Pfd. Wurst, 2 Schaf- und 2 Kuhkäse, dann 2 Stübichen Bier und mittags bekommen die übrigen dienstschuldige Personen a Person 2 Knarren Brod, 2 Käse, gekochtes Sauerkraut oder Erbsen, wie auch den nöthigen Trunk. Anmerkung: An denjenigen Orten, wo die Gemeinde die Koppelweide hat, ist diese auch den Purchschlag zu exerzieren berechtiget.


Verzeichnis der Gerechtigkeitsstätten, nach Ordnung der Wohnungen, so auf den Herrendienst zu Pöhlde 1 Tag Dienst leisten müssen:

Hausnr:     Gerechtigk:     Name:

 

 2 1 Mecke, Friedrich

 3 1 Vatterott, Christoph

 4 1/2 Diederich, Andreas, Leineweeber

 5 1/2 Eberhard, Friedrich, sen.

 6 1/2 Eberhard, Friedrich, Maurer

 7 1/2 Diederich, Andreas, Lahner

 8a 1/2 Diederich, Jacob, Maurer

 8b 1/2 Diederich, Carl

 9 1 Eckermann, Andreas

10 1/2 Brümann, Henrikus

11 1/2 Brümann, Andreas

12 1 Gebhard, Friedrich Rlt.

13 1/2 Wedekind, Hhenrich

14 1/2 Schönekäs, Ludwig

15 1 Arend, Christoph

16 1 Zander, Friedrich

17a 1/2 Monecke, Jacob, sen.

17b 1/2 Hose, Adam rlt.

18 1 Königl. Warthehof

19 3/4 Polle, Ludwig

20 1/4 Walter, Jacob, Jun.

21 1 Burchardt, Joseph rlt.

22a 1/2 Steinmetz, Andreas, sen

22b 1/2 Walter, Joseph

23a 1/8 Steinmetz, Ernst

23b 1/8 Wüstefeld, Georg, rlt.

23c 1/4 Steinmetz, Ludwig

24 1/2 Jacobi, Christoph

25a 1/3 Jacobi, Franz

25b 1/3 Jacobi, Andreas

26 5/8 Diederich, Jakob, Ackermann

27 1/8 Schönekäs, Peter

28 1/8 Wedekind, Hhenrich

29 1/8 Schönekäs, Ludwig,

30 1/3 Diederich, Hhenrich, von 25

31 3/4 Polle, Adam

32 1/4 Diederich, Ludwig

33 1/2 Kulpe, Andreas

34 1/2 Koch, Joseph

35 1 Königl. Meyerhauß

36 1- Königl. Mühle

37a 1/4 Gebhard, Christoph

37b 1/4 Steinmetz, Friedrich

37b 1/4 Steinmetz, Friedrich

38 1/2 Diederich, Jacob, Schmidt

39a 1/2 Redemann, Andreas

39b 1/4 Gebhard, Andreas rlt.

39c 1/4 Waldmann, Hhenrich

40 1 Jacobi, Ludwig Erben

41 1/2 Steinmetz, Sebastian

42 1/2 Gropengießer, Christoph

43 1/2 Reineke, Caspar

44 1/2 Gropengiehser, Andreas, rlt.

45a 1/2 Fahshauer, Adam

45b 1/2 Fahshauer, Jakob

46 1 Mecke, Nikolaus, Erben

47 1 Fischer, Ernst

48 1/2 Moneke, Jakob jun.

49a 1/4 Gropengieser, Christoph

49b 1/4 Jünemann, Friedrich

50 1/4 Diederich, Adam rlt. u. Kinder

51 3/4 Gebhard, Ignaz

52 1/4 Jütte, Joseph

53 1/4 Otto, Joseph

54 1/2 Gerlach, Ludwig

55 1 Steinmetz, Andreas

56 1 Kopp, Georg

57 1/2 Tod, Andreas

58 1/2 Walter, Andreas

59 1/2 Walter, Andreas

60 1/2 Kirchner, Adam

61a 1/2 Moneke, Jakob, jun.

61b 1/2 Eberhard, Friedrich, sen.

62a 1/4 Moneke, Friedrich

62b 1/4 Jacobi, Andreas, jun.

63a 1/8 Moneke, Andreas, Rlt.

63b 1/8 Degener, Friedrich

64 1/4 Bögershausen, Jakob jun.

65 1 Jütte, Conrad

66a 1/2 Diederich, Friedrich

66b 1/2 Steinmetz, Balthasar

67 1 Mecke, Jakob

68 1 Diederich, Andreas-David

69 1- Pfarrhaus

70 1- Schule

71a 1/2 Lerchens, Johannes Ehefrau

71b 1/2 Diederich, Andreas-David

72 1/2 Diederich, Adam Rlt

73 1/2 Schulze, Andreas

73a 1/2- Schulze, Philipp

74 1 Kulpe, Friedrich

75 1/2- Brümann, Andreas, jr.

75a 1/2- Jacobi, Friedrich

76 Gemeinde-Wirthshaus

77a 1/4 Habich, Carl

77b 1/8 Diederich, Joseph, Rlt.

77c 1/8 Steinmetz, Friedrich, Rlt.

78 1/2 Schäfer, Anton

79 1/2 Moneke, Franz

80 1/2 Gebhard, Christian-Ludwig

81 1/2 Schmiedekind, Christoph

82 1/2 Wagner, Andreas-David

83 1 Vatterott, Caspar

84 1/2 Arend, Jakob

85 1/2 Brümann, Andreas

86 1/2 Schäfer, Anton

87 1/2 Gerlach, Friedrich

88a 1/2 Jacobi, Ludwig Rlte

88b 1/2 Wagner, Ludwig

89 1 Jacobi, Friedrich

90 Gemeinde-Hirtenhaus

 52 Summa

 6- Nicht dienstpflichtig

 58 Summa 2. Aufstellung

 

G. Fischrecht betreffend: Das Amt Herzberg genießt die Fischerei in dem Rhumefluße oben von der Quelle bis vor den Grundbaum der Herrschaftlichen Erbbestands Mühlen und besitzet dabei die sb No. 287 liegende sogenannte Fischerwiesen, dahingegen muß dasselbe die hinterste Wasserrinne an der Herrschaftl. Erbbestandsmühlen von beiden Seiten in Bau und Besserung erhalten, jedoch ist Erbbeständer diese Wasserrinne völlig zuzusetzen nicht befugt, sondern ist solche 6 bis 8 Zoll, damit die Forellen aus der unteren in die obere Rhume ihren freien Lauf haben, offenstehen zu lassen verbunden.

Die Gemeinde Rhumspringe aber a. in dem Großen und Kleinen Rhumeflusse vor den Mühlenbette und Wilden Wehre anfangend bis an Grenzsteine sb No. 29, b. in den Großen Ellerfluß diesseits von dem Grenzstein sb No. 1 bis an den sogenannten Ellerstieg, c. in den Kleinen Ellerfluß und zwar Privative von Ellerstiege an bis an jenen Ort, wo dieser Bach in die Rhume fließt.

Anmerkung zur Notiz: Der Nachkömmlinge in Rhumspringe wird folgendes aufgeführt betreffend die Fischerei dort: Actum Gieboldehausen den 4. Juni 1790, erschienen Schultheis Georg Eckermann, Vorsteher Jacob Bögershausen und Gerichtsschöpfe Friedrich Zander Namens der Gemeinde Rhumspringe an einem, dann Ignatz Gebhard als Bevollmächtigter seiner Schwiegerin Rlte Friedrich Gebhard, weswegen er de rato sub Hypotheca bonorum avirte, an anderen Theile und stellten vor, daß sie Willens wären, sich miteinander Pto. des von 1788 geführten Processes in causa der dasigen Commun R(humspringe)ren wider Rlten Friedrich Gebhard als Erbbeständern der dasigen Mühle beklagt, folgendermaßen zu vergleichen, und zwar 1. will Beklagte die zwischen dem Wege und der Fluth zu weit in den Fluß eingebauten Zäune, so bald thunlich wieder einziehen. 2. will dieselbe das auf der Fluth stehende Querbrett, bis auf 4 Zoll Höhe abnehmen, 3. dahingegen soll die klagende Gemeinde die Freiheit haben, von der Backhausthür an, bis an das Gerinne, sodann in der kleinen Rhume von Stege bis vor die Nebenfluth auf dem Mühlenhofe zu fischen, wovon aber ausgeschloßen die übrigen Plätze des Mühlenhofes und Garten nicht zu betreten. 4. soll der Klagepunkt vermeintlicher Erhöhung der Mühlen auf immer abgesagt und aufhören, sofort der Wasserfall so, wie der letzte Bau geschehen, verbleiben, wohingegen aber zeitlicher Müller bei anwachsenden Wasser die Schützen zu ziehen, um dadurch die Überschwemmungen abzuwenden. 5. in Betreff des Rasenstechen soll zeitl. Erbbeständerin der alten Gewohnheit, die Rasen auf der Gemeinde zu stechen, verbleiben, jedoch jedesmal vorher der Gemeinde die gehörige Anzeige thun, endlich 6. will die Gemeinde den zeitlichen Erbbeständer die Fischrecht auf beiderseitigen Fluthen ohnangefochten und ohngestört lassen, womit denn beide Theile in allen zufrieden waren, liti et causae renunciirten und baten, Praetecto et approbato Protocollo ihnen hierüber zwey Instrumenten und zwar jeden Theile eins in forma Probante extradiren.

 

H. den Bau und Reparatur der Kirchen, Pfarr,- Schul,- Wirths,- und Hirtenhaußes, wie auch der Brücken und Stegen betreffend:

Die in der Gemeinde vorkommenden Bau und Reparatur werden auf folgende Art bestritten: 1. muß die Gemeinde den Kirchthurm, den Kirchhof, die Uhr, die beiden Glocken und Orgel in Bau und Besserung erhalten. 2. auf nämliche Art werden von der Gemeinde das Pfarr- und Schulhaus, alle derselben Nebengebäude, der Pfarrgarten, Hirten- und Wirthshaus, welches letzteres die Schildgerechtigkeit (und zwar) ausschließlich hat, und auf gewisse Jahre an den Mehrstbietenden verpachtet wird, unterhalten 3. muß dieselbe den Steg über die Kleine Eller, über die Große aber, das Mühlenwasser genannt, die Mühle zu Rüdershausen den allda befindlichen Steg bauen und erhalten. 4. die über die Kleine Eller geführte Steinerne brücke unterm Dorfe muß die hiesige Commun und Commun Rüdershausen, die an Dorfe über die Rhume gehende Steinerne Brücke aber die hiesige Commun und die Gemeinheiten Obernfeld und Rüdershausen, endlich 5. den über den Mühlenbette über die Große Rhume gelegten Steg die hiesige Gemeinde in Bau und Reparatur erhalten.

 

I. Die Abgaben der Gemeinde betreffend:

Die Commun muß jährlich an Königlich Hannoversches Amt Gieboldehausen respective zahlen und abliefern:

25 Rhtlr Dienstgeld, 12 Rhtlr für eine Tonne Häringe, 1 Malter Warthekorn, 2 Kfl. Erbenzins (1 Rhtlr 12 Ggl), 9 Hühner 8 Hahnen, 120 Eier. Wie aber vorstehende Abgaben colligirt werden, ist bei jedem Fundo oder Stätte deutlich bemerket. (Siehe Liste 2) No. 20 Jakob Walter jun. besitzet Haus und Hof mit 1/4 Gemeine Gerechtigkeit. Gibt jährlich: Dienstgeld 1 Ggl - ch, Heringsgeld- 1 1/2 ch, 5 Eier und 1/4 Hahn an hiesige Pfarrei, das 2. Jahr zu 1 Malter Warthekorn 1 Kopf Korn, ein Rhumbergshof 1/10 Forl. gibt Hofgeld in hiesige Gemeinde 1 1/15 ch. No. 35 Königliches Pöhlderhofsgut, besitzen dermahlen die Erbbeständer Peter Jakobi u. Jakob Jakobi Erben: Hauß und Hof mit ganzer Gemeine Gerechtigkeit, gibt jährlich Dienstgeld 4 Ggl-ch, Heringsgeld - 6 ch, ein Rauchhuhn in K. Pöhlderhof, (Duderstadt) item 2 Malter Weizen, 6 Malter Korn, 8 Malter Hafer, 2 Rhtlr Holzgeld in K. Pöhlderhof als ein locarnim perpetuum, das 2. Jahr zu 1 Malter Wartekorn 1 Metzen. 48 Morgen 1 1/4 Forl. Acker und Wiesen.

No. 36 Königliche Mühle, besitzet dermahlen Christoph Gebhard als Erbbeständer nebst einem Baumgarten ohne Gerechtigkeit - 1 Forl, hat außerdem einen Küchengarten jenseits der Rhume, 1/4 Forl. groß u. bei der Springwiesen theils Land theils Wiesen 1 Morg 1 Forl. groß, im Ganzen 1 M 1 1/4 F. Gibt jährlich an Locario an die Königl. Receptur Gieboldehausen 110 Kfl, 8 Schbr., dann 2 feiste Schweine an G'ste Herrschaft. Ist im Jahre 1743 in Erbpacht gegeben.

No.69 Pfarre, besitzet Haus u. Hof mit ganzer Gemeiner Gerechtigkeit, ist in allem frei und baut solches die Gemeinde und hat die Gemeindegerechtigkeit, hat an Wiesen 5 M 1 1/3 F., an Acker und Garten 84 M 1 3/6 F.

1821-1956   

  [Dige] Dissertation Dr. Ewald Genau über Wirtschaftsstruktur/Bevölkerungsveränderung und ihre Ursachen seit 1821 bis 1956. Rhumspringe von 520 Einw.- annähernd 2000 Ein.(Zuwachs durch Industrialisierung. Erst Einführung, dann Fortsetzung).

1822   

  Einführung des mechanischen Webstuhls, Hausweber werden brotlos.

1822   

  Dürrejahr, die Mühlen auf der Rhume: Aufsatz GM 3/66.

1822   

  [GM 4/67] erfolgt die neue Landeseinteilung, Rhumspringe gehört zum Amt Gieboldehausen.

1822   

  [GM 3/66] wird die Rhumequelle als ein einmaliges Naturwunder bezeichnet. Obwohl Oder und Sieber fast 10 Monate kein Wasser führen und selbst der Oderteich völlig austrocknete, sprudelte die Quelle weiter. Sie wird vermutlich aber nur 2. cbm/sec. geliefert haben. Die Mühlen im Harz standen still, nur die Mühlen im Rhumetal mahlten Tag und Nacht und versorgten meilenweit die Bevölkerung mit Mehl.

1823-1829   

  Papst Leo XII.

15.12.1823   

[KBRh] Kirchbau

Urkunde aus dem Jahr 1823:

Pro Memoria! Bereits vor 20 Jahren befand sich die Kirche der zu dem unterzeichneten Amte gehörenden Gemeinde Rhumspringe in einem so desolaten und verfallenen Zustande, daß Reparaturen daran mit Nutzen nicht mehr angewandt werden konnten und daher nichts anderes übrig blieb, als solche gänzlich nieder zu reißen. Hierdurch wurde die gedachte Gemeinde nun in die unangenehme Alternative versetzt, entweder fortan ohne Kirche zu seyn oder eine Neue zu erbauen. Der religiöse Sinn der Einwohner wollte es indes nicht gestatten sich zu Ersterem zu entschließen, und so wurde denn im Vertrauen auf Gott der Bau einer neuen Kirche angefangen. Und wie wohl an deren Ausführung anfangs einige Jahre mit regem Eifer gearbeitet wurde, so überzeugte man sich doch nur zu frühe, wieviel dazu gehöre, ein solches Gebäude herzustellen. Denn kaum hatte das Mauerwerk die Höhe von 20 Fuß erreicht, als schon alle Hülfsquellen, sowohl des Kirchen Aerarii als der Gemeinde erschöpft waren, und dadurch ein vorläufiges Aufhören des Baues veranlaßt wurde. Jahre verstrichen, ehe an eine Fortsetzung desselben gedacht werden konnte, doch wurde endlich das Bedürfniss einer neuen Kirche um so dringender, als die Alte immer mehr dem gänzlichen Einsturze zu drohen begann. Auf Beiträge der Gemeindeglieder war bey deeren Armuth nicht zu rechnen, und bestand daher das einzige Einkunftmittel nur darin, daß jeder Einwohner soviel möglich, selbst Hand ans Werk legte, um auf diese Weise endlich zum Ziele zu gelangen. Mit aller nur möglichen Anstrengung unterzogen sich dieselben der Arbeit, jedoch war es allein damit noch nicht getan. Es waren nämlich Bedürfnisse vorhanden, denen nur mit barem Gelde abgeholfen werden konnte. Und so schien es denn abermals um die ersehnte Vollendung dieses Baues gethan zu seyn. In dieser wahrhaft bedrängten Lage bewilligte Königliches Cabinetts Ministerium zu Hannover auf eine an Höchstdaselbe gerichtete Vorstellung der Gemeinde Rhumspringe mittelst Rescripts vom 30. Oktober d.J. eine Collekte im Umfange des ganzen Königl. Landdrostey-Bezirks Hildesheim und knüpft sich an diese hohe Gnade die frohe Hoffnung, durch deren Ertrag die Kirche endlich vollenden zu können. Dies vorausgeschickt, sind die Vorzeiger dieses von ihrer Gemeinde zu jenem Zweck ausgesandt, und wie wir denselben solches zu ihrer Legitimation damit bescheinigen, hegen wir die innigen Wünsche, daß dieselbe überall eine günstige Aufnahme finden und dürfen wir von Allen zur Wohltätigkeit geneigten Menschen erwarten, daß die Bitten einer armen, durch die häufigen Kriege kaum verflossener Zeiten, durch manche andere Calamitäten, und ihrer großen Anstrengungen beym Kirchbau, bis zur tiefsten Armuth herabgesunkenen Gemeinde nicht unerhört bleiben. wir geben Amtsseitig die Versicherung, daß der Zustand der Gemeinde in der That höchst beklagenswerth und dieselbe gänzlich außer Stande ist, aus eigenen Mitteln zur Vollendung dieses Kirchenbaues fortan noch etwas beyzutragen. Insofern wird aber jeder, auch der geringste Betrag willkommen seyn und in der Mitte dieser kleinen Gemeinde dafür den Gebern stets ein von Dank erfülltes Andenken gesichert bleiben. Gieboldehausen, den 15. Dezember 1823. Königlich Großbritanisch-Hannoversches Amt. Gez. Wolligs, gez. Strecker. Es folgt eine Spendenliste aus allen Orten des Eichsfeldes und der näheren Umgebung.

29.12.1823   

[KBRh] Circulare: Da nächstens nach höchsten Orts erhaltener Erlaubniß 2 beeidigte Collectanten für die Rhumspringer Kirche herumgehen werden, und da genannte Kirche, deren Vermögen in soweit es disponibel ist, ganz durch zeitherigen Bau erschöpft worden ist, ohne milde Unterstützung nicht vollendet werden kann, so fordern wir die Hochw. Pfarrer unseres Commissariats Bezirks auf, ihre vermögenden Pfarrkinder ex Cathedra zur Mildthätigkeit für benannten Zweck zu bewegen. Übrigens hegen wir gegen die Hochw. Pfarrer das Vertrauen, daß eine Aufforderung an sie, ihren Pfarrkindern mit einem Beispiele der Liberalität sowohl ex propriis, als auch aus dem Kirchenaerario vorzugehen, überflüssig sey. Oberfeld, am 29. Dezember 1823, S. Schäfer, Bischöfl. Geistl. Comm.

1824-1829   

  [KBRh] Franz Stange, Pfarrer in Rhumspringe, aus Duderstadt, Gymnasiallehrer und Caplan in Duderstadt, danach Pfarrer in Duderstadt. Gestorben am 17. Oktober 1846, Mittags 12 Uhr

26.3.1824   

  Durch die päpstliche Bulle "Impensa Romanorum Pontificum solicitudo" wird das Untereichsfeld der Diözese Hildesheim unterstellt, nach dem Tode Freiherrn von Wendt, der zugleich Hildesheimer Weihbischof, voll mit Hildesheim vereinigt.

1826   

  [STAH] im Findbuch: Steuersachen, Grundsteuer - Mutterrolle der Ortschaft Rhumspringe 1826-1854 unter Nr. 31

1827   

  [Kugo] Hohlmaße= 1 Malter = 6 Scheffel = 3 Ztr.

 1 Scheffel = 4 Metzen = 1/2 Ztr.

 1 Metze = 4 Mühlenköpfe = 1/8 Ztr.

1828   

  [HPF] Bereits im Jahre 1828 wurde an der Stelle der heutigen Papierfabrik eine Wollwarenfabrik durch den Duderstädter Fabrikanten Ludwig August Hertwig gegründet. Diese Fabrik nützte schon damals die Wasserkraft des Rhumeflusses für ihre Spinnerei und Walkerei aus und stellte Kamelotstoffe und besonders schwere Flanelle auf Handwebstühlen her. Die Wollwarenfabrik bestand bis 1871, da der der Nachfolger von Ludwig August Hertwig, jetzt Adolf Hertwig die Fabrik nicht weiter entwickelte. Der Duderstädter Bankier C.F. Hertwig als Kreditgeber der Wollwarenfabrik übernahm den gesamtenm Besitz und errichtete auf dem ausgedehnten Grundstück unter Verwendung der Gebäude eine Lederpapier- und Lederpappenfabrik.

1829-1840   

  [STAH] im Findbuch: Rechnungen der Gemeinde Rhumspringe Nr. 401,

desgl. 1841-1859 Nr. 402,

desgl. 1860-1884 Nr. 403, der Zehnte in der Wüstung Weinhagen Nr. 404,

Beigeordnete, Standesamtsstellvertreter, Rechnungsführer, Taxatoren, Feld- und Feuergeschworene zu Rhumspringe 1850-1882 (405),

das Vorwerk Weinhagen 1851-1861 (406),

verschiedene Gemeindesachen 1852-1860 (407),

Bausachen der Gemeinde 1853-1865 (408),

der Bau und die Unterhaltung der Rhumebrücke 1854 (409),

Armensachen (410),

der Verkauf eines Platzes aus der Hutweide an den Fabrikanten Hertwig 1855 (411),

die Eintreibung von Gemeinderückständen 1856 (412),

Beschwerden und Strafsachen gegen den Bauermeister Jacobi 1859 (413),

Gemeinderechnungen 1859-1864 (414),

Anzeige Jacobi (415)

und weiter versch. 1865-1879 (416-421)

1829-1842   

  [KBRh] Christoph Vollmer, Pfarrer in Rhumspringe, aus Westerode, Kaplan zu Duderstadt, danach Pfarrer in Rüdershausen

1830   

  [STAH] im Findbuch: Domanialsachen, der öffentlich meistbietende Verkauf des der Gemeinde Rhumspringe zugehörigen Gemeinde-Wirtshauses nebst Wirtschaftsgerechtigkeit, unter Nr. alt 720

1830-1914   

  [GM 10/53] in einem Bericht über Auswanderungen 1830-1914 wird der Gastwirt J. Vollmer aus Rhumspringe als zuverlässiger Agent für Auswanderungen amtlich zugelassen. Auswanderungen aus Rhumspringe insgesamt 21

1831-1848   

  [STAH] im Findbuch: der Unterbau des Schulhauses zu Rhumspringe (80)

die von dem Pfarradministrator Küstner zu Rhumspringe gegen den dortigen Bauermeister Jacobi wegen ,Überschreitung seiner Dienstbefugnisse bei dem Bau der Schule daselbst angebrachte Beschwerde, desgl. Rechnungsablauf über den Schulausbau zu Rhumspringe. (81)

1836   

  in einem Bericht des Commissarius über Dekanatseinteilung gehört Rhumspringe zum Dekanat Gieboldehausen.

1832   

  Cholera auf dem Eichsfeld

1832   

  Einführung von Streichhölzern (Schwefelsticken), ersetzen Feuerstein und Schwamm.

1835   

  Erste Eisenbahn zischen Nürnberg und Fürth.

13.4.1836   

  Hannoversches Ablösegesetz für die von Minnigerodischen Güter.

1836   

  Reitpost Duderstadt-Gieboldehausen-Northeim.

1838   

  [STAH] im Findbuch: Domanial-Sachen,

Kornzins Register von Rhumspringe unter 36 u. 37

1840   

  [SCro] Lehrer Joh. Mecke schreibt: Das Schulgebäude des Lehrers gilt auch als Wohnung für den Küster und Organisten. Dieses ist in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus einem alten Schäferhause, das die hiesige Gemeinde von dem Vorwerke in Weinhagen auf Abbruch gekauft hatte, neu hier aufgestellt, da das alte Schulhaus sehr baufällig gewesen ist. Bis in die Mitte des Jahrhunderts wurde Schulunterricht nur im Winter erteilt, von Allerheiligen bis zur Entlassung, 3 Wochen nach Ostern. Es war dem Lehrer freigestellt, ob er den Unterricht den Mai hindurch noch fortsetzen wollte.

Anfangs der 60.er Jahre ward dann bestimmt, daß der Unterricht von Oktober bis Johanni abgehalten würde. In den 80er Jahren mußte die Schule mit dem 1. Oktober anfangen und mit dem 31. Juli erst geschlossen werden. Seit 1900 sind dann die Ferien eingeführt, bei ansonstigem ganzjährigen Schulbesuch, insgesamt 70 Tage im Jahr, Ostern 13 Tage, Pfingsten 5 Tage, Sommerferien 42 Tage und Weihnachten 10 Tage.

1842-1850   

  [KBRh] Joseph Jünemann, Pfarrer in Rhumspringe, aus Krebeck, Kaplan in Algermissen, starb am Nervenschlagen

1843-1868   

  [STAH] im Findbuch Bausachen: Verhandlungen über den Bau der Rhumebrücke bei Rhumspringe und die dazu von der Gemeinde Obernfeld beizutragenden Kosten. Nr. 4

1844   

  brachte Dr. Hellrung als Erster eine Beschreibung der Rhumequelle

1846-1878   

  Papst Pius IX.

1848   

  [Dige] Rhumspringe 755 Einwohner

1848-1849   

  [STAH] im Findbuch: Steuersachen, Spezialübersichten über die kultivierten areale nebst den davon zu entrichtenden Steuern in den Gemeinden Rüdershausen und Rhumspringe, Nr. 52

1848-1870   

  Bau der Landstraße Rhumspringe-Duderstadt

1849   

  [STAH] im Findbuch: Domanial-Sachen, Grundbuch über Kleine Erbenzinsen in Rhumspringe, Amt Gieboldehausen unter Nr. 11


NACH OBEN

1850   

  [STAH] im Findbuch: Hoheitssachen, die Übersicht über die Verhältnisse des Grundbestandes, der Steuerkräfte und der Bevölkerung der Gemeinden im Amtsbezirk Gieboldehausen der jahre 1850, 1858, 1870 und 1871 unter Nr. 25

1850   

  [Za] Pachtung der dem Kloster Pöhlde in Wenigenhagen vormals gehörenden Ländereien in Weinhagen durch den Ort Pöhlde.

10.05.1850   

[Za] Pachturkunde über die Pachtung der Gemeinde Pöhlde des vormaligen Klosterbesitzes:

04.07.1850   

Ausbruch der Cholera in Gieboldehausen

1850-1854   

  [KBRh] Leonhard Küstner, Pfarrverweser in Rhumspringe, aus Duderstadt, ging danach in die Diözese Speyer.

1852   

  [KBRh] Kirchweihe in Rhumspringe durch Bischof Eduard Jacob Wedekin Hildesheim in die Ehre des Hl. Sebastian.

1852   

  [GM 4/67] durch die neue Gerichtsordnung werden die Ämtervogteien aufgehoben und Amtsgerichte eingerichtet. Rhumspringe gehört mot. zu den 10 Ortschaften des Amtes Gieboldehausen. In Rhumspringe 755 Einwohner.

1853-1857   

  [STAH] im Findbuch: Domanial-Sachen, die Veränderungen im Besitz der Erbenzinsmühlen zu Gieboldehausen und Rhumspringe; in Specie die aufkommenden Laudemialgelder, unter Nr. 10

1854   

  [STAH] im Findbuch: die Beschwerde des Schullehrers Klapproth in Rhumspringe wegen ungenügenden Brennmaterials zur Heizung der Schulstube (82)

1854-1857   

  [STAH] die Regulierung der Schulverhältnisse zu Rhumspringe (83)

1854-1862   

  [KBRh] Heinrich Richter, Pfarrer in Rhumspringe, aus Hockeln bei Hildesheim, danach Pfarrer in Dingelbe, daselbst 1881 verstorben

1856   

  [GM 1/65] stellt der Ortsvorstand aus Rhumspringe dem Heiligenstädter Orgelbauer Heyder ein Empfehlungsschreiben für die wohlgelungene Orgel aus.

1856   

  [KBRh] Orgelweihe

1858-1859   

  [KBRh] Heinrich Heise, Kaplan in Rhumspringe, aus Duderstadt. Da die Hilkeröder die Kaplanswohnung in Hilkerode noch nicht fertiggestellt hatten, wohnte er einstweilen in Hilkerode. Wegen langer Krankheit des Dechanten und Assesors Osburg in Langenhagen hatte er dort zu pastorieren. Anschließend Kaplan in Obernfeld.

1858-1867   

  [STAH] im Findbuch: Steuer-Sachen III, Häusersteuerrollen Rhumspringe unter Nr. 72

II.19Jh   

   [STAH] im Findbuch: Steuersachen, Grundsteuer-Mutterrollen für die Ortschaft Rhumspringe unter 122

1858-1867   

  [STAH] Rolle der Häusersteuer Ortschaft Rhumspringe

Haus-Nr.: Änderung:

Alt/neu: Jahr: Name-Vorname-Beruf: Bemerkungen:

-----------------------------------------------------------------

 2 2 Gebhardt, Christoph, Ackermann

 3 3 Steinmetz, Heinrich

 3 4 Steinmetz, Franz, Schneider

 3 5 Monecke, Franz, Maurermeister

 3 5 1859 Monecke, Jacob, Maurergeselle

 3 6 Moneke, Andreas, Maurer

 4 7 Diedrich, Ludewig, Maurer

 4 7 1861 Diedrich, Andreas, Maurer

 5 8 Wedekind, Christoph Abbruch

 5 8 1867 Wedekind, Christoph Neubau

 6 9 Eberhardt, Christophs Erben

 6 9 1867 Wedekind, Christoph Abbruch

 7 10 Fahshauer, Jacob, Maurer

 8 11 Diedrich, Ignaz Rel.

 8 11 1862 Spiehs, Ferdinand, Maurer

 8 12 Diedrich, Ludewig

 9 13 Eckermann, Andreas, Rel.

 9 13 1867 Eckermann, Andreas, Ackermann

10 14 Brümann, Heinrich

10 14 1865 Eckermann, Friedrich

11 15 Brümann, Andreas

13 16 Schönekäss, Franz Rel

13 16 1867 Schönekäss, Andreas, Fabrikarbeiter

14 17 Jacobi, Christoph

15 18 Ahrend, Christoph, Schullehrer

15 18 1862 Arend, Cornelius, Ackermann

16 19 Zander, Jacob, Rel.

17 20 Wüstefeld, Christ. Verkauf

17 20 1864 Brümann, August

17 20 1865 Friedrich, Philipp

17 21 Walter, Ludwig

19 22 Diedrich, Phil. Ackermann

19 23 Diedrich, Wilhelm

19 23 1862 Diedrich, Gottfried, Maurer

20 24 Walter, Joseph

21 25 Gebhard, Andreas, Ackermann

22 26 Hose, Ignaz, Schmied

22 27 Steinmetz, Andreas, Maurer

23 28 Kirchner, Ludw. Rel

23 28 1859 Engelke, Jacob

23 29 Gödecke, Joseph

24 30 Friedrich, Philipp

24 30 1862 Steinmetz, Gustav, Maurer

24 31 Jacobi, Franz, Christophs Sohn

24 32 Eckermann, Franz Rel.

25 33 Jacobi, Frz. Jun. Maurer, Rel.

25 33 1864 Jacobi, Adolf, Maurer

25 34 Jacobi, Andreas, Fabrikarbeiter

26 35 Diedrich, Franz, Schmied

26 36 Wagener, Joseph

26 36 1867 Wagener, Augustin, Maurer

27 37 Schönekähs, Jacob Erben

27 37 1863 Schöenekähs, August, Zimmermann

28 38 Wedekind, Ludwig, Maurer,

28 38 1860 Wedekind, Ludwig Rel.

29 39 Wedekind, Friedrich

30 40 Diedrich, Franz

31 41 Diedrich, David, Rel.

31 41 1867 Diedrich, Friedrich, Davids Sohn

32 42 Degener, Friedrich

33 43 Gödecke, Ignatz

33 43 1866 Steinmetz, Gottlieb, Maurer

33 43 1867 Gödecke, Franz, Schäfer

33 44 Kulpe, Ernst, Rel.

33 44 1865 Kulpe, Ernst, Maurer

34 45 Koch, Franz, Rademacher

34 45 1862 Gropengieser, Franz, Rademacher

36 47 Hertwig, Adolph, Fabrik

37 48 Otto, Friedrich, Maurer

37 49 Brümann, Christoph, Leineweber

38 50 Jacobi, Ernst

38 51a Diedrich, Franz

38 51a 1861 Jacobi, August, Musikus Verbesserungen

38 51b 1863 Kirchner, Franz, Maurer

39 52 Wagener, Franz

39 52a 1867 Gödecke, Franz, Maurer

39 53 Gödecke, Ignaz

39 53 1859 Kellner, Joseph

40 54 Schönekähs, Heinrich

41 56 Steinmetz, Jacob, Maurer

41 56a Steinmetz, Caspar, Maurer

41 56a 1863 Steinmetz, Franz, Maurer

42 57 Koch, Andreas, Rel.

42 57 1862 Koch, Andreas, Maurer

43 58 Beckmann, Jacob

43 58 1861 Beckmann, Friedrich Abbruch

43 58 1867 Beckmann, Friedrich Neubau

44 59 Gropengiehser, Jacob, Maurer

44 59 1860 Monecke, Ignaz, Schneider

45 60 Hillebrandt, Andreas, Rel.

45 60 1862 Hildebrandt, Andreas, Fabrikarbeiter

45 60a 1866 Hagemann, Franz

45 61 Fahshauer, Andreas

46 62 Zander, Christoph, Ackermann

46 62 1862 Zander, Friedrich, Maurer

48 63 Monecke, Joseph, Rel.

49 64 Brümann, Gottfried

49 64 1867 Jacobi, Julius

49 65 Jünemann, Joseph, Zimmermann

92 66 Jünemann, Joseph, Zimmermann

93 67 Monecke, Ignaz

93 67 1862 Reuker, August, Handarbeiter

97 68 Monecke, Heinrich, jun. Maurer

95 69 Monecke, Ignaz

95 69 1863 Monecke, Ludwig, Maurer

95 69 1867 Brümann, Friedrich, Gottfrieds Sohn

96 70 Koch, Joseph

96 70 1865 Koch, Joseph, Rel.

97 71 Jacobi, Gottfried

50 72 Jacobi, Christoph, Jun., Maurer

50 72 1862 Jacobi, Friedrich, Maurer

51 73 Gebhardt, Christoph, Ackermann

51 74 Gebhardt, Ignaz, Ackermann

52 75 Jütte, Joseph, Maurer

52 76 Jütte, Adam

53 77 Otto, Ludwig, Maurer

54 78 Gerlach, Friedrich, Ackermann

54 78 1863 Kirchner, Jacob, Maurermeister

55 79 Diedrich, Hrch., Tagelöhner

56 80 Fahshauer, Ferdinand

56 81 Gropengiehser, Andreas

56 82 Jacobi, Jacob, Rel.

56 82 1865 Jacobi, Hironimus, Maurer

94 83 Kellner, Johannes

57 84 Diedrich, Andreas, Schmidt

57 84 1866 Diedrich, Andreas Rel.

57 85 Rust, Christoph

57 85 1863 Gödecke, Friedrich, Schäfer

58 86 Brümann, Friedrich

58 87 Jacobi, Friedrich, Musikus

59 88 Walter, Ignatz -Andr.

59 88 1859 Walter, Carl, Maurer

59 88 1867 Schulze, Friedrich, Mollenhauer

 - 89 1867 Jacobi, Franz

61 90 Nolte, Friedrich, Rel.

62 91 Jacobi, Joseph & Ferdinand

62 92 Jacobi, Andreas, Fabrikarbeiter

62 92 1867 Kirchner, Andreas, Maurer

63 93 Kirchner, Ludwig

62 94 Monecke, Franz, Maurer

63 95 Todt, Christoph

63 96 Gebhardt, Jacob, Rel.

63 96 Degner, Franz, Handarbeiter

64 97 Bögershausen, Jacob, Barbier

65 98 Wagener, Andreas, Tischler

65 99 Jütte, Conrad, Jun.

65 100 Jütte, Ludwig

66 101 Diedrich, Adam, Rel.

66 101 1866 Diedrich, August, Rel.

66 102 Diedrich, Jacob

66 103 Steinmetz, Josef, Maurer

66 103 1866 Gerlach, Friedrich, Maurer

67 104 Mecke, Friedrich, Ackermann

68 105 Diedrich, Andreas, Zimmermann 1866 "rel.

69 106 Pfarrhaus

70 107 Das Schulhaus

71 108 Reinecke, Jacob

71 108 1866 Reinecke, Jacob, Rel.

71 109 Fahshauer, Adam

71 110 Diedrich, Friedrich, Ackermann

72 111 Diedrich, Christoph, Rel.

72 112 Burchhardt, Jacob

73 113 Erhardt, Adam

73 114 Schulze, Phil., Handelsmann

73 114 1867 Schulze, Gottlieb, Mollenhauer

74 115 Kulpe, Jacob Erben

74 115 1867 Kulpe, Franz, Maurer

74 116 Monecke, Heinrich

74 117 Mecke, Christian, Rel.

76 118 Rust, Ignaz, Gastwirth

76 118 1862 Vollmer, Friedrich, Gastwirth

77 119 Habicht, Ludwig, Schneider

77 120 Kirchner, Adam & Schönekähs, Adam

79 121 Watterott, Jacob

79 122 Watterott, Ludwig

80 123 Eberhardt, Friedrich, Zimmermann

80 124 Walter, Joseph, Maurer

81 125 Schmiedekind, Joseph, Maurer

81 126 Kellner, Christoph

 126a 1866 Vetter, Martin, Tischler

82 127 Walter, Gottfried, Rel.

82 128 Germershausen, Heinrich

83 129 Jütte, Andreas und Domeyer, Friedrich

83 130 Degener, Andreas und Adam, Christoph

83 130 1863 Degener, Andreas und Rittmeier, Friedrich,

 130a 1866 Brümann, August

85 131 Brümann, Friedrich

85 131 1864 Gebhard, Ernst, Tischler

86 132 Gerlach, Friedrich, Ackermann

87 133 Gerlach, Friedr. Rel.

87 133 1862 Gerlach, Gottlieb, Maurer

87 133a 1862 Gerlach, Liborius, Ackermann

88 134 Jacobi, Andreas

88 135 Jacobi, Ludwig

88 136 Wagener, Andreas

 - 137 Fahshauer, Franz

89 138 Diedrich, Gottlieb

90 139 Die Gemeinde Hirtenhaus als Armenhaus

91 140 Herting, Adolph, Fabrikant

 141 1867 Jacobi, Simon

 142 1867 Steinmetz, Gottlieb, Maurer

 143 1867 Jünemann, Friedrich, Zimmermann

1859-1863   

  [KBRh] Joseph Wächter, Kaplan in Rhumspringe, aus Sarstedt, danach Kaplan in Obernfeld

28.04.1859   

werden anstelle der bisherigen Realgemeinden die Politischen Gemeinden gebildet durch die Landgemeindeordnung.

1860   

  soll der Bauer Josef Gödecke mit Pferdefuhrwerk den noch heute in der Kirche befindlichen Barockaltar aus dem Kloster Wöltingerode bei Hildesheim abgeholt haben.

1860   

  Bau der Kapelle auf dem Höherberg

1860   

  die 1. Fotoaufnahmen

1862-1886   

  [KBRh] Johann Nürnberg, Pfarrer in Rhumspringe, aus Bockenem, Kaplan in Algermissen, Achtum, Schladen, Dorstadt. Danach als Pastor nach Borsum

1862   

  [Gle] Beginn der Verkopplung in Rhumspringe - Weinhagen, die 1836 beantragt wurde. Rhumspringe hat an Feldflur 1132 Morgen und 57 Ruten.

1863   

  Petroleumlampen verdrängen Öllampen

1863   

  [KBRh] Andreas Jacobi als Bauermeister

1863-1869   

  [KBRh] Hermann Claus als Schullehrer,

1863   

  [KBRh] Christoph Bierwirth, Amtsvogt zu Gieboldehausen

1865   

  [STAH] im Findbuch: Domanial-Sachen, die Erwerbung der Rust'schen Gastwirtschaft zu Rhumspringe durch den Kellner Friedrich Vollmer aus Duderstadt

1866   

  [KBRh] Gottfried Ohlms, Kaplan in Rhumspringe

1866   

  [Kugo] Deutsche Bruderkrieg, Schlacht bei Langensalza. Das Königreich Hannover wird aufgehoben.

1868   

  [KBRh] Karl Böhme Kaplan in Rhumspringe, aus Nörten

1868   

  ein starker Orkan auf dem Eichsfeld

01.12.1868   

Eröffnung des Bahnhofs Herzberg.

1870   

  [KBRh] Joseph Sorhage, Kaplan in Rhumspringe für 10 Wochen, aus Krebeck

1870   

  [KBRh] Heinrich Wandt, Mühlenbesitzer

1870   

  [KBRh] Ferdinand Gatzemeier als Lehrer

1870-1871   

  Deutsch/Französicher Krieg

1870 - 1871   

   [KBRh] Heinrich Stübe Kaplan in Rhumspringe, aus Hüddesum

18.01.1871   

Errichtung des II. Deutschen Reiches zu Versailles

1871   

  [Dige] Rhumspringe 757 Einwohner

1871   

  [KBRh] Ludwig Keseling, Kaplan in Rhumspringe, aus Duderstadt (5 Wochen)

1871   

  [ChrA] Lehrer Friedrich Gatzemeier gründet den Männer Gesangverein in Rhumspringe

1871   

  [Gle] sind 757 Einwohner in Rhumspringe

1871-1884   

  [KBRh] Johannes Muth, Kaplan in Rhumspringe, aus Brochthausen, ging als Hilfsgeistlicher nach Söhre

9.8.1872   

Eintragung der Rhumspringer Papierfabrik von C.F. Hertwig in das Handelsregister. Neben der Wasserkraft der Rhume wurde eine Dampfkraftanlage mit 500 Ps neu errichtet. 1873 wurden bereits etwa 400 to Lederpapier - und Pappe mit 40 Arbeitern erzeugt.

1872   

  Aufhebung der Geistlichen Schulaufsicht

1872   

  wird der alte Ort Lütgenhausen an der Rhume abgebrochen. 32 Häuser

1872   

  [ChrA] der Bauermeister Jacobi tut beim Schützenfest den besten Schuß für den Kaiser. Darauf verleiht der Kaiser für das Kleinod den Adler und einen Fahnennagel. Dem 75-jährigen Veteranen aus den Freiheitskriegen, Gödecke, der mit 17 Jahren als Freiwilliger war, wird ein Geldgeschenk des Kaisers überreicht.

1874   

  Einführung der Standesämter und der Zivilehe.

1874   

  Beginn des Kulturkampfes

1875   

  [KBRh] werden die beiden Stundenschlagglocken von der Fa. J.H. Bartels angeschafft. Die eine Gewicht 61 kg, 48 cm Durchmesser, 42 cm hoch, auf den Ton A gestimmt für den Stundenschlag, die andere 25 kg, 35 cm Durchmesser, 30 cm hoch, auf C gestimmt für den Viertelsstundenschlag. Diese beiden Glocken sind 1942 beschlagnahmt für Heereszwecke und konnten nach dem Krieg nicht aufgefunden werden.

02.1876   

  [Mehler] Der aus Rhumspringe stammende Dechant Gebhard in Jützenbach wird aufgrund Vergehens gegen die Kulturkampfgesetze auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis geführt.

1876   

  [KBRh] Joseph Fulle als Gastwirt

1877   

  [KBRh] Simon Jacobi Bauermeister

1878-1903   

  Papst Leo XIII.

1878   

  [KBRh] Bernhard Redemann Mühlenbesitzer

01.10.1878   

[SCro] wird Lehrer Johannes Mecke, geb. am 18.5.1847 in Klein Förste bei Hildesheim als einziger Lehrer für 192 Kinder in Rhumspringe angestellt.

1879-1911   

  fuhr die Postkutsche von Herzberg nach Duderstadt über Rhumspringe.

1879   

  [GM 4/52] berichtet Gottlieb aus Hilkerode über einen entstandenen Erdfall bei Rhumspringe


NACH OBEN

1880   

  [ChrA] übernimmt Lehrer Johannes Mecke den Gesangverein

1880-1884   

  [STAH] im Findbuch Bausachen: Die Vertiefung der Rhume bei Rhumspringe Nr. 24

04.04.1882   

[KBRh] Urkunde aus dem Turmknopf zu Rhumspringe:

 

Nachdem mancher schreckliche Sturm, namentlich am 7.Dez. 1867 und ein noch schlimmerer Anfang 1869 das Kreuz auf dem Kirchturme hatten stehen lassen, wurde dasselbe diesen Winter durch einen nicht so argen Sturm abgerissen, jedoch wieder an seiner Stelle befestigt, zur Zierde dieses schönen Thales. Die Gemeinde und ihr Bauermeister Franz Gebhardt, geb. 1839, Vorsteher Anton Eckermann, geb. zu Hilkerode 1852, Vorsteher Heinrich Jacobi, geb. hierselbst 1840 waren sehr eifrig dabei und bewilligten dem Schieferdecker Wilhelm Elbeshausen aus Krebeck gern 70.- Mark. Lehrer war zur Zeit Johannes Mecke, geb. 1847 zu Kl. Förste, Kaplan war Johannes Muth, geb. zu Brochthausen 1845, Pfarrer war Johannes Nürnberg, geb. Bockenem 1824. Bischöfl. Commissarius war der Hochw. Herr Anton Pasche, geb. zu Dassel 1816, Bischof S. Gnaden der Hochwürdigste Herr Wilhelm Jacobi, geb. zu Minden 1821, Papst S. Heiligkeit Leo XIII. geb. 1810. Im Vergleich zu 1822 hat sich der Stand der Gemeinde in religiöser und materieller Hinsicht offenbar bedeutend gehoben. gez. Johannes Nürnberg, Pfarrer.

1883   

  [SCro] wurde Frl. Gläse als Lehrerin angestellt, der Unterricht wurde nunmehr in Knaben - und Mädchenschule erteilt.

1883   

  [SCro] das Schulgebäude der Lehrerin ist im Jahre 1883 erbaut.

1884-   

  [KBRh] Christian Isensee, Kaplan in Rhumspringe, 10 Wochen, aus Winningen

1884   

  [KBRh] Franz Engelhardt, Kaplan in Rhumspringe, 6 Monate, aus Nesselröden, danach Kaplan in Lindau, nach 1/2 Jahr dort verstorben.

1884-1885   

  [KBRh] Joseph Rexhausen, Kaplan in Rhumspringe, aus Fuhrbach

1885   

  [Dige] Rhumspringe 873 Einwohner

1885-1886   

  [KBRh] Johann Ernst, Kaplan in Rhumspringe, aus Groß-Algermissen

1885   

  [SCro] wurde Frl. Ludolf als Lehrerin angestellt

1885   

  wird aus den Ämtern Duderstadt, Gieboldehausen und Lindau der Kreis Duderstadt gegründet.

01.06.1886   

Hochwasser auf dem Eichsfeld

1886-1887   

  [KBRh] Heinrich Uthoff, Kaplan in Rhumspringe, aus Klein-Algermissen

1886-1894   

  [KBRh] Johannes Muth, Pfarrer in Rhumspringe, war vorher 1 Jahr Hilfsgeistlicher in Krebeck und Söhre. Danach Pfarrer in Bilshausen

1887-1890   

  [KBRh] Franz König, Kaplan in Rhumspringe, aus Hildesheim, später als Palottiner-Missionar in Kamerun.

1887   

  [SCro.] wurde Frl. Kühne als Lehrerin angestellt

1887   

  [Gle] sind 873 Einwohner in Rhumspringe

1887-1890   

  [KBRh] Franz König, Kaplan in Rhumspringe, aus Hildesheim, später als Palottiner Missionar in Kamerun.

1887   

  [SCro.] wurde Frl. Kühne als Lehrerin angestellt

1887   

  [Gle] sind 873 Einwohner in Rhumspringe

16.08.1887   

[GdArch] Verkopplungsreceß über die zur Feldmark Pöhlde gehörende Wüstung Weinhagen und eines kleinen Theils der Wüstung Ankerode.

1. Der Receß behandelt die Verkopplung der zu dem früheren Domänenvorwerk gehörenden Privatgrundstücke und der mit denselben im Gemenge liegenden privaten Grundstücke in der Feldmark vor Pöhlde. Die von dem Königlichen Domänenfiscus beantragte Verkopplung ist durch Erkenntnis Königlicher Generalcommission zu Hannover vom 20. November 1880 für statthaft anerkannt. Dieselbe ist am 2.Februar 1881 auf die Mitverkopplung der zusammenhängenden Wockenbornswiesen ausgedehnt worden.

2. Das Verkopplungsobject umfaßt die Grundstücke des Domänenvorwerks Weinhagen und die mit demselben im Gemenge liegenden bezw. von ihnen eingeschlossenen Rhumspringer und anderen Besitzern gehörenden Grundstücke in den Feldlagen "Heinckeufer, Schiefe Halbe, Bleekfeld, Kochsche Breite sowie einen kleinen Teil der Wüstung Ankerrode.

Die Begrenzung: Im Norden von Fiscalischen Forst Bornberg, Bornbergsanger, und dem Fiskalischen Forstort Soldatenhai, im Osten von dem Fiskus gehörenden Forstorten Steinkuhlenköpfe, Wockenborn und Kühenbleek, im Süden von der Hilkeröder Gemeinheit und dem Hilkeröder Ackerlande, im Westen von der Hilkeröder Gemeinheit, dem Weinhägener Felde, der Kochschen Breiten, dem Gödeckenberge und der Rhumspringer Gemeinheit. Die Grenzen werden durch Gräben, Wannen und Furchen gebildet und sind bis auf eine kurze Grenzstrecke zwischen der Pöhlder Gemeinheit am Bornberge und dem Ackerlande, genannt Pöhlder Rodeland, deren Richtigkeit von Pöhlder Seite bestritten wurde, bezüglich deren aber eine Vereinbarung eingetreten ist, deutlich und unbestritten vorgefunden.

3. Das Verkopplungsobject besteht aus Ackerland, Wiesen, Ängern und fiskalischen Forsten. Das Ackerland wie auch die Forsten sind weidefrei und nach den Regeln der Dreifelderwirtschaft bestellt worden. Die zweischürigen Wiesen unterliegen nur zum Teil, von der Aberntung bis zum 1. Mai der Behutung mit Hornvieh und Schafen, und zwar hatte die Hutungsgemeinde Pöhlde die Berechtigung zur Weide auf dem südlichen Teile der Wockenbornswiesen bis zum Ackerlande, auf sämtlichen Weinhägener Wiesen bis einschließlich der Rinderbucht und des Forellenteiches, und auf den für auszutauschende Pöhlder Wiesen erfolgende Ersatzflächen im Haderteiche und Polackenteiche. Der Domänenfiskus auf der Pastorenwiese und in der Klinkergrund, und auf den nachträglich eingetauschten Wiesen im Kesbruche. Außerdem hatte die Gemeinde Pöhlde eine Triftberechtigung in der Breite von 3 Ruthen von der Weinhagener Trift ab durch die Dominalabfindung vom Bornberge bis zur Abfindung der Gemeinde Pöhlde. Andere Weide-und Triftgerechtsame haben nicht bestanden.

4. Die Teilungsgegenstände, welche in keinen Lagenverhältnis zu einander stehen, sind von dem dazu beauftragten Geometer Häberlein neu vermessen und in einer Originalkarte verzeichnet. Dieselbe führt den Titel: Karte von einem Theile der Feldmark des Dorfes Pöhlde, Amts Herzberg. Aufgemessen, kartiert und berechnet im Jahre 1881 von Feldmesser K. Häberlein, Maßstab 1:2000. Außerdem liegt eine Karte vor, betitelt: Karte von Grundstücken des Königlichen Domänenfiskus in der Feldmark Pöhlde, Amts Herzberg, welche bei Gelegenheit der Verkopplung der Wüstung Weinhagen an Eingesessene zu Pöhlde und Rhumspringe ausgetauscht sind, Copiert von der vom Forsteleven Vollmer 1863/64 angefertigten Karte des Herrschaftlichen Vorwerks Pöhlde und von Zeichnungen der Grundsteuer-Gemarkungskarte von Pöhlde der Kataster-Kontrolleur-Kruppa vom Feldmesser Fr. Engelke.

Zu Grenzanweisern und zugleich auch zu Classificatoren sind erwählt:

1. Ackermann Ignaz Gebhardt zu Rhumspringe und als Ersatzmann Andreas Brümann, daselbst,

2. Musikus Heinrich Jacobi aus Rhumspringe, und als Ersatzmann Maurer Theodor Jacobi, daselbst

3. Ackermann Wilhelm Diedrich aus Pöhlde, und als Ersatzmann Ackerköthner Justus Heidelberg, daselbst

4. Ackermann Ludwig Kumm zu Pöhlde, und als Ersatzmann Schneider Gustav Diedrich, daselbst

5. Förster Otto Maß zu Pöhlde, später Förster Louis Diehl, daselbst.

Zu Schätzern sind ernannt:

1. Ökonom Meder aus Edemißen,

2. Oberverwalter Meyer aus Catlenburg.

Bei der Schätzung ist der jährliche Reinertrag eines Hektars ermittelt und sind danach den von den Classificatoren gebildeten Bonitätsklassen folgende Geldwerthe beigelegt worden:

I. Klasse pro ha 120 Mark - XI Klasse pro ha 1.- Mark.

Die Größe und der Werth des Verkopplungsobjects beträgt nach dem Vermessungsregister:

Ackerland 34 ha 55.9 ar = 2338.434 Mark Rentwerth

Wiesenboden 15 85 908.775 " "

Dreisch 32 47.9 1459.353 " "

Angerboden 15 5.1 511.515 " "

Forstgrund 18 71.8 499.875 " "

Summa 116 65.7 5717.952 " "

5. Neben Anderen haben die beteiligten Friedrich und Ignaz Jünemann, Haus Nr. 66a und 66b aus Rhumspringe gegen ihre an den DDmänenfiskus abzutretenden Grundstücke mit Ersatzflächen außerhalb entschädigt sein wollen. Dabei machen sie ihre Befreiung von allen Teilungskosten zur Bedingung. Dieses Tauschproject wurde von Fiskalischen Vertreter genehmigt.

6. Beteiligte aus Rhumspringe:

Hs-Nr.: Name:

 2 Gebhardt, Franz, Bauermeister

 5 Monecke, Josef Ehefrau, geb. Eberhardt

 7 Diedrich, Andreas, Maurer, Ludwigs Sohn

 8 Wedekind, Christoph, Ackermann,

11 Spieß, Ferdinand Ehefrau geb. Wagner

13 Eckermann, Anton, Ackermann, dessen Ehefrau geb. Gebhardt

14 Eckermann, Friedrich, Ackermann

15 Brümann, Andreas, Ackermann

17 Jacobi, Friedrich jun., Maurer, dessen Ehefrau Emma geb. Bögershausen

18 Arend, Cornelius, Ackermann

19 Zander, Wilhelm, Ackermann, dessen Ehefrau Amalie, geb. Gebhardt

20a Wollersen, Andreas, Ehefrau geb. Engelke

20b Friedrich, Franz-Philipp, Maurer Erben: Caroline, Rupert Maurer, Ignaz Tochter Amalie,

22 Schmiedekind, Josef, jun. Musikus

23 Diedrich, Gottfried, Maurer, z.zt. Braunschweig, später als verstorben, jetzt dessen Erben: unverehel. Therese Diedrich in Rhumspringe

24 Steinmetz, Gottlieb, Musikus, Ehefrau geb. Jacobi

25 Gebhardt, Andreas, sen., Ackermann

26 Hose, Ignaz, Schmied

27 Steinmetz, Andreas, Maurer, z.Zt. Braunschweig

31 Jacobi, Theodor, Maurer, Franz Sohn

32 Wagener, Ignaz, Maurer, z.Zt. Braunschweig, dessen Ehefrau Wilhelmine geb. Jacobi

33 Jacobi, Adolf, Maurer, z.Zt. in Braunschweig

34 Jacobi, Franz, Maurer, Andreas Sohn, z.Zt. in Braunschweig

35 Diedrich, Friedrich, Schmied, Ehefrau geb. Mecke

36 Wagener, Augustin, Maurer, z.Zt. in Braunschweig

37 Schönekäß August, Zimmermann, in Ehsen, jetzt Hildesheim

38 Gödecke, August, Musikus

40a Jünemann, Johannes, Zimmermann

40b Diedrich, Franz, jun., Franz Sohn, Ehefrau geb. Bögershausen

41 Diedrich, Friedrich jun., Davids Sohn, dessen Ehefrau Josepha, geb. Brümann

42 Degener, Friedrich, Maurer

45 Gropengießer, Franz, Rademacher

48 Otto, Friedrich, Maurer, z.Zt. Rühme B.brschwg. Hinze

49 Brümann, Christoph, Wwe.

51a Jacobi, August, Musikus

51b Kirchner Franz, Maurer, z.Zt. Wolfenbüttel, dann auf dem Bahnhof Seesen, dessen Ehefrau Wilhelmine geb. Burchardt

52a Wagener, Franz, Maurer, z.Zt. Wolfenbüttel, später Braunschweig

54 Eberhardt, Friedrich, Maurer, z.Zt. Braunschweig

57 Koch, Andreas, Maurer, z.Zt. Braunschweig

59 Monecke, Ignaz, Musikus

61 Faßhauer, Andreas, Maurer, Ehefrau Rosalie geb. Hoße

62 Zander, Friedrich, Wwe. Louise

63a Gödecke, Ignaz, Maurer z.Zt. Börsum

64 Jacobi, Julius, Maurer

66a Jünemann, Friedrich, Zimmermann

66b Jünemann, Ignaz, Zimmermann

69 Brümann, Friedrich, Maurer, Gottfrieds Sohn

70 Koch, Joseph, Wwe. geb. Diedrich

71 Jacobi, Gottfried, jun., Gottfrieds Sohn, z.Zt. b.Helmstädt, dessen Ehefrau Justine, geb. Eberhardt

72 Jacobi, Friedrich, Christophs Sohn, z.zt. Waggum

73 Eckermann, Franz, Ackermann, dessen Ehefrau Rosine geb. Gebhardt

74 Gebhardt, Ignaz, Ackermann

77 Otto, Ludwig, Maurer und Handelsmann, z.zt. Verden

78a Diedrich, Ernst, Handelsmann, z.zt. Verden

79a Diedrich, Albert, Maurer, z.zt. Wolfenbüttel

82 Jacobi, Hieronymus, Maurer, z.zt. Rühme/Brschwg., später Rittergut Harsum

84 Diedrich, Andreas, Maurer, Ehefrau geb. Jacobi

85a Gödecke, Friedrich, Kuhhirt

87 Jacobi, Franz, Wirth, Ludwigs Sohn Erben: Franz, Amalie, Wilhelmine, Hermann,

91 Jacobi, Joseph, Maurer, Wwe., Erbe Adolf J.

97 Jütte, August, Musikus, Ehefrau geb. Bögershausen

102 Diedrich Jacob, Maurer, Ehefrau geb. Schulze

103 Diedrich, Friedrich, Maurer, Jacobs Sohn, jetzt Braunschweig, dessen Ehefrau Clara, geb. Mecke

103a Gerlach, Friedrich, Maurer, Wwe. Caroline, geb. Steinmetz und deren minderjährige Kinder Friedrich, Rosalie, Therese

104 Mecke, Andreas, Ackermann

108 Schmiedekind, Joseph, sen, Maurer

112a Burchardt, Jacob, Maurer, Ehefrau geb. Polle

112b Schönekäß, Christoph, Zimmermann, z.Zt. Obernjesa

114 Schulze, Gottlieb, Wirth, Ehefrau geb. Gebhardt

115 Kulpe, Franz, Maurer, Ehefrau geb. Diedrich, Erben Andreas Diedrich, Josepha Kulpe, Anna Kulpe, Marie- Agnes Kulpe, Louise-Katharine Kulpe.

116 Kellner, Johannes, Ehefrau geb. Faßhauer

117 Otto Christoph, Ackermann, dessen Ehefrau Caroline geb. Mecke

120b Schönekäß, Heinrich, Maurer, Andreas Sohn, jetzt Beierstädt

121 Vatterott Ludwig, Maurer, Ehefrau geb. Schönekäß

123 Eberhardt, Franz, Handelsmann, z.z. Verden

129b Domeyer, Friedrich, Maurer

130 Brümann, August, Zimmermann

131 Gebhardt, Ernst, Tischler

132 Gebhardt, Friedrich, Ackermann

134 Jacobi, Andreas Erben: Andreas, Amalie, Wilhelmine, Hermann, Adolf, Gottlieb, Ottilie, Helene

135 Jacobi, Gottlieb, Musikus Erben: Amalie-Louise, Louise- Caroline, Anna-Louise-Marie, dessen Wwe. geb. Mecke

136 Wagener, Gustav, Maurer, dessen Ehefrau Rosalia geb. Jacobi

137 Faßhauer, Franz, Maurer, Ehefrau Anna geb. Diedrich

138 Diedrich, Gottlieb, Ackermann

141 Jacobi, Simon, Handelsmann

142 Diedrich, Adolf, Maurer, Ehefrau geb. Jünemann

143 Jacobi, Heinrich, Musikus, dessen Ehefrau Louise geb. Bögershausen

147 Faßhauer, August, Ehefrau geb. Eberhardt

148 Brümann, Friedrich, Maurer, Ehefrau geb. Diedrich

Ohne Haus sind an der Verkopplung beteiligt, ebenfalls aus Rhumspringe:

 Ahrend, Christoph, Ackermann

 Diedrich, Franz, sen., in Hannover

 Diedrich, Franz, Schmied,

 Diedrich, Louise, Jetzt verehel. Bluel in Langenhagen

 Diedrich, Marie, verehel. Engelhardt

 Eberhardt, Gustav

 Eberhardt, Friedrich, Wollkämmer

 Faßhauer, Jacob, Wwe. geb. Schwiegershausen

 Gebhardt, Andreas, Ackermann jr, Friedrichs Sohn und dessen Ehefrau Wilhelmine, geb. Diedrich

 Gebhardt, Bertha

 Gerlach, Franz, Maurer

 Gerlach, Marie

 Gerlach, Therese

 Germershausen, Heinrich, Wwe. geb. Diedrich

 Jacobi, Andreas und Louis Erben

 Jünemann, Joseph, Wwe. Sophie geb. Polle

 Jünemann, Johannes Erben

 Kirchner, Jacob, Maurer, Wwe.

 Moneke, Andreas, Ehefrau Emma geb. Mecke

 Moneke, Rosalie, z.zt. in Brochhausen

 Wagener, Louise

 Wedekind, Clemens, Barbier, z.Zt. in Braunschweig im Hospital

 Die Weidegenossen zu Rhumspringe, dafür die Syndiken Ackermann Franz Gebhardt, HsNr.2, Ackermann Friedrich Diedrich, HsNr.41, Zimmermann Friedrich Jünemann, HsNr. 66a, Gastwirt Fulle, HsNr.118,

 Die Gesamtheit der Grundbesitzer, dafür die Bevollmächtigten Ackermann Ignaz Gebhardt, HsNr. 74, Musikus Heinrich Jacobi, HsNr. 143, Ackermann Wilhelm Diedrich aus Pöhlde,

 Die Politische Gemeinde Rhumspringe als Nebeninteressent, dafür als Vertreter der Gemeindevorsteher Ackermann Gebhardt, später Fulle.

An Flurnamen werden im Receß genannt:

Auf dem Heeg, Kesbruche, Pöhlder Rodeland am Bornberge, Rinderbucht, Im Großen Teiche, Finnenkopf, Bomberchhoff, Domänengarten, Im Haarteiche- auch Finnenkopf genannt, Im Weinhägener Felde, In der Koch'schen Grund, Im Heikopfswinkel, Vor und auf dem Bleeke, In Brümanns Grund, In der Pastorengrund, Im Knickgassenfelde, Auf der Kleinen Domäne, Im Wockenborn, Heinkeufer, Schiefe Halbe, Holzapfels Grund, Dreischländerei der Hütungsgemeinde, Wege:

Am Bornberge, An der Rhumspringer Gemeinheit, Vor der Koch'schen Breite, Brümanns Grund, Auf dem Bleek, Am Heinken Ufer, Am Soldatenhai, An der Trift, Vor den Weinhäger Wiesen, Im Heikopfswinkel, Knickgassenfeld, Pastorengrund, Gräben:

Der Schlangengraben, In der Klinkergrund, Im Forellenteiche, Im Heikopfswinkel

Als Pfandgläubiger aus Rhumspringe sind geladen:

Wagner, Franz, Maurer, Kinder aus 1. Ehe: Anna, jetzt verh. mit Andreas Eckermann, Langenhagen, Auguste, in Halchter bei Wolfenbüttel, Franz und Minna, minderj., dafür Vormund Augustin Wagner in Brschwg., Jacobi, Christoph, Ackermann Erst minderj. jetzt vollj. Kinder Wilhelmine, jetzt verh. mit Ignaz Wagner, Rosalie, jetzt verh. mit Gustav Wagner

Jacobi, Heinrich, Musikus, minderj. Kinder aus 2. Ehe: Heinrich-Gottlieb, Emma-Theresia, Hermann-August, Catharina-Louise, Franz-Joseph, Adolf-Heinrich.

Diedrich, Andreas, Maurer, für dessen Tochter Anna-Wilhelmine als Vormund Heizer Friedrich Brümann,

Eckermann, Franz, Ackermann

Die Kirche zu Rhumspringe, dafür der Kirchenvorstandsvorsitzende Ignaz Gebhard

Eckermann, Wwe. Als Vormünderin ihrer minderj. Kinder

1888   

  [SCro] wurde Frl. Freckmann als Lehrerin angestellt,

1890-1892   

  [KBRh] Heinrich Hagemeier, Kaplan in Rhumspringe, aus Groß-Düngen, ging danach nach Gieboldehausen

1890   

  [SCro] wurde Frl. Brodmann als Lehrerin angestellt

08.09.1890   

Vermögensauseinandersetzung zwischen der Politischen-und der Realgemeinde zu Rhumspringe:

Duderstadt den 8. Sept. 1890.

Unter Aufhebung der Festsetzungen vom 5. Juli 1889 wird auf Grund der Paragr. 61 und 62 des Landgemeindegesetzes vom 28. April 1859 unter Vorbehalt des Rechtsweges, über die Vermögens Auseinandersetzung zwischen der Politischen und der Realgemeinde zu Rhumspringe folgendes festgestellt und angeordnet:

I. Zur Nutzung und Verwaltung werden der Politischen Gemeinde aus dem Gemeinde-Vermögen überwiesen, als zur Erfüllung ihrer Aufgaben bestimmt und erforderlich:

1. Die öffentlichen Gemeindewege mit ihren Zubehörungen (Pg.3 des Wegegesetzes vom 28. Juli 1851), insbesondere auch mit den darauf vorhandenen Bäumen

2. Das Armenhaus und das Spritzenhaus,

3. Die Feuerspritze, die sonstigen Löschgeräte und die Aus rüstungsgegenstände der Gemeindewehr,

4. Die Dienstgeräte des Gemeindevorstandes und der Gemeindehebamme

5. Die Gemeinschaftliche Lehmgrube, der Platz zur Entnahme von Füllerde und die Flachsrotten

6. Die Rechte aus den Verträgen wegen Gestellung und Unterhaltung eines Zuchtstieres und eines Zuchtebers.

II. Die bisherigen Verwendungen für die Politische Gemeinde aus dem Gemeindevermögen werden in folgendem Umfange mit den dabei angegebenen Jahreswerten festgestellt:

1. Gehälter:

 a) Dem Bauermeister RM 180.-- b) Den Beigeordneten RM 24.-- c)Den Feldgeschworenen RM 3.-- D) Den Rechnungsrevisoren RM 4.50

 e) Der Klassensteuerkommission RM 4.50

 f) für Schreibhülfe im Impftermine RM 2.-- g) Der Ortshebamme RM 30.-- h) Den Feuergeschworenen RM 9.-- i) Den Spritzenmeistern RM 9.-- k) Dem Gemeindediener RM 80.-- l) Dem Nachtwächter RM 120.-- m) Dem Wegewärter RM 21.-- n) Den Gemeindebeamten außer ihren Gehältern für auswärtige Termine RM 24.--RM 511.-2. für sachliche Kosten der Gemeindeverwaltung: RM 120.--3. Dem Gemeinderechnungsführer entsprechend einer Durchschnittlichen Jahreseinnahme von ca. Rm 2100.- RM 35.--4. für Armenpflege RM 50.--5. für Wege und Grabenunterhaltung RM 60.--6. für Unterhaltung der Gebäude RM 60.--a) Reparaturen pp. 3% von 1250 RM Feuerversicherungswert RM 37.50

 b) Gebäudesteuer, Versicherungsbeiträge, Schornsteinlohn RM 6.50 RM 44.--7. für Löschgeräte, Unterhaltung und Erneuerung

 a) für die Spritze 5% von 1500 RM RM 75.--b) für andere Geräte 10% von 150 RM RM 15.-- RM 90.--8. für Unterhaltung der Mühlenbrücke und Ansammlung eines Erneuerungsfonds RM 28.--9. Zur Unterhaltung des Zuchtstieres

 a) bisherige Zuschüsse aus der Gemeindekasse RM 50.--b) 4% Zinsen der Anschaffungskosten eines Zuchtstiers von RM 350.-- RM 14.-- RM 64.--10.für Gestellung des Zuchtebers RM 181.--11.für die Ortshebamme zur Anlernung derselben und zu Neuanschaffungen von Geräten RM 21.--Summa RM 1204.--Von diesem Gesamtbetrage sind die nicht aus dem Gemeindevermögen stammenden Einnahmen der bisherigen Gemeindekasse in Abzug zu bringen, insbesondere die Abgaben für öffentliche Tanzbelustigungen, erhaltene Spritzenprämien, Mieten aus dem Armenhause, und dergl. Mit einem durchschnittlichen Jahresbetrage von ca. RM 40.-, sodaß der Jahresbetrag der Verwendungen sich auf ca. RM 116.- berechnet.

III. Als Ersatz für diese Verwendungen werden aus dem Gemeindevermögen für die Politische Gemeinde ausgeschieden mit den dabei angegebenen Jahreswerten:

 1. Zwei Sparkasseneinlagen von zusammen RM 185.25 zu 3 1/3% Zinsen RM 6.17

 2. RM 2685.- Rentenbriefe aus der Zuchteberablösung zu 4% Zinsen RM 107.40

 3. Der Erbenzins vom Kruge RM 92.50

 4. Das sogenannte Höfegeld von verschiedenen BesitzernRM 7.19

 5. Die jährliche Abgabe des Besitzers der PapierfabrikRM 16.50

 6. Der Ertrag der Gemeindejagd RM 61.--7. Der Ertrag der Fischerei RM 61.--8. ferner ist von der Realgemeinde eine in vierteljährlichen Raten von RM 203.06 im Voraus zu zahlende Rente an die Politische

Gemeinde zu entrichten und damit das Genossenschaftsvermögen

zu belasten RM 812.24

 Summa RM 1164.--IV. Als Genossenschaftsvermögen erhält die Realgemeinede die unter I. u. III. nicht aufgeführten Teile des bisherigen Gemeinde Vermögens, sowohl Aktiva wie Passiva.

Soweit nach der Teilung desselben oder aus anderen Gründen die rechtzeitige Zahlung der unter III.8 festgesetzten Rente aus den Erträgen des Genossenschaftsvermögens nicht genügend gesichert ist, hat die Realgemeinde durch Mitgliederbeiträge oder in anderer geeigneter Weise dafür Sorge zu tragen.

V. Die Ausführung dieser Anordnungen wird auf den Anfang des nächsten Rechnungsjahres, also den 1. Januar 1891 bestimmt. Von diesem Zeitpunkte ab sind getrennte Vermögensverwaltungen mit besonderen Kassen und Rechnungen für die Politische und die Realgemeinde einzurichten. Andere Verpflichtungen der Realgemeinde werden selbstverständlich durch diese Anordnung nicht berührt, insbesondere auch nicht die gegen Kirche, Pfarre, Schule, zur Unterhaltung von Kirchturm, Turmuhr, Glocken, Orgel usw. pp. Der Landrat, Gez. Von Owen.

 15.01.1891 Der Regierungspräsident: In der Angelegenheit, betreffend die Auseinandersetzung des Vermögens der Realgemeinde und der Politischen Gemeinde Rhumspringe, werden die seitens des Königl. Landrats zu Duderstadt getroffenen Anordnungen vom 8. September 1890 auf ergangene Beschwerde dahin modificiert, daß die sub III.8 aufgeführte, von der Realgemeinde an die Politische Gemeinde zu zahlende Rente von Rm 812,24 auf 800.- RM herabgesetzt wird. Im übrigen werden die Anordnungen aufrecht erhalten. pp Gez. Dr. Schulz.

1890   

  [HPF] erwirbt C.F. Hertwig die etwa 1.- km entfernt liegende Mühle auf der Rhume die zusammen mit einer in Gieboldehausen zu Holzschleifereien ausgebaut werden. Zwischen 1890 und 1913 werden unter Leitung von Albert Hertwig die beiden Mühlen und die Fabrik durch maschinelle Neuanlagen modernisiert und erweitert. Die Zahl der Belegschaft in der Fabrik 120 und weitere 20 in den Schleifereien. Produktion etwa jährlich 3000 to.

1892   

  [KBRh] Theodor Jacobi Bauermeister

1892-1893   

  [KBRh] Georg Wolpers, Kaplan in Rhumspringe, aus Ottbergen, danach in Fuhrbach

1892   

  [SCro] wurde Frl. Kohlmeyer als Lehrerin angestellt

23.03.1893   

Pater General Engelbert Eberhard geboren

1893-1894   

  [KBRh] Kaplan und Pfarrverweser in Rhumspringe, aus Achtum, danach nach Adlum versetzt

1894-1905   

  [KBRh] Ludwig Specht, Pfarrer in Rhumspringe, aus Duderstadt, war 1886-1894 Pfarrer in Hönnersum, im Alter von 66 Jahren an Blasen- und Nierenleiden in Rhumspringe verstorben.

1895   

  [ChrA] bei der Hagelprocession große Beteiligung des Kriegervereins mit der neuen Fahne.

15.11.1895   

[KBRh] wurde in Hilkerode eine Lokal-Kaplanei errichtet und mit Kaplan Johannes Ring aus Germershausen besetzt, vorher Kaplan in Hannover,

1895   

  [SCro] wurde Frl. Meyenberg als Lehrerin angestellt

26.06.1896   

[ChrA] war anläßlich des 25-jährigen Stiftungsfestes des Gesang- Vereins großes Fest mit 17 auswärtigen Vereinen. Beim Wettsingen erhalten Scharzfeld und Barbis das meiste Lob.

1896   

  [KBRh] wird Hilkerode zur Pfarrei erhoben.

1896   

  [ChrA] Ladet der Bauermeister Jacobi den Kaiser anläßlich des 200-jährigen Bestehens des Rhumspringer Schützenhofes ein.

1896   

  [Gle] sind in Rhumspringe 888 Einwohner

1897   

  [ChrA] richtete Andreas Monecke eine Dreschmaschine neben der Pfarre auf der Stelle des Pöhlder Hofes ein. Weil ihnen das zu teuer schien, schafften jedoch die Bauern sich Göpel an.

1898   

  [ChrA] wurde von der Gemeinde Pöhlde der Bornberg gegen anderes Domänen Areal an den Fiskus abgetreten, und daher der vorhandene schöne Eichenwald auf demselben von italienischen Arbeitern zum Grubenholz in Westfalen abgetrieben. Theilweise waren die Bäume alt, theilweise jedoch auch (weiter von der Quelle) noch im besten Wachsthum und sogar noch jung. Die jungen und auch ältere Leute aus Rhumspringe fanden bei den Arbeiten zur Borkengewinnung an diesen Eichen, sowie bei den Forstarbeiten zur Anpflanzung von Nadelhölzern in den Jahren 1898 - 1900, wo die letzten Eichen abgeholzt sind, weiterhin willkommenen Verdienst. Ebenso bei den Wege machen nach der Separierung zur Verkopplung und bei der Ratificierung der Gräben 1898 für Pöhlde und den Fiscus. Nadelhölzer pflanzte die Gemeinde Pöhlde in der so genannten Hailit, linke Seite von der Chauße von Rhumspringe nach Herzberg an.

1898   

  [SCro] wurde Frl. Hartmann als Lehrerin angestellt

1899   

  [SCro] wurde Frl. Werner als Lehrerin angestellt

1899   

  [ChrA] eröffnete Schote aus Schlesien in Rhumspringe eine Molkerei, mußte jedoch bereits am 14.10.1900 seine Insolvenz anmelden. Die Molkerei wurde von Fischer aus Duderstadt übernommen, der die Maschinen geliefert hatte. 1902 und 1903 werden wieder andere Besitzer genannt. Milch kostete 7 Pfg.

1899   

  [ChrA] wurden auf dem Bornberge von der Eichenallee ab (Soldatenhay oder Weinhagen bei dem so genannten Forellenborn) bis zu den ehemaligen Steinbrüchen Eichelinge gelegt als Einsaat zum Eichenwalde. Nicht weit von dieser Allee, die aus fast 1.- m starken Eichen besteht und ca. 30 - 40 Schritte breit ist, befindet sich die sogenannte Dicke Eiche, welche 1899 noch grünte, wenn auch die meisten ihrer Äste abgestorben waren. Sie war hohl von den Ästen an hinauf und unten am Stamme und unmittelbar unter den Ästen in der Höhe von 3.- Metern ca. 9.- Meter im Umfange in der Höhe von 1 1/2 Metern. Im dünnsten Teil des Stammes aber 7 1/2 Meter im Umfange stark, unmittelbar über der Wurzel aber wohl 10 Meter im Umfange.

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